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Dachsanierung Kosten 2026: Preise pro m² & Förderung

Dachsanierung Kosten: Preise für Neueindeckung, Dämmung und Dachstuhl-Sanierung pro m².

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11. Februar 2026

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12.000 € für eine reine Neueindeckung – oder 75.000 € für Komplettsanierung mit Dämmung und Dachstuhl? Die Spanne bei Dachsanierungen ist enorm. Entscheidend ist, wie viel am Dach gemacht werden muss – und ob Sie die bis zu 20 % BAFA-Förderung nutzen. Dieser Ratgeber zeigt alle Preise pro m², die verschiedenen Sanierungsoptionen und wo sich Fördermittel wirklich lohnen.

⚡ Kurz & knapp: Dachsanierung Kosten 2026

  • Reine Neueindeckung: 80 – 160 €/m²
  • Eindeckung + Dämmung: 150 – 300 €/m²
  • Komplett (inkl. Dachstuhl): 250 – 500 €/m²
  • EFH (150 m² Dach): 12.000 – 75.000 €
  • Förderung: 15–20 % BAFA-Zuschuss + Steuerbonus

Dachsanierung Kosten 2026: Die Preisübersicht

Die Kosten für eine Dachsanierung variieren stark – je nachdem, ob Sie nur neu eindecken oder eine komplette Sanierung inklusive Dämmung und Dachstuhl planen:

Art der Sanierung Kosten pro m² (inkl. MwSt.) EFH (150 m² Dachfläche)
Reine Neueindeckung 80 – 160 € 12.000 – 24.000 €
Neueindeckung + Zwischensparrendämmung 130 – 230 € 19.500 – 34.500 €
Neueindeckung + Aufsparrendämmung 150 – 280 € 22.500 – 42.000 €
Komplettsanierung (inkl. Dachstuhl) 250 – 450 € 37.500 – 67.500 €

Hinweis: Die Kosten beziehen sich auf ein durchschnittliches Satteldach. Walm-, Mansard- oder Flachdächer können abweichen. Die Gerüstkosten (10-15 €/m² Fassadenfläche) sind in der Regel nicht enthalten.

Kostenaufschlüsselung: Woraus setzen sich die Kosten zusammen?

Eine Dachsanierung besteht aus mehreren Kostenbausteinen. Hier die einzelnen Positionen im Detail:

1. Dacheindeckung: Material-Kosten pro m²

Dachmaterial Materialkosten pro m² Lebensdauer
Betondachsteine 15 – 30 € 40-60 Jahre
Tondachziegel 40 – 80 € 60-100 Jahre
Biberschwanzziegel 50 – 90 € 60-80 Jahre
Schiefer 90 – 140 € 80-150 Jahre
Metalldach (Stehfalz) 60 – 120 € 50-80 Jahre
Flachdach-Abdichtung 30 – 80 € 20-30 Jahre

2. Dachdämmung: Kosten pro m²

Dämmverfahren Kosten pro m² U-Wert (typisch)
Zwischensparrendämmung 50 – 120 € 0,20-0,25 W/(m²K)
Untersparrendämmung 30 – 80 € Ergänzend
Aufsparrendämmung 130 – 250 € 0,14-0,18 W/(m²K)
Geschossdeckendämmung (unbewohnt) 20 – 50 € 0,18-0,24 W/(m²K)

3. Weitere Kostenpositionen

  • Gerüst: 10-15 €/m² Fassadenfläche (ca. 2.000-4.000 € für ein EFH)
  • Dachstuhl erneuern: 50-150 €/m² Dachfläche
  • Dachfenster (neu): 800-2.000 € pro Fenster inkl. Einbau
  • Dachrinnen & Fallrohre: 25-50 € pro laufendem Meter
  • Asbest-Entsorgung: 40-75 €/m² (bei älteren Dächern mit Eternit!)
  • Schornsteinerneuerung: 2.000-5.000 €

Kostenbeispiel: Dachsanierung Einfamilienhaus

Satteldach, 150 m² Dachfläche, Baujahr 1975, Neueindeckung mit Tondachziegeln und Zwischensparrendämmung:

  • Gerüst (120 m² Fassade × 12 €): 1.440 €
  • Abriss alte Eindeckung + Entsorgung: 2.500 €
  • Neue Tondachziegel (150 m² × 50 €): 7.500 €
  • Unterspannbahn erneuern (150 m² × 8 €): 1.200 €
  • Zwischensparrendämmung (150 m² × 70 €): 10.500 €
  • Lattung erneuern (150 m² × 10 €): 1.500 €
  • Dachdecker-Arbeitskosten: 8.000 €
  • Dachrinnen + Fallrohre erneuern: 1.500 €
  • Anschlüsse, Schneefang, Kleinmaterial: 1.500 €
  • Gesamtkosten: ca. 35.640 €
  • Abzgl. BAFA-Förderung Dämmung (20% mit iSFP): -3.150 €
  • Eigenanteil: ca. 32.490 €

