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Gasheizung austauschen: Kosten, GEG & Alternativen

GEG-Fristen, Austauschkosten und die besten Alternativen zur Gasheizung. Was sich jetzt wirklich lohnt.

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Kostenexperte handwerk.cloud

12. Februar 2026

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Die Gasheizung austauschen – eine Entscheidung, die Millionen deutsche Hausbesitzer in den nächsten Monaten treffen müssen. Ab 1. Juli 2026 gelten in Großstädten strenge Vorgaben fürs Heizen mit erneuerbaren Energien. Gleichzeitig treibt der steigende CO2-Preis (55–65 €/t in 2026, bis 150 €/t in 2030) die Gaskosten in die Höhe. Dieser Ratgeber vergleicht alle Alternativen zur Gasheizung ehrlich nach Kosten, Förderung und Zukunftssicherheit – damit Sie die richtige Entscheidung treffen.

⚡ Die 3 wichtigsten Fristen für Gasheizungs-Besitzer

  1. 1. Juli 2026: In Städten >100.000 EW (mit kommunalem Wärmeplan) müssen neue Heizungen 65 % erneuerbare Energien nutzen. Reine Gasheizung dann verboten!
  2. 30. Juni 2028: Gleiche Regel für alle übrigen Kommunen.
  3. 31. Dezember 2044: Betriebsverbot für alle fossilen Heizungen. Bis dahin: Bestandsschutz für funktionierende Gasheizungen.

Wichtig: Ihre bestehende Gasheizung muss NICHT getauscht werden, solange sie funktioniert. Die Pflicht greift erst bei Neueinbau. Aber: Die CO2-Kosten steigen jedes Jahr.

Alternativen zur Gasheizung: Kostenvergleich 2026

Heizungssystem Investition Max. Förderung Eigenanteil Heizkosten/Jahr (150 m²)
Luft-Wasser-Wärmepumpe 15.000 – 25.000 € Bis 70 % 4.500 – 17.500 € 800 – 1.400 €
Erdwärme-Wärmepumpe 25.000 – 45.000 € Bis 70 % 7.500 – 31.500 € 600 – 1.000 €
Pelletheizung 18.000 – 30.000 € Bis 70 % 5.400 – 21.000 € 1.000 – 1.600 €
Fernwärme (Anschluss) 5.000 – 15.000 € Bis 30 % 3.500 – 10.500 € 1.200 – 1.800 €
Hybrid (Gas + Wärmepumpe) 12.000 – 20.000 € Bis 70 % 3.600 – 14.000 € 1.000 – 1.600 €
Neue Gas-Brennwert ⚠️ 8.000 – 12.000 € 0 € 8.000 – 12.000 € 1.800 – 2.500 € (steigend!)

Heizkosten berechnet für 150 m² Einfamilienhaus, 20.000 kWh/Jahr. Gas-Heizkosten inkl. CO2-Abgabe 2026. Stand: Februar 2026.

Entscheidungsmatrix: Welches System passt zu Ihnen?

Ihre Situation Beste Option Warum
Gedämmter Altbau, Budget vorhanden Luft-Wasser-WP Höchste Förderung (bis 21.000 €), niedrigste Betriebskosten
Ungedämmter Altbau, sofort Lösung nötig Hybrid (Gas + WP) WP für Übergang, Gas als Spitzenlast bei Kälte, GEG-konform
Großer Garten, hoher Komfort gewünscht Erdwärme-WP Leise, wartungsarm, niedrigste Heizkosten, 40+ Jahre Lebensdauer
Fernwärme in der Straße vorhanden Fernwärme-Anschluss Niedrige Investition, keine Wartung, zukunftssicher
Geringstes Budget, Pelletlager möglich Pelletheizung Vertraut (wie Ölkessel), günstige Brennstoffkosten, gute Förderung

CO2-Preis: Was Ihre Gasheizung wirklich kostet

📊 CO2-Preis-Entwicklung und Ihre Gasrechnung (20.000 kWh/Jahr)

Jahr CO2-Preis (€/t) CO2-Aufschlag/Jahr Kumuliert seit 2021
2021 25 € 120 € 120 €
2024 45 € 215 € 675 €
2026 55 – 65 € 265 – 310 € ~1.500 €
2030 (Prognose) 120 – 150 € 575 – 720 € ~4.500 €
2040 (Prognose) ~400 € ~1.920 € ~15.000+

Klartext: Ein Gasheizungs-Besitzer zahlt bis 2030 voraussichtlich ~4.500 € kumulierte CO2-Abgabe – ohne dass die Gaspreise selbst steigen. Und ab 2040 werden es fast 2.000 €/Jahr nur für CO2.

