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Zimmererarbeiten: Holzbau mit Tradition und Zukunft
Der Zimmererberuf gehört zu den ältesten und edelsten Handwerken der Welt. Seit Jahrtausenden errichten Zimmerer Dachstühle, Brücken und ganze Gebäude aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz. Heute verbinden moderne Zimmereibetriebe dieses jahrhundertealte Wissen mit computergesteuerten Maschinen und neuesten Erkenntnissen der Bauphysik.
Holz erlebt eine Renaissance als Baustoff. Die hervorragende CO2-Bilanz, exzellente Dämmeigenschaften und die Möglichkeit zur industriellen Vorfertigung machen den Holzbau zur zeitgemäßen Antwort auf aktuelle Herausforderungen. Von Dachstühlen über Aufstockungen bis zu kompletten Holzhäusern – der Zimmerer realisiert nachhaltige Gebäude mit minimalem ökologischen Fußabdruck.
Leistungen einer Zimmerei
Moderne Zimmereibetriebe bieten ein breites Spektrum an Holzbauarbeiten für private und gewerbliche Auftraggeber.
Dachstühle sind nach wie vor das klassische Kerngeschäft. Sparren-, Pfetten- und Kehlbalkendächer werden individuell auf das Gebäude abgestimmt. Ob steiles Satteldach, flaches Walmdach oder komplexe Dachlandschaften mit Gauben und Erkern – der Zimmerer plant und fertigt die Holzkonstruktion nach statischen und gestalterischen Anforderungen.
Holzrahmenbau ermöglicht komplette Häuser in nachhaltiger Bauweise. Die Wände bestehen aus einem Holz-Ständerwerk, das mit Dämmung gefüllt und mit modernen Baustoffen beplankt wird. In der Werkhalle vorgefertigte Wandelemente können auf der Baustelle in wenigen Tagen zum Rohbau montiert werden – ein enormer Zeitvorteil.
Holzmassivbau nutzt massive Brettsperrholzplatten (CLT). Diese Holzplatten aus kreuzweise verleimten Schichten bieten extreme Tragfähigkeit und können sogar Mehrgeschosser realisieren. Der Holzgeruch und die sichtbare Holzoberfläche schaffen ein besonderes Wohngefühl.
Fachwerk verbindet Tradition mit Handwerkskunst. Die Restaurierung historischer Fachwerkgebäude erfordert besondere Kenntnisse alter Holzverbindungen und Materialien. Aber auch Neubau im Fachwerkstil ist möglich und beliebt.
Carports und Garagen werden oft in Holzbauweise realisiert. Die natürliche Optik fügt sich harmonisch in Gärten ein. Individuelle Gestaltung nach Maß ist selbstverständlich.
Terrassenüberdachungen schützen vor Sonne und Regen. Ob freistehende Pergola oder am Haus angebaut – der Zimmerer plant die Konstruktion, führt die statische Berechnung durch und errichtet die Überdachung aus wetterfestem Holz.
Aufstockungen schaffen zusätzlichen Wohnraum ohne zusätzlichen Flächenverbrauch. Holzkonstruktionen eignen sich ideal für Aufstockungen, da sie leicht sind und die Statik des bestehenden Gebäudes weniger belasten als Massivbau.
Holzbau vs. Massivbau: Fakten statt Vorurteile
Immer noch kursieren Vorbehalte gegen den Holzbau. Die Realität sieht anders aus:
Lebensdauer: Fachwerkhäuser stehen seit 500 Jahren. Moderne Holzrahmenhäuser haben bei korrekter Konstruktion dieselbe Lebensdauer wie Massivbauten – 100 Jahre und mehr. Entscheidend ist der konstruktive Holzschutz: Holz muss vor dauerhafter Durchfeuchtung geschützt werden.
Brandschutz: Holz brennt – aber kontrolliert und vorhersehbar. Massive Holzquerschnitte behalten lange ihre Tragfähigkeit, während Stahl bei Hitze versagt. Holzhäuser erfüllen alle Brandschutzvorschriften und können sogar als Mehrfamilienhäuser mit Fluchtwegen errichtet werden.
Schallschutz: Mit den richtigen Konstruktionen erreichen Holzbauten dieselben Schalldämmwerte wie Massivbauten. Entkoppelte Konstruktionen und ausreichende Masse in Form von Schüttungen sorgen für Ruhe.
Dämmung: Holz dämmt 15-mal besser als Beton. Eine 30-cm-Holzrahmenwand mit Dämmung erreicht bessere U-Werte als eine 50-cm-Massivwand: Passivhaus-Standard ist mit Holz problemlos möglich.
Bauzeit: Holzrahmenbau ist in wenigen Wochen wetterdicht – Massivbau braucht Monate. Die Vorfertigung in der Werkhalle ermöglicht präzise Arbeit unabhängig vom Wetter. Auf der Baustelle werden die fertigen Elemente nur noch montiert.
Holz als nachhaltiger Baustoff
Die Ökobilanz von Holz ist ungeschlagen. Während die Zement- und Stahlproduktion zu den größten CO2-Emittenten weltweit gehören, bindet Holz aktiv Kohlenstoff.
CO2-Speicher: Ein Kubikmeter Bauholz speichert etwa eine Tonne CO2, die der Baum während seines Wachstums aus der Atmosphäre aufgenommen hat. Dieses CO2 bleibt für die gesamte Lebensdauer des Gebäudes gebunden.
Nachwachsend: In deutschen Wäldern wächst mehr Holz nach als geerntet wird. Nachhaltige Forstwirtschaft garantiert die Verfügbarkeit auch für kommende Generationen.
Energiearm: Die Verarbeitung von Holz benötigt nur einen Bruchteil der Energie, die für Beton oder Stahl aufgewendet werden muss. Holz kann im Wesentlichen gesägt und gehobelt werden – keine Hochöfen, kein Schmelzen.
Recycelbar: Am Ende der Lebensdauer kann Holz thermisch verwertet oder als Rohstoff für neue Produkte dienen. Die Kaskadennutzung macht Holz zum perfekten Kreislaufmaterial.
Modernste Technik: CNC und BIM
Zeitgemäße Zimmereibetriebe setzen auf digitale Planung und automatisierte Fertigung. Das macht den Holzbau präziser, schneller und kostengünstiger.
CAD/CAM: Die komplette Konstruktion wird am Computer geplant. 3D-Modelle zeigen das Bauwerk vor der Fertigung, Kollisionen werden erkannt und behoben.
CNC-Abbund: Computergesteuerte Maschinen schneiden, fräsen und bohren die Hölzer mit Millimeter-Präzision. Was früher von Hand gezimmert wurde, entsteht heute in der CNC-Anlage – schneller und genauer.
BIM (Building Information Modeling): Bei komplexen Projekten arbeiten alle Beteiligten am selben digitalen Modell. Der Zimmerer sieht, wo Elektrik und Heizung verlaufen, und plant seine Konstruktion entsprechend.
Vorfertigung: Wände, Dachkonstruktionen und sogar ganze Raumzellen werden in der Werkhalle vorgefertigt. Auf der Baustelle erfolgt nur noch die Montage. Das spart Zeit, reduziert Fehler und macht den Bauablauf wetterunabhängig.
Kosten für Zimmererarbeiten
Holzbau ist nicht grundsätzlich teurer als Massivbau – oft sogar günstiger, wenn die kürzere Bauzeit eingerechnet wird. Hier typische Richtwerte:
Dachstuhl Neubau kostet 60-120 Euro pro Quadratmeter Grundfläche. Bei einem 100-m²-Einfamilienhaus also 6.000-12.000 Euro für die reine Dachkonstruktion.
Holzrahmenbau-Haus liegt bei 300-500 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche für den Rohbau (ohne Ausbau). Ein 140-m²-Haus entspricht 42.000-70.000 Euro Rohbaukosten.
Carport kostet 3.000-8.000 Euro für einen Einzelplatz, je nach Ausführung und Größe.
Aufstockung wird mit 2.000-3.500 Euro pro Quadratmeter kalkuliert – inklusive Rohbau und Dämmung, ohne Ausbau.
Den richtigen Zimmereibetrieb finden
Die Arbeit des Zimmerers bleibt Jahrzehnte sichtbar. Qualität und Erfahrung sind entscheidend.
- Meisterbetrieb – Tradition und Qualifikation in einem
- Referenzen – Besichtigung vergleichbarer Projekte
- Technische Ausstattung – CNC und Abbundanlage für präzise Arbeit
- Nachhaltigkeitszertifikate – FSC/PEFC-zertifiziertes Holz auf Wunsch
- Gewährleistung – Mindestens 5 Jahre auf Konstruktion und Ausführung
Ihre Vorteile
- ✓Nachhaltig bauen mit nachwachsendem Rohstoff Holz
- ✓Kurze Bauzeiten durch Vorfertigung
- ✓Exzellente Wärmedämmung bei Holzbauten
- ✓Gesundes Raumklima durch atmungsaktive Konstruktion
- ✓Flexible Erweiterungen und Aufstockungen
- ✓Tradition und moderne CNC-Technik vereint
Kosten & Preise 2025
| Leistung | Preisspanne |
|---|---|
| Dachstuhl Neubau (pro m²) | 60€ - 120€ |
| Holzrahmenbau Haus (pro m²) | 300€ - 500€ |
| Carport (Einzelplatz) | 3.000€ - 8.000€ |
| Terrassenüberdachung | 4.000€ - 12.000€ |
| Aufstockung (pro m²) | 2.000€ - 3.500€ |
| Gauben (pro Stück) | 5.000€ - 15.000€ |
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Zimmerer und Tischler?
Zimmerer arbeiten am Gebäude selbst: Dachstühle, Holzrahmenbau, Fachwerk. Tischler fertigen Möbel und Innenausstattung. Die Übergänge bei Treppen und Innenausbau sind fließend.
Ist Holzbau wirklich nachhaltig?
Ja, Holz bindet CO2 und wächst nach. Ein Kubikmeter Bauholz speichert etwa 1 Tonne CO2. Zudem ist die Produktion energieärmer als bei Beton oder Stahl.
Wie langlebig sind Holzhäuser?
Fachwerkhäuser stehen seit 500 Jahren. Moderne Holzrahmenhäuser haben bei richtiger Konstruktion dieselbe Lebensdauer wie Massivbauten – also 100 Jahre und mehr.
Kann man ein Holzhaus erweitern?
Ja, das ist der große Vorteil: Anbauten, Aufstockungen und Umbauten sind bei Holzbauten einfacher und günstiger als bei Massivbauten.