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Pflasterarbeiten Kosten pro m²: Einfahrt & Terrasse

Was Pflasterarbeiten kosten: Preise pro m² für Einfahrt, Terrasse und Wege. Material- und Verlegekosten.

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Kostenexperte handwerk.cloud

12. Februar 2026

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Ob Einfahrt, Terrasse oder Gartenweg – Pflasterarbeiten gehören zu den häufigsten Außenprojekten am Eigenheim. Die Kosten schwanken dabei enorm: von 70 €/m² für einfache Betonsteine bis 250 €/m² für hochwertiges Natursteinpflaster. In diesem Ratgeber rechnen wir jedes Detail durch – inklusive DIY-Anleitung und ehrlichem Vergleich zwischen Eigenleistung und Fachbetrieb.

Pflasterarbeiten Kosten 2026: Übersicht nach Material

Die Gesamtkosten pro m² beinhalten Material, Unterbau (Schotter + Splitt), Verlegung und Verfugung:

Pflastermaterial Material/m² Verlegung/m² Gesamt/m² (inkl. Unterbau)
Betonpflaster (Standard) 10 – 30 € 25 – 45 € 70 – 120 €
Betonpflaster (Premium, Oberflächenveredelt) 25 – 55 € 30 – 50 € 100 – 160 €
Klinker (Pflasterklinker) 30 – 60 € 35 – 55 € 110 – 170 €
Granit (Kleinpflaster 8/11) 40 – 80 € 40 – 65 € 130 – 200 €
Naturstein (Basalt, Quarzit) 50 – 100 € 45 – 70 € 150 – 240 €
Rasengittersteine 10 – 25 € 20 – 35 € 55 – 95 €

Alle Preise inkl. Unterbau (Schotter-Tragschicht, Splittbett), Verlegung, Verfugung, Randsteine und MwSt. Ohne Erdaushub und Entsorgung. Stand: Februar 2026.

Kosten nach Fläche: Einfahrt, Terrasse & Gartenweg

Projekt Typische Größe Beton (Standard) Granit
Gartenweg 10–15 m² 700 – 1.800 € 1.300 – 3.000 €
Terrasse 20–30 m² 1.400 – 3.600 € 2.600 – 6.000 €
Einfahrt (1 Auto) 25–35 m² 1.750 – 4.200 € 3.250 – 7.000 €
Einfahrt (2 Autos) 40–60 m² 2.800 – 7.200 € 5.200 – 12.000 €

Kostenbeispiel: Einfahrt pflastern (30 m², Betonpflaster Premium)

  • Erdaushub (30 cm tief, 9 m³) + Entsorgung: 400 – 700 €
  • Schotter-Tragschicht (20 cm, verdichtet): 350 – 550 €
  • Splittbett (3–5 cm): 150 – 250 €
  • Betonpflaster Premium (30 m²): 750 – 1.650 €
  • Randsteine/Einfassungen (ca. 25 lfm): 200 – 400 €
  • Verlegearbeit: 900 – 1.500 €
  • Fugensand + Abrütteln: 100 – 200 €
  • Gesamtkosten Fachbetrieb: ca. 2.850 – 5.250 €

Kostenaufschlüsselung: Wohin fließt das Geld?

Die meisten wundern sich über die hohen Arbeitskosten. Hier die ehrliche Aufschlüsselung, was bei einer 30 m² Einfahrt-Pflasterung hinter den einzelnen Posten steckt:

Kostenposition Anteil am Gesamtpreis Betrag (bei 4.000 €)
Pflastersteine 25–35 % 1.000 – 1.400 €
Unterbau-Material (Schotter, Splitt, Sand) 10–15 % 400 – 600 €
Arbeitszeit (2 