Wärmepumpe Kosten: Preise, Förderung & Altbau
Was eine Wärmepumpe kostet, bis zu 70 % Förderung durch BAFA/KfW und ob sich der Umstieg im Altbau lohnt.
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12. Februar 2026
Die Wärmepumpe ist das Heizsystem der Zukunft – und ab 1. Juli 2026 in Großstädten über 100.000 Einwohner quasi Pflicht bei Heizungstausch (65-%-Erneuerbare-Energien-Regel). Die gute Nachricht: Der Staat fördert den Umstieg mit bis zu 70 % Zuschuss (max. 21.000 €). Netto kann eine Wärmepumpe damit günstiger sein als eine neue Gasheizung. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen alle Kosten, rechnet die Förderung Schritt für Schritt vor und klärt die entscheidende Frage: Funktioniert die Wärmepumpe in meinem Altbau?
⚡ Politische Deadline: GEG-Stichtag 1. Juli 2026
Ab 1. Juli 2026 müssen in Städten mit über 100.000 Einwohnern neu eingebaute Heizungen mindestens 65 % erneuerbare Energien nutzen – sofern ein kommunaler Wärmeplan vorliegt. Kleinere Kommunen haben bis 30. Juni 2028 Zeit. Das betrifft jeden Heizungstausch: Geht Ihre Gasheizung kaputt, ist eine reine Gasheizung dann nicht mehr erlaubt.
Wärmepumpe Kosten 2026: Übersicht nach Typ
| Wärmepumpen-Typ | Gesamtkosten (inkl. Installation) | Nach max. Förderung | Jährliche Heizkosten |
|---|---|---|---|
| Luft-Wasser-Wärmepumpe | 15.000 – 25.000 € | 4.500 – 7.500 € | 800 – 1.400 € |
| Sole-Wasser (Erdwärme, Sonde) | 25.000 – 45.000 € | 7.500 – 24.000 € | 600 – 1.000 € |
| Wasser-Wasser (Grundwasser) | 25.000 – 40.000 € | 7.500 – 19.000 € | 500 – 900 € |
Förderfähige Kosten max. 30.000 € → max. Zuschuss 21.000 € (70 %). Übersteigen die Kosten 30.000 €, wird nur bis 30.000 € gefördert. Stand: Februar 2026.
KfW-Förderung Schritt für Schritt: So rechnen Sie
📊 Rechenbeispiel: Luft-Wasser-Wärmepumpe im Altbau (Einfamilienhaus)
Investition:
- Luft-Wasser-Wärmepumpe (mit R290 Kältemittel): 18.000 €
- Installation + Pufferspeicher + Anpassungen: 7.000 €
- Demontage alte Gasheizung: 500 €
Gesamtinvestition: 25.500 € (davon förderfähig: 30.000 € → alles förderfähig)
Förderung (KfW 458):
- Grundförderung (30 %): 7.650 €
- Klima-Geschwindigkeitsbonus (20 %, Gasheizung <20 J. alt): 5.100 €
- Effizienzbonus (5 %, natürliches Kältemittel R290): 1.275 €
Gesamtförderung: 14.025 € (55 %)
Noch günstiger bei niedrigem Einkommen:
- + Einkommensbonus (30 %, bei ≤40.000 € Jahreseinkommen): +7.650 €
- Aber: Max. 70 % Gesamtförderung → 17.850 € (70 %)
Eigenanteil Standard: 11.475 € | Mit Einkommensbonus: nur 7.650 €
Plus: KfW-Ergänzungskredit (358/359) bis 120.000 €, zinsgünstiger bei Einkommen unter 90.000 €.
🧮 Förderung berechnen: Heizungstausch
KfW fördert den Heizungstausch mit 30–70 % Zuschuss (max. 21.000 €). Berechnen Sie Ihren individuellen Fördersatz – mit Klima-Geschwindigkeitsbonus, Einkommensbonus und Effizienzbonus.
Gasheizung vs. Wärmepumpe: 15-Jahres-Kostenvergleich
| Kostenposition | Gas-Brennwert (neu) | Luft-Wasser-WP (gefördert) |
|---|---|---|
| Anschaffung | 8.000 – 12.000 € | 25.500 € |
| – Förderung | 0 € | – 14.025 € |
| = Eigenanteil | 8.000 – 12.000 € | 11.475 € |
| Heizkosten/Jahr (150 m², 20.000 kWh) | 1.800 – 2.200 € | 900 – 1.200 € |
| CO2-Abgabe/Jahr (55–65 €/t, steigend) | 280 – 350 € (steigend!) | 0 € |
| Wartung/Jahr | 200 – 350 € | 100 – 200 € |
| Gesamtkosten 15 Jahre | 42.000 – 55.000 € | 26.475 – 32.475 € |
Ergebnis: Die Wärmepumpe spart über 15 Jahre 15.000 – 22.000 € gegenüber Gas. Und: Der CO2-Preis steigt weiter (Prognose: 120–150 €/t bis 2030, 400 €/t ab 2040) → der Vorteil wächst jedes Jahr.
