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Stundenlohnrechner für das Handwerk

Berechne realistisch, was deine Stunde kostet – inklusive Nebenkosten, produktiver Zeit und Marge.

Mit unserem kostenlosen Stundenlohnrechner berechnen Sie Ihren tatsächlichen Stundensatz – inklusive aller Nebenkosten, unproduktiver Zeit und gewünschter Marge. Geben Sie einfach Ihre Zahlen ein, der Rechner zeigt sofort Ihren empfohlenen Verkaufspreis.

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Stundenlohn berechnen: Warum der Bruttolohn nicht reicht

Viele Handwerker und Selbstständige machen den Fehler, ihren Bruttolohn einfach durch die Arbeitsstunden zu teilen. Das Ergebnis ist aber nicht der echte Stundensatz – denn Lohnnebenkosten, unproduktive Zeit und Betriebskosten fehlen in der Rechnung.

Ein Geselle mit 3.200 € brutto verdient nicht 20 €/Stunde, sondern nur rund 13–14 € nach Abzug aller Kosten. Umgekehrt muss ein Betrieb für diesen Gesellen mindestens 45–55 €/Stunde berechnen, um kostendeckend zu arbeiten.

So berechnet sich der Stundensatz

KostenfaktorAnteil am StundensatzBeispielrechnung
BruttolohnBasis3.200 €/Monat
Lohnnebenkosten (AG-Anteil)+20–25 %+720 €
Urlaub, Feiertage, Krankheit–30 % produktive Zeit~1.400 produktive Std./Jahr
Betriebskosten (Werkzeug, Fahrzeug, Büro)+15–30 %variabel
Kostendeckender Stundensatz~42–48 €/Stunde
+ Marge (10–20 %)= 50–58 €/Stunde Verkaufspreis

💡 Meister-Tipp

Die meisten Handwerksbetriebe kalkulieren mit 1.400–1.500 produktiven Stunden pro Jahr (von 2.080 theoretischen). Der Rest geht für Urlaub (25 Tage), Feiertage (10–13 Tage), Krankheit (~12 Tage), Weiterbildung und Büroarbeit drauf.

Von 2.080 auf 1.400 Stunden – der Produktivitäts-Wasserfall

Der häufigste Kalkulationsfehler: Das Teilen durch 2.080 Stunden (52 Wochen × 40 Std.). In Wirklichkeit ist ein Handwerker deutlich weniger fakturierbar tätig. Der Rechner oben berücksichtigt alle diese Abzüge automatisch:

PositionTageStundenVerbleibend
Theoretische Jahresarbeitszeit2602.080
− Urlaub25–30−200–2401.840–1.880
− Feiertage10–13−80–1041.760–1.776
− Krankheit (Durchschnitt)~12−961.664–1.680
− Weiterbildung3–5−24–401.640
− Fahrzeit, Rüstzeit, Büroarbeit−200–2401.400–1.440
= Produktive (fakturierbare) Stunden~1.400

🏗️ Praxis-Tipp

Erfassen Sie Ihre tatsächlichen produktiven Stunden über 3–6 Monate hinweg mit dem Arbeitszeitrechner. Die meisten Betriebe überschätzen ihre fakturierbaren Stunden um 10–15 % – und kalkulieren damit systematisch unter Selbstkosten.

5 Kalkulationsfehler, die Handwerksbetriebe Geld kosten

Die richtige Kalkulation entscheidet über Gewinn oder Verlust. Diese Fehler sehen wir bei Betrieben am häufigsten:

  1. Produktive Stunden überschätzt: Wer mit 1.800 statt 1.400 Stunden rechnet, kalkuliert 22 % zu billig – und merkt es erst am Jahresende.
  2. Gemeinkosten vergessen: Fahrzeug-Leasing, Software-Abos, Steuerberater, Versicherungen – leicht 500–1.000 €/Monat, die im Stundensatz fehlen. Mehr dazu im Lexikon: Zuschlagskalkulation.
  3. Keine Marge eingerechnet: „Wir müssen erst mal Aufträge bekommen“ führt zu Unter-Selbstkosten-Arbeit. Mindestens 10 % Gewinnaufschlag ist Pflicht.
  4. Werkzeugkosten ignoriert: Ein gut ausgestatteter Handwerker investiert 3.000–8.000 €/Jahr in Werkzeug und Maschinen. Diese Kosten müssen im Stundensatz stecken.
  5. Stundensatz seit Jahren nicht angepasst: Bei 4 % jährlicher Kostensteigerung (Tarife + Energie) kostet ein zwei Jahre alter Stundensatz den Betrieb ~8 % Marge.

Stundenlohn nach Gewerk: Was verdient man?

Die Stundensätze im Handwerk variieren stark nach Gewerk, Region und Qualifikation. Hier die wichtigsten Gewerke – die vollständige Tabelle aller 20+ Gewerke finden Sie auf der Handwerker-Kostenindex-Seite und im Stundenlohn-Ratgeber 2026.

GewerkStundensatz (Endkunde)Netto-Gehalt Geselle
Elektriker60–85 €2.000–2.400 €
SHK / Installateur60–90 €2.100–2.500 €
Maler / Lackierer40–60 €1.800–2.200 €
Dachdecker55–80 €2.200–2.700 €
Tischler / Schreiner50–75 €1.900–2.300 €
Fliesenleger50–70 €1.900–2.200 €
GaLaBau45–70 €1.800–2.100 €

Preise inkl. MwSt., Durchschnittswerte 2026. Regionale Abweichungen: +20–30 % in München/Frankfurt, −10–20 % in ländlichen Regionen und Ostdeutschland.

Weiterführende Ratgeber zur Stundensatz-Kalkulation

Häufige Fragen zum Stundenlohnrechner

Im Durchschnitt 45–75 €/Stunde für den Endkunden. Elektriker und SHK-Betriebe liegen bei 60–90 €, Maler bei 40–60 €. Die Preise variieren regional um bis zu 30 %. Eine vollständige Tabelle aller 20+ Gewerke finden Sie in unserem Stundenlohn-Ratgeber.
Alle Kosten (Gehalt + Lohnnebenkosten + Betriebskosten + Gewinn) durch die produktiven Stunden (~1.400/Jahr) teilen. Der Rechner oben erledigt das automatisch – inklusive Marge und empfohlenem Verkaufspreis.
Vom Stundensatz des Kunden gehen ab: Arbeitgeber-Nebenkosten (~20–25 %), Betriebskosten (Fahrzeug, Werkzeug, Versicherung, Büro), Urlaub und Krankheitstage, Gewinnmarge. Vom 65 €-Stundensatz kommen nur ca. 14–16 € netto beim Gesellen an.
Stundenlohn = was der Mitarbeiter pro Stunde verdient (brutto). Stundensatz = was dem Kunden pro Stunde berechnet wird (inkl. aller Betriebskosten + Gewinn). Der Stundensatz ist typischerweise 3–4× höher als der Bruttolohn. Details: Lexikon-Eintrag Stundensatz.
Rund 1.400–1.500 Stunden von 2.080 theoretischen (bei 40-Std.-Woche). ~580 Stunden gehen verloren durch: 25 Tage Urlaub (200 Std.), 10–13 Feiertage (80–104 Std.), ~12 Krankheitstage (96 Std.), Weiterbildung, Fahrzeit und Büroarbeit. Genau deshalb muss der Stundensatz so viel höher sein als der Lohn.
10–15 % Gewinnmarge sind im Handwerk üblich und notwendig für Investitionen, Rücklagen und Risikopuffer. Unter 8 % ist langfristig nicht tragfähig. Bei Spezialisierungen (Klimaanlagen, Smart Home, Denkmalschutz) sind 15–25 % marktüblich.
Ja! Privatkunden können 20 % der Arbeitskosten (nicht Material) direkt von der Steuerschuld abziehen – maximal 1.200 € pro Jahr. Voraussetzung: Rechnung per Überweisung bezahlt, Arbeitskosten separat ausgewiesen. Details: Handwerkerrechnung absetzen.
Stundensatz bei unklarem Aufwand (Reparaturen, Lecksuche, Fehlerdiagnose). Pauschalpreis bei klar definierten Arbeiten (Zimmer streichen, Fliesen verlegen). Für Betriebe: Pauschalpreise sind profitabler, wenn Sie Ihren Aufwand gut einschätzen können.

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Quelle: handwerk.cloud | Stundenlohnrechner kostenlos online. Stand: 2026. Die Berechnungen dienen der Orientierung. Steuerliche Beratung ersetzen sie nicht.