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Photovoltaik Kosten: Preise & Wirtschaftlichkeit

Photovoltaik Kosten: Was eine PV-Anlage kostet, wie schnell sie sich rechnet und welche Förderung es gibt.

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27. Januar 2026

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8.800 € investieren – 1.320 € pro Jahr sparen – in 7 Jahren amortisiert: Photovoltaik ist 2026 ein No-Brainer. Die Modulpreise sind auf einem historischen Tief (1.015 €/kWp), während der Netzstrom auf 35–45 ct/kWh klettert. Ihr eigener Solarstrom kostet nur 6–14 ct/kWh. Aber lohnt sich der Speicher? Und welche Größe brauchen Sie? Alle Antworten mit Rechenbeispielen.

⚡ Kurz & knapp: Photovoltaik Kosten 2026

  • Kosten pro kWp: 1.000 – 1.500 € (netto)
  • 8 kWp Anlage (EFH): 8.000 – 13.000 €
  • + Speicher (5–10 kWh): 1.600 – 3.500 € extra
  • Amortisation: 6–7 Jahre (ohne Speicher)
  • Eigenstrom-Kosten: 6–14 ct/kWh (vs. 40 ct Netzstrom)
  • Keine MwSt.: Seit 2023 steuerbefreit (unter 30 kWp)
Anlagengröße Kosten pro kWp (netto) Gesamtkosten (ohne Speicher)
3-4 kWp (kleine Anlage) 1.400 € – 1.800 € 4.200 € – 7.200 €
5-6 kWp (Standard EFH) 1.200 € – 1.500 € 6.000 € – 9.000 €
8-10 kWp (großes EFH) 1.000 € – 1.300 € 8.000 € – 13.000 €
+ Stromspeicher (5-10 kWh) 325 € pro kWh +1.600 € – 3.500 €

Stand: Januar 2026. Größere Anlagen sind pro kWp günstiger, da Fixkosten (Anfahrt, Gerüst, Planung) auf mehr Module verteilt werden.

Die Anschaffungskosten kennen Sie jetzt – doch was ist im Preis enthalten und wo wird gespart?

2. Was ist im Preis enthalten?

Ein seriöses Angebot für eine PV-Anlage sollte folgende Positionen umfassen:

  • Solarmodule: ~180 €/kWp (Durchschnitt 2026, -9% vs. Vorjahr)
  • Wechselrichter: ~200-400 €/kWp (wandelt Gleichstrom in Wechselstrom)
  • Montagesystem: 80-200 €/kWp (je nach Dachtyp)
  • Kabel & Kleinmaterial: ~50-100 €
  • Planung & Anmeldung: 200-500 € pauschal
  • Montage & Inbetriebnahme: 300-500 €/kWp

3. Stromspeicher: Lohnt sich das?

Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauch des selbst erzeugten Stroms von ~30% auf ~70%. Aber lohnt sich die Investition?

Speicher-Kalkulation

Kosten: 5 kWh Speicher = ~1.600 € (325 €/kWh)

Ersparnis: ~400-600 kWh mehr Eigenverbrauch/Jahr → Ersparnis: ~160-240 €/Jahr (bei 40 ct/kWh Netzstrom)

Amortisation: 7-10 Jahre

Fazit: Ein Speicher lohnt sich, wenn Sie tagsüber wenig zu Hause sind und viel Strom abends/nachts verbrauchen. Ohne Speicher kann eine PV-Anlage sich schneller rechnen.

4. Wirtschaftlichkeit: Wann lohnt sich PV?

Eine Photovoltaikanlage produziert Strom für 6-14 Cent pro kWh – deutlich günstiger als Netzstrom (aktuell ~35-45 ct/kWh). Die Faustregeln:

✅ Lohnt sich definitiv

  • Kosten unter 1.600 €/kWp
  • Hoher Eigenverbrauch (Homeoffice, Wärmepumpe, E-Auto)
  • Südausrichtung, wenig Verschattung
  • Dachsanierung steht eh an

⚡ Noch rentabel

  • Kosten bis 1.800 €/kWp
  • Ost-West-Ausrichtung (längere Sonnenstunden)
  • Kombination mit Speicher und Wärmepumpe

Rechenbeispiel: 8 kWp Anlage ohne Speicher

  • Investition: 8.800 € (1.100 €/kWp)
  • Jährlicher Ertrag: ~7.500 kWh
  • Eigenverbrauch (30%): 2.250 kWh × 0,40 € = 900 € Ersparnis
  • Einspeisung (70%): 5.250 kWh × 0,08 € = 420 € Vergütung
  • Jährlicher Vorteil: 1.320 €
  • Amortisation: ~6-7 Jahre

5. Mögliche Preissteigerung 2026: China-Zölle

Achtung: Die chinesische Regierung streicht Vergünstigungen auf PV-Exporte. Experten rechnen mit möglichen Preissteigerungen von ~10% im Laufe des Jahres 2026. Wer plant, sollte nicht zu lange warten.

6. Förderung für Photovoltaik 2026

Die klassische Einspeisevergütung ist der Hauptfördermechanismus:

  • Einspeisevergütung: ~8 ct/kWh für Überschusseinspeisung (20 Jahre garantiert)
  • Volleinspeisung: ~12 ct/kWh (wenn Sie keinen Strom selbst nutzen)
  • Keine Mehrwertsteuer: Seit 2023 sind PV-Anlagen unter 30 kWp von der MwSt. befreit

Wichtig: Eine direkte Zuschuss-Förderung wie bei Wärmepumpen gibt es für PV-Anlagen nicht. Die Förderung erfolgt über die Einspeisevergütung und den Steuervorteil.

Tipp: Kombinieren Sie PV mit einer Wärmepumpe? Dann gibt es bis zu 70 % Zuschuss auf die Heizungsanlage. Berechnen Sie Ihre Förderung: Zum Förderrechner →

7. Checkliste: PV-Anlage planen

Vor der Beauftragung prüfen

  • Dachzustand: Ist das Dach noch 20+ Jahre tragfähig? Sonst erst sanieren!
  • Verschattung: Bäume, Nachbargebäude, Gauben – alles reduziert den Ertrag
  • Denkmalschutz: In manchen Gebieten ist PV genehmigungspflichtig
  • Angebote vergleichen: Mindestens 3 Angebote von lokalen Installateuren einholen
  • Versicherung: PV-Anlage in der Wohngebäudeversicherung melden

8. FAQ – Häufige Fragen zu PV-Kosten

Kann ich PV-Module selbst installieren?

Theoretisch ja (bei Balkon-PV üblich), aber für Dachanlagen brauchen Sie einen Elektriker für den Netzanschluss. Ohne Fachbetrieb gibt es keine Garantie und oft Probleme mit der Versicherung.

Welche Module sind die besten?

Markenmodule (Meyer Burger, SunPower, Longi) bieten höhere Effizienz und längere Garantien. Der Aufpreis lohnt sich meist nur bei begrenzter Dachfläche.

Wie schnell geht die Installation?

Bei einem Einfamilienhaus dauert die Installation typischerweise 1-2 Tage. Die Wartezeit auf einen Installateur beträgt aktuell 4-8 Wochen.

9. Experten-Fazit

"Photovoltaik ist 2026 ein No-Brainer für fast jeden Hausbesitzer. Die Kosten sind auf einem historischen Tief, die Strompreise steigen, und der Klimanutzen ist unbestritten. Wer eine Wärmepumpe plant oder ein E-Auto fährt, profitiert doppelt: Der Strom vom Dach macht die Heizung und die Mobilität quasi kostenlos."

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