Zum Inhalt springen
allgemein10 Min. Lesezeit

Terrasse bauen Kosten: Preise pro m² im Vergleich

Holz, WPC oder Stein? Preise pro m², Unterbau-Kosten und welches Material sich für Ihre Terrasse am besten eignet.

K

Kostenexperte handwerk.cloud

12. Februar 2026

Geprüfte Fachbetriebe🔒Sichere Daten (SSL)💯Kostenlos & unverbindlich4,8/5 Kundenbewertung

Eine neue Terrasse gehört zu den beliebtesten Außenprojekten – und zu den Projekten, bei denen Sie mit Eigenleistung am meisten sparen können. In diesem Ratgeber vergleichen wir alle Materialien ehrlich, rechnen ein reales Projekt komplett durch und zeigen, was der Handwerker kostet – und warum.

Terrassenbau Kosten 2026: Alle Materialien im Vergleich

Die Gesamtkosten pro Quadratmeter hängen stark vom gewählten Material ab. Hier der vollständige Vergleich inklusive Unterkonstruktion, Fundament und Verlegung:

Material Material/m² Gesamt mit Verlegung/m² Lebensdauer Pflege
Holz (Kiefer/Fichte, KDI) 25 – 45 € 80 – 130 € 10 – 15 Jahre ölen 1×/Jahr
Holz (Lärche/Douglasie) 35 – 60 € 100 – 160 € 15 – 25 Jahre ölen 1×/Jahr
Holz (Cumaru/Bangkirai) 55 – 100 € 130 – 220 € 25 – 40 Jahre optional ölen
WPC (Holz-Kunststoff) 30 – 80 € 90 – 180 € 20 – 30 Jahre pflegefrei
Betonplatten/-steine 10 – 55 € 90 – 150 € 30+ Jahre pflegefrei
Naturstein (Granit/Quarzit) 40 – 150 € 120 – 300 € 50+ Jahre imprägnieren

Alle Preise inkl. Unterkonstruktion, Fundament (Schotter/Punktfundamente) und MwSt. Ohne Stufen, Geländer oder Entwässerung. Stand: Februar 2026.

Kostenbeispiele: Was kostet eine typische Terrasse?

Projekt Holz (Lärche) WPC Betonplatten
15 m² (Balkon-Terrasse) 1.500 – 2.400 € 1.350 – 2.700 € 1.350 – 2.250 €
25 m² (Standard-Terrasse) 2.500 – 4.000 € 2.250 – 4.500 € 2.250 – 3.750 €
40 m² (Große Terrasse) 4.000 – 6.400 € 3.600 – 7.200 € 3.600 – 6.000 €

Kostenbeispiel: 25 m² WPC-Terrasse komplett vom Fachbetrieb

  • Bodenaushub + Entsorgung (8 m³): 400 – 600 €
  • Schotterbett + Verdichtung: 350 – 500 €
  • Unterkonstruktion (Alu-Träger): 500 – 750 €
  • WPC-Dielen (Premium, 25 m²): 1.250 – 2.000 €
  • Verlegung + Befestigung: 1.000 – 1.500 €
  • Randabschlüsse + Abschlussleisten: 200 – 350 €
  • Gesamtkosten Fachbetrieb: ca. 3.700 – 5.700 €

Was treibt den Preis nach oben?

Diese Faktoren können die Kosten um 30–80 % erhöhen:

  • Hanglage: Stelzenkonstruktion nötig → +40–80 €/m² für Stahlstützen und aufwendiges Fundament
  • Stufen/Treppen: Pro Stufe ca. 200–500 € (Material + Arbeit)
  • Geländer/Brüstung: Ab 60 cm Höhe oft Pflicht → 80–200 €/lfm (Holz) oder 150–400 €/lfm (Edelstahl/Glas)
  • Entwässerungsrinne: 25–60 €/lfm → wichtig bei Terrassen direkt am Haus
  • Beleuchtung (LED-Spots): 30–80 € pro Spot inkl. Einbau → schön, aber kostet
  • Schwieriger Zugang: Kein LKW-Zugang für Schüttgut → Handarbeit kostet 20–40 % mehr

DIY-Bereich: Terrasse selber bauen – Schritt für Schritt Kostenrechnung

Der Terrassenbau ist eines der besten DIY-Projekte für handwerklich begabte Heimwerker. Anders als bei Heizung oder Elektrik brauchen Sie keine Zulassungen. Hier die ehrliche Kalkulation:

🔧 DIY-Kalkulation: 25 m² WPC-Terrasse selber bauen

Materialkosten (alles aus dem Baumarkt/Online):

  • WPC-Dielen (25 m² + 10 % Verschnitt): 850 – 1.400 €
  • Alu-Unterkonstruktion (Träger 40×60 mm, 50 lfm): 350 – 500 €
  • Schotter/Splitt (6 m³, 0/32 Körnung): 180 – 300 €
  • Unkrautvlies (30 m²): 25 – 40 €
  • Terrassenpads/Stelzlager: 80 – 150 €
  • Clips, Schrauben, Endkappen: 80 – 120 €
  • Randabschlüsse: 60 – 100 €
  • Materialkosten gesamt: ca. 1.625 – 2.610 €

Werkzeug (falls nicht vorhanden):

  • Akkubohrer: 80 – 150 € (haben die meisten)
  • Kappsäge/Handkreissäge: 100 – 200 € (oder leihen: 25 €/Tag)
  • Rüttelplatte (mieten): 40 – 60 €/Tag
  • Wasserwaage, Richtlatte, Schnur: 30 – 50 €

Zeitaufwand: 3–5 Tage zu zweit (Wochenende + Brückentag realistisch)

Gesamtkosten DIY: ca. 1.700 – 2.900 € (vs. 3.700 – 5.700 € vom Profi)

Ersparnis: ca. 1.500 – 3.500 € (40–60 %)

Warum der Handwerker trotzdem seinen Preis wert ist

Hier die ehrlichen Gründe, warum ein Fachbetrieb 60–90 €/m² mehr berechnet als nur das Material:

Aufschlag Was Sie dafür bekommen Anteil
Arbeitszeit 2–3 Fachkräfte bauen in 1–2 Tagen, was Sie zu zweit 4–5 Tage brauchen 40–50 %
Maschinen Minibagger, Rüttelplatte, Profi-Sägen – kein Leihen/Kaufen nötig 10–15 %
Entsorgung Aushub + altes Material: Container + Abfuhr inklusive 5–10 %
Gewährleistung 5 Jahre – wenn die Terrasse absackt, wird nachgebessert 5–10 %
Erfahrung Korrekte Gefälle (1–2 %), fachgerechte Entwässerung, saubere Fugen unbezahlbar

🎯 Wann den Profi beauftragen?

  • Hanglage: Stelzenkonstruktion erfordert statische Berechnung – hier unbedingt Fachbetrieb.
  • Naturstein: Fugenbreiten und Verlegemuster erfordern Erfahrung. Fehler zeigen sich erst nach Monaten.
  • Anschluss ans Haus: Abdichtung zum Gebäude und Entwässerung sind kritisch – falsch gemacht droht Feuchteschaden.
  • Keine Zeit/Lust: 4–5 Tage körperliche Arbeit ist nicht jedermanns Sache. Ein Fachbetrieb braucht 1–2 Tage.

💡 Meister-Tipp: DIY + Profi kombinieren!

Der clevere Kompromiss: Machen Sie die Erdarbeiten selbst (Aushub, Schotter einbringen, verdichten) und beauftragen Sie den Fachmann nur für die Verlegung. Ersparnis: 800 – 1.500 € bei einer 25 m² Terrasse. Die meisten Betriebe machen da mit.

