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Wintergarten Kosten: Preise, Typen & Förderung

Was ein Wintergarten kostet: Kaltwintergarten ab 5.000 €, Wohnwintergarten ab 25.000 €. Alle Preisfaktoren.

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Wirtschafts-Redaktion handwerk.cloud

18. März 2025

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Ein Wintergarten erweitert den Wohnraum und steigert den Immobilienwert — aber die Kosten variieren enorm: Von 5.000 € für einen einfachen Kaltwintergarten bis über 80.000 € für einen beheizten Wohnwintergarten mit Glasdach. Entscheidend sind Typ, Größe, Material und Baurecht.

Kosten nach Wintergarten-Typ

Typ Kosten/m² Typische Größe Gesamtkosten
Kaltwintergarten (unbeheizt) 300–800 €/m² 15 m² 5.000–12.000 €
Mittelwarm-Wintergarten 800–1.500 €/m² 15 m² 12.000–22.000 €
Wohnwintergarten (beheizt) 1.500–3.000+ €/m² 20 m² 25.000–60.000+ €

Kostenaufschlüsselung: Wohnwintergarten (20 m²)

Posten Kosten
Fundament / Bodenplatte 2.000–5.000 €
Konstruktion (Alu-Profil, Verglasung) 15.000–30.000 €
Dach (Glas oder Polycarbonat) 3.000–8.000 €
Sonnenschutz (Markise oder Rollo) 2.000–5.000 €
Belüftung / Lüftungsklappen 1.000–3.000 €
Heizung (Fußbodenheizung oder Heizkörper) 2.000–5.000 €
Elektrik (Steckdosen, Beleuchtung) 1.000–2.000 €
Baugenehmigung + Statik 500–2.000 €
Gesamtkosten (Wohnwintergarten) 30.000–60.000 €

Material-Vergleich: Alu, Holz oder Kunststoff?

Material Kosten Lebensdauer Pflege
Kunststoff (PVC) Günstig 25–30 Jahre Minimal
Aluminium Mittel–Hoch 40–50+ Jahre Minimal
Holz Mittel 30–40 Jahre Alle 3–5 Jahre streichen
Holz-Alu (Kombi) Hoch 40–50+ Jahre Minimal (außen Alu)

⚠️ Wichtig: Baugenehmigung beachten!

In den meisten Bundesländern ist ein Wintergarten genehmigungspflichtig. Ausnahmen gelten nur für Kaltwintergärten unter rund 15 m² (je nach Landesbauordnung). Klären Sie das vor der Beauftragung mit Ihrer Baubehörde — ein nicht genehmigter Wintergarten kann den Rückbau bedeuten.

Nebenkosten: Was oft vergessen wird

Die reinen Baukosten sind nur ein Teil der Gesamtkosten. Rechnen Sie mit diesen Zusatzposten:

Posten Kosten Hinweis
Baugenehmigung + Statik 500–2.000 € Pflicht bei Wohnwintergarten
Erdarbeiten / Fundament 2.000–5.000 € Abhängig von Untergrund
Sonnenschutz (Außenmarkise) 2.000–5.000 € Unverzichtbar!
Belüftung / Lüftungsklappen 1.000–3.000 € Contra Hitze + Schimmel
Bodenbelag (Fliesen / Parkett) 1.500–4.000 € Fliesen am robustesten
Elektrik + Beleuchtung 1.000–2.500 € Steckdosen, Spots, Außenleuchten

Rechenbeispiel: Wohnwintergarten 20 m² (Aluminium)

Einfamilienhaus, Südseite, 20 m² Alu-Wintergarten mit Glasdach, Fußbodenheizung und Sonnenschutz:

Position Kosten
Alu-Konstruktion + 3-fach-Verglasung 22.000 €
Glasdach (Sicherheitsglas, selbstreinigend) 6.000 €
Fundament + Bodenplatte 3.500 €
Fußbodenheizung 3.000 €
Außenmarkise (elektrisch) 3.500 €
Fliesen + Verlegung 2.500 €
Elektrik + LED-Spots 1.800 €
Baugenehmigung + Statik 1.200 €
Gesamtkosten 43.500 €