💡 Meister-Tipp: Jetzt noch den Geschwindigkeitsbonus sichern

Der Klima-Geschwindigkeitsbonus von 20 % gilt beim Tausch einer funktionierenden Gasheizung (unter 20 Jahre alt). Ab 2029 sinkt dieser Bonus alle 2 Jahre um 3 Prozentpunkte. Wer 2026 tauscht, bekommt 20 % → bei Investition von 25.000 € sind das 5.000 € mehr Förderung als wer erst 2031 tauscht (dann nur noch 14 %). Warten kostet also bares Geld.

🧮 Förderung berechnen: Heizungstausch

Gasheizung raus, Wärmepumpe rein? Bis zu 70 % KfW-Zuschuss möglich (max. 21.000 €). Berechnen Sie jetzt Ihren konkreten Förderbetrag – inklusive Geschwindigkeitsbonus, Einkommensbonus und Effizienzbonus.

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CO2-Kostenaufteilung Vermieter/Mieter

Seit 2023 regelt das CO2KostAufG die Aufteilung: Je schlechter die Energieeffizienz des Gebäudes, desto höher der Vermieteranteil. Bei einem CO2-Ausstoß über 52 kg/m² (sehr schlechte Gebäude): 95 % Vermieter, 5 % Mieter. Bei 32–37 kg/m²: je 50/50.

Konsequenz für Vermieter: Je höher der CO2-Preis, desto teurer wird es, ein unsaniertes Gebäude mit Gasheizung zu betreiben. Sanierung (Dämmung + Heizungstausch) reduziert den CO2-Ausstoß und damit den Vermieteranteil.

Häufige Fragen zum Gasheizung Austauschen 2026

Muss ich meine Gasheizung 2026 austauschen?

Nein, funktionierende Gasheizungen haben Bestandsschutz. Die Pflicht greift nur beim Neueinbau: Ab 1.7.2026 (Großstädte) bzw. 30.6.2028 (Rest) muss eine neue Heizung 65 % erneuerbare Energien nutzen. Spätestens 31.12.2044 endet der Betrieb aller fossilen Heizungen.

Was ist die günstigste Alternative zur Gasheizung?

Luft-Wasser-Wärmepumpe mit maximaler Förderung. Eigenanteil: ab 4.500 € (bei 70 % Förderung). Bester 15-Jahres-TCO aller Systeme. Alternativ: Fernwärme-Anschluss (3.500–10.500 € Eigenanteil) wenn verfügbar.

Was kostet der CO2-Preis mich bei Gas 2026?

Ca. 265–310 € pro Jahr (bei 20.000 kWh Verbrauch). Prognose 2030: 575–720 €/Jahr. Bis 2040: ~1.920 €/Jahr. Das sind nur die CO2-Kosten, die Gaspreise selbst kommen obendrauf.

Lohnt sich eine Hybrid-Heizung (Gas + Wärmepumpe)?

Ja, als Übergangslösung für ungedämmte Altbauten. Die Wärmepumpe übernimmt 70–80 % der Heizarbeit, die Gasheizung springt nur bei sehr kalten Tagen ein. GEG-konform, förderfähig, geringere Investition als reine WP.

Warum sinkt der Geschwindigkeitsbonus ab 2029?

Der Bonus von 20 % sinkt ab 2029 alle 2 Jahre um 3 Prozentpunkte (2029: 17 %, 2031: 14 %, usw.). Wer 2026 tauscht, bekommt bei 25.000 € Investition 5.000 € Bonus – wer 2031 tauscht, nur 3.500 €. Frühzeitig tauschen lohnt sich finanziell.

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