Welches Material passt zu mir? Entscheidungshilfe

🪵 Holz

Beste Wahl für: Wärme unter den Füßen, natürliche Optik, Barfuß-Terrassen

Nachteil: Regelmäßiges Ölen nötig, vergraut ohne Pflege, splittert bei billigem Holz

🏗️ WPC

Beste Wahl für: Keine-Lust-auf-Pflege, moderne Optik, Familien mit Kindern (kein Splittern)

Nachteil: Wird bei Sonne sehr heiß, Kunststoff-Haptik, nicht reparierbar bei Schäden

🪨 Stein

Beste Wahl für: Maximale Langlebigkeit, Grill-/Feuerstellenbereich, Einfahrt + Terrasse kombinieren

Nachteil: Kalt unter den Füßen, Fugen verkrauten, bei Naturstein teuer

8 Tipps zum Sparen beim Terrassenbau

  1. Erdarbeiten selbst machen: Aushub, Schotter verteilen und verdichten spart 400–800 € (Rüttelplatte mieten: 40 €/Tag)
  2. Saisonstart nutzen: Im Frühjahr (März–April) sind Baumärkte mit Terrassenangeboten voll. 15–20 % Ersparnis bei Dielen.
  3. Restposten/B-Ware: Baustoffhändler verkaufen Musterpaletten und Retouren 30–50 % günstiger. Ausreichend für 25 m².
  4. Einfache Form: Rechteckig statt verschachtelt. Jeder Winkel kostet Verschnitt und Arbeitszeit.
  5. Punktfundamente statt Boden-Platte: Einzelne Betonsteine als Fundament statt durchgehender Betonplatte: 60 % günstiger.
  6. Steuerbonus: Bei Verlegung durch Fachbetrieb: 20 % der Arbeitskosten absetzen, bis 1.200 €/Jahr. → Handwerkerrechnung absetzen
  7. Gefälle planen: Mind. 1–2 % vom Haus weg. Falsch gemacht = stehendes Wasser = Terrasse verfärbt/verfault schneller.
  8. 3+ Angebote vergleichen: Preisunterschiede von 30–50 % bei Fachbetrieben sind normal.

Häufige Fragen zu Terrasse bauen Kosten

Was kostet eine Terrasse pro m² 2026?

Je nach Material: Holz (Lärche) 100–160 €/m², WPC 90–180 €/m², Betonplatten 90–150 €/m², Naturstein 120–300 €/m². Jeweils inklusive Unterkonstruktion, Fundament und Verlegung durch einen Fachbetrieb.

Was kostet eine 25 m² Terrasse komplett?

Vom Fachbetrieb: 2.250 – 5.700 € je nach Material (Beton am günstigsten, WPC mittlerer Bereich, Naturstein am teuersten). Selbst gebaut: ab 1.700 € (WPC) bzw. ab 1.200 € (Kiefer).

Kann man eine Terrasse selber bauen?

Ja, der Terrassenbau ist ein ideales DIY-Projekt. Keine besonderen Genehmigungen oder Zulassungen nötig. Sie sparen 40–60 % der Kosten. Einzige Voraussetzung: handwerkliches Grundgeschick und das richtige Werkzeug. Wichtig: Gefälle (1–2 % vom Haus weg) und Unkrautvlies nicht vergessen.

Holz oder WPC – was ist besser?

Holz fühlt sich natürlicher und wärmer an, braucht aber jährliche Pflege (Ölen). WPC ist quasi pflegefrei, wird aber in der Sonne deutlich heißer und fühlt sich weniger natürlich an. Preislich liegen beide ähnlich. Lebensdauer: Hartholz 25+ Jahre, WPC 20–30 Jahre.

Brauche ich eine Baugenehmigung für die Terrasse?

In den meisten Bundesländern nur bei überdachten Terrassen oder Terrassen auf Stelzen (ab ca. 60 cm Höhe). Ebenerdige, offene Terrassen sind in der Regel genehmigungsfrei. Im Zweifelsfall: kurze Nachfrage beim Bauamt kostet nichts.

Passende Rechner

Weiterführende Artikel

Verwandte Begriffe im Lexikon

> **💡 Kostenplanung:** Nutzen Sie unseren kostenlosen [Sanierungsrechner](/tools/sanierungsrechner), um Ihr individuelles Sanierungsbudget zu berechnen – mit PDF-Export.

📤 Artikel teilen:

📚 Weiterlesen