Förderung & Steuerbonus für Wintergärten

Einen direkten Zuschuss für Wintergärten gibt es nur in Ausnahmefällen. Aber:

  • § 35a EStG (Handwerkerleistungen): 20 % der Lohnkosten absetzbar, max. 1.200 € Steuerersparnis/Jahr
  • § 35c EStG (energetische Sanierung): Wenn der Wintergarten Teil einer energetischen Gesamtmaßnahme ist (z.B. neue Fenster + Wintergarten), können bis zu 20 % der Gesamtkosten über 3 Jahre steuerlich geltend gemacht werden
  • KfW-Kredit: Bei Komplettsanierung zum Effizienzhaus kann der Wintergarten als Bestandteil mitfinanziert werden
💡 Tipp: Kombinieren Sie den Wintergarten-Bau mit einem Fenstertausch im Haus — dann profitieren Sie von der Fensterförderung (15–20 % Zuschuss) und können die Wintergarten-Verglasung ggf. mitfördern. Berechnen Sie Ihre Förderung: Zum Förderrechner →

Wertsteigerung: Lohnt sich ein Wintergarten?

Ein gut geplanter Wohnwintergarten steigert den Immobilienwert um 5–15 %. Bei einem Haus mit 300.000 € Marktwert sind das 15.000–45.000 €. Wichtig:

  • Kaltwintergarten: Geringe Wertsteigerung (gilt nicht als Wohnfläche)
  • Wohnwintergarten: Erhöht die Wohnfläche offiziell → direkter Einfluss auf den Immobilienwert
  • Südseite: Höherer Wertzuwachs als Nordseite
  • Hochwertige Ausführung: Alu oder Holz-Alu hält den Wert besser als PVC

Planungstipps vom Meister

💡 Die 5 häufigsten Fehler beim Wintergarten

  1. Kein Sonnenschutz: Ohne Außenmarkise wird der Wintergarten im Sommer zur Sauna (60°C+). Nachträglicher Einbau ist deutlich teurer.
  2. Zu wenig Belüftung: Mindestens 10 % der Glasfläche als öffenbare Fläche planen (oben + unten für Thermik).
  3. Falscher Bodenbelag: Holzdielen verziehen sich durch Temperaturunterschiede. Fliesen oder Vinyl sind besser geeignet.
  4. Heizung unterschätzt: Fußbodenheizung ist ideal — Heizkörper nehmen Stellfläche weg und die Wärme steigt direkt nach oben.
  5. Keine Baugenehmigung: Im schlimmsten Fall droht Rückbau. Immer vorab klären!

Häufige Fragen: Wintergarten Kosten

Was kostet ein Wintergarten?

Kaltwintergarten: 5.000–12.000 €. Wohnwintergarten (beheizt, 20 m²): 30.000–60.000 €. Die Kosten hängen von Größe, Material und Ausstattung ab.

Brauche ich eine Baugenehmigung?

Meist ja. Wohnwintergärten sind in allen Bundesländern genehmigungspflichtig. Kaltwintergärten unter ~15 m² sind manchmal genehmigungsfrei — abhängig von der Landesbauordnung.

Welches Material ist das beste?

Aluminium ist der Allrounder: Langlebig (40+ Jahre), pflegefrei, schlanke Profile. Holz-Alu bietet die wärmste Optik bei minimaler Pflege. PVC ist die günstigste Option.

Steigert ein Wintergarten den Immobilienwert?

Ja — ein Wohnwintergarten steigert den Wert um 5–15 %. Voraussetzung: Baugenehmigung vorhanden und hochwertige Ausführung. Ein Kaltwintergarten ohne Genehmigung kann den Wert sogar mindern.

Was kostet ein Kaltwintergarten aus Glas?

Ein einfacher Glas-Alu-Kaltwintergarten (15 m²) kostet 5.000–12.000 € inkl. Montage. Ohne Heizung, Sonnenschutz und Fundament — daher deutlich günstiger als ein Wohnwintergarten.

Kann ich einen Wintergarten steuerlich absetzen?

Ja — die Handwerkerkosten sind über § 35a EStG mit 20 % absetzbar (max. 1.200 €/Jahr). Bei energetischer Sanierung ggf. auch über § 35c EStG mit bis zu 20 % über 3 Jahre.

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