Altbau-Check: Funktioniert die Wärmepumpe bei mir?
| Altbau-Situation | Wärmepumpe geeignet? | Empfehlung |
|---|---|---|
| Fußbodenheizung vorhanden | ✅ Ideal | Luft-Wasser-WP direkt installierbar |
| Heizkörper, gedämmtes Haus (nach 1990) | ✅ Gut geeignet | Evtl. einzelne Heizkörper größer dimensionieren |
| Heizkörper, teilgedämmt (1970–1990) | ⚠️ Möglich mit Anpassungen | Hochtemperatur-WP (R290) oder Hybridlösung |
| Alte Heizkörper, ungedämmt (vor 1970) | ❌ Nicht ohne Sanierung | Erst Dach + Fassade dämmen, dann WP einbauen |
💡 Meister-Tipp: Hochtemperatur-Wärmepumpen für Altbau
Moderne Wärmepumpen mit natürlichem Kältemittel R290 (Propan) erreichen Vorlauftemperaturen von 65–75 °C – ausreichend für die meisten Altbau-Heizkörper. Die alte Faustregel „Wärmepumpe nur mit Fußbodenheizung" ist überholt. Ein Energieberater kann per Heizlastberechnung (200–500 €, wird gefördert) klären, ob Ihre bestehenden Heizkörper ausreichen oder einzelne getauscht werden müssen.
Neue Lärmschutz-Anforderungen ab 2026
Seit 2026 gelten strengere Lärmschutzanforderungen für Luft-Wärmepumpen: Das Außengerät muss mindestens 10 dB unter den Grenzwerten der EU-Ökodesign-Verordnung liegen, um förderfähig zu sein. Praxis-Konsequenz: Günstigere Modelle ohne Schallhaube erfüllen die Anforderung nicht mehr. Achten Sie beim Kauf auf den Schallleistungspegel (nicht Schalldruck!) im Datenblatt.
Häufige Fragen zu Wärmepumpe Kosten 2026
Was kostet eine Wärmepumpe 2026 mit Förderung?
Luft-Wasser-WP: 15.000–25.000 € brutto. Mit KfW-Förderung (30–70 %): Eigenanteil 4.500–17.500 €. Rechenbeispiel: 25.500 € Invest – 14.025 € Förderung (55 %) = 11.475 € Eigenanteil.
Muss ich ab Juli 2026 eine Wärmepumpe einbauen?
Nicht zwingend eine Wärmepumpe, aber Ihre neue Heizung muss 65 % erneuerbare Energien nutzen (in Städten >100.000 EW ab 1.7.2026, Rest ab 30.6.2028). Das geht auch mit Fernwärme, Pellets oder Hybrid-Heizung. Die Wärmepumpe ist aber die wirtschaftlichste Option dank hoher Förderung.
Funktioniert die Wärmepumpe im Altbau?
Ja, in den meisten Altbauten ab Baujahr 1970. Moderne R290-Wärmepumpen liefern bis 75 °C Vorlauftemperatur. Bei ungedämmten Vorkriegs-Altbauten: erst dämmen, dann WP. Heizlastberechnung (200–500 €, gefördert) gibt Klarheit.
Lohnt sich die Wärmepumpe gegenüber Gas?
Ja, auf 15 Jahre spart die WP 15.000–22.000 € gegenüber einer neuen Gasheizung. Gründe: niedrigere Heizkosten (Strom statt Gas), keine CO2-Abgabe (aktuell 55–65 €/t, steigt auf 120+ €/t bis 2030), hohe KfW-Förderung.
Wie hoch ist die KfW-Förderung 2026?
Bis zu 70 % (max. 21.000 €): 30 % Grundförderung + 20 % Geschwindigkeitsbonus (bei Tausch fossiler Heizung) + 5 % Effizienzbonus (R290) + 30 % Einkommensbonus (bei ≤40.000 € Einkommen). Max. 70 % kumuliert. Förderfähig bis 30.000 € Investition.
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