Förderung für Dachsanierung 2026

Der Staat fördert energetische Dachsanierungen großzügig – insbesondere die Dachdämmung. Diese Programme stehen 2026 zur Verfügung:

BAFA-Zuschuss für Dachdämmung

  • 15% Zuschuss auf die förderfähigen Investitionskosten
  • 20% mit individuellem Sanierungsfahrplan (iSFP)
  • Förderfähig: U-Wert nach Sanierung max. 0,24 W/(m²K)
  • Maximale förderfähige Kosten: 30.000 € pro Wohneinheit (60.000 € mit iSFP)
  • Antrag vor der Auftragsvergabe stellen!

KfW-Kredit (Programm 261/262)

  • Zinsgünstiger Kredit bis 150.000 € pro Wohneinheit
  • Tilgungszuschuss bei Erreichung eines Effizienzhausstandards
  • Besonders attraktiv bei umfassender Sanierung (Dach + Fenster + Heizung)

Steuerbonus (§ 35c EStG)

  • 20% der Kosten über 3 Jahre steuerlich absetzbar
  • Maximal 40.000 € Abzug pro Objekt
  • Alternative zur BAFA-Förderung – nicht kombinierbar!
  • Vorteil: Kein Antrag nötig, einfach über Steuererklärung

💡 Meister-Tipp: Förderung clever nutzen

Wichtig: Die reine Neueindeckung ohne Dämmung wird nicht gefördert! Nur die energetische Verbesserung (Dämmung) löst die Förderung aus. Wenn Sie ohnehin neu eindecken, lohnt sich die Kombination mit einer Dachdämmung fast immer: Die Mehrkosten für die Dämmung werden mit 15-20% bezuschusst und Sie sparen dauerhaft Heizkosten.

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Dachdämmung wird mit 15–20 % BAFA-Zuschuss gefördert. Wie viel Zuschuss steckt in Ihrem Dachprojekt? Unser Förderrechner vergleicht BAFA-Zuschuss und Steuerbonus – in Sekunden.

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Dachdämmung: Welches Verfahren ist das Richtige?

Die Wahl der Dämmmethode hängt davon ab, ob der Dachraum bewohnt ist und ob bereits eine Neueindeckung ansteht:

Verfahren Wann sinnvoll? Kosten/m² Wirkung
Zwischensparren Dach wird nicht neu eingedeckt, Innenausbau möglich 50 – 120 € Gut
Aufsparren Neueindeckung steht an – Premium-Lösung 130 – 250 € Hervorragend
Untersparren Ergänzung zur Zwischensparrendämmung 30 – 80 € Ergänzend
Geschossdecke Dachboden unbewohnt – günstigste Option 20 – 50 € Sehr gut

⚠️ Meister-Tipp: GEG-Pflicht beachten!

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) schreibt vor: Wenn Sie mehr als 10% der Dachfläche sanieren, müssen Sie die Dachfläche auf einen U-Wert von max. 0,24 W/(m²K) dämmen. Das bedeutet in der Praxis: Bei einer Neueindeckung kommen Sie um eine Dämmung meist nicht herum – nutzen Sie das als Chance und kassieren Sie die Förderung!

Wann ist eine Dachsanierung nötig?

Nicht jeder Schaden am Dach erfordert eine Komplettsanierung. Diese Anzeichen erfordern jedoch Handeln:

Sofort handeln:

  • Undichte Stellen / Wasserflecken: Wasser dringt ein und schädigt die Bausubstanz
  • Durchhängende Dachfläche: Deutet auf Schäden am Dachstuhl hin
  • Schimmel im Dachgeschoss: Fehlende Dampfsperre oder Undichtigkeit
  • Sturmschäden: Fehlende oder verschobene Ziegel sofort reparieren

Mittelfristig planen (1-3 Jahre):

  • Moosbefall und verwitterte Ziegel: Schutzschicht der Ziegel ist aufgebraucht
  • Hohe Heizkosten: Ungedämmtes Dach = bis zu 30% Wärmeverlust
  • Dach älter als 50 Jahre: Lebensdauer vieler Materialien erreicht
  • Solaranlage geplant: Erst sanieren, dann PV installieren!

🚨 Achtung: Asbest im alten Dach!

Häuser mit Baujahr vor 1990 können asbesthaltige Dachplatten (Eternit) haben. Die Sanierung erfordert dann einen zertifizierten Fachbetrieb und kostet durch die Sondermüll-Entsorgung 40-75 €/m² zusätzlich. Fragen Sie vor der Planung Ihren Dachdecker – er erkennt Asbest auf den ersten Blick.

Kosten sparen bei der Dachsanierung: 8 Tipps

1. Förderung beantragen (VOR Auftragsvergabe!)

BAFA-Zuschuss + iSFP nutzen = 20% geschenkt. Bei einer 35.000 €-Sanierung sind das 7.000 €!

2. Energieberater einschalten

Ein Energieberater kostet ca. 500-1.000 € (abzgl. 80% BAFA-Förderung = ca. 100-200 € Eigenanteil). Er erstellt den iSFP und sichert die höhere Förderung.

3. Mehrere Angebote einholen

Holen Sie mindestens drei Angebote ein. Die Preisunterschiede bei Dachdeckern können 20-35% betragen.

4. Nebensaison nutzen

Dachdecker haben im Spätherbst und Winter oft weniger Aufträge. Wenn das Wetter mitspielt, können Sie günstigere Konditionen verhandeln.

5. Arbeiten bündeln

Wenn das Gerüst steht: Fassade gleich mit streichen, Dachrinne erneuern, Photovoltaik installieren. Das Gerüst nur einmal mieten spart 2.000-4.000 €.

6. Materialwahl optimieren

Betondachsteine statt Tondachziegel sparen 20-40 €/m² bei ähnlicher Optik und Lebensdauer.

7. PV-Anlage gleich mit einplanen

Eine Photovoltaikanlage sollte idealerweise zusammen mit der Dachsanierung installiert werden. Mehr dazu: Photovoltaik Kosten 2026.

8. Steuerbonus als Alternative prüfen

Verdienen Sie gut? Dann kann der § 35c Steuerbonus (20% über 3 Jahre) in Summe günstiger sein als der BAFA-Zuschuss – rechnen Sie mit Ihrem Steuerberater nach.

Häufige Fragen zu Dachsanierung Kosten 2026

Was kostet eine Dachsanierung pro m² 2026?

Eine reine Neueindeckung kostet 80-160 €/m². Mit Zwischensparrendämmung rechnen Sie mit 130-230 €/m². Eine Komplettsanierung inklusive Dachstuhl liegt bei 250-450 €/m². Für ein EFH mit 150 m² Dachfläche: 12.000-67.500 €.

Gibt es Förderung für eine Dachsanierung?

Ja! Das BAFA fördert die Dachdämmung mit 15-20% der Kosten. Die reine Neueindeckung ohne Dämmung wird nicht gefördert. Alternativ können Sie 20% über die Steuer (§ 35c EStG) geltend machen. Den Antrag vor Auftragsvergabe stellen!

Wie viel Heizkosten spart eine Dachdämmung?

Ein ungedämmtes Dach verursacht bis zu 30% des Wärmeverlusts eines Hauses. Mit einer guten Dachdämmung können Sie 300-800 € pro Jahr an Heizkosten sparen. Die Investition amortisiert sich in 10-20 Jahren.

Wie lange dauert eine Dachsanierung?

Eine reine Neueindeckung dauert bei einem EFH ca. 1-2 Wochen. Mit Dämmung und Dachstuhlarbeiten sind es 2-4 Wochen. Im Haus können Sie in der Regel wohnen bleiben – nur der Dachboden ist nicht nutzbar.

Was kostet ein neuer Dachstuhl?

Ein neuer Dachstuhl kostet 50-150 €/m² Dachfläche – für ein EFH mit 150 m² also 7.500-22.500 €. Bei einem Holzbock-Dachstuhl liegt es eher im unteren Bereich, bei einem komplexen Walmdach im oberen.

Muss ich bei einer Dachsanierung auch dämmen?

Laut GEG (Gebäudeenergiegesetz) ja – wenn Sie mehr als 10% der Dachfläche sanieren, ist eine Dämmung auf U-Wert 0,24 W/(m²K) Pflicht. Nutzen Sie das als Chance: Die Dämmung wird mit 15-20% BAFA-Zuschuss gefördert!

Fazit: Dachsanierung 2026 clever planen und sparen

Eine Dachsanierung ist mit 15.000-65.000 € eine erhebliche Investition. Doch mit der richtigen Planung können Sie bis zu 20% durch Förderungen sparen und langfristig von niedrigeren Heizkosten profitieren.

Die wichtigsten Tipps: Energieberater einschalten (kostet nur ca. 100 € Eigenanteil), iSFP erstellen lassen für den höheren BAFA-Zuschuss und Arbeiten bündeln (Dach + Fassade + PV), solange das Gerüst steht.

Bei der Materialwahl bieten Betondachsteine das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Und wenn Sie ohnehin das Dach neu eindecken: Planen Sie unbedingt eine Photovoltaikanlage gleich mit ein – auf einem frisch sanierten Dach hält die PV-Anlage problemlos 25-30 Jahre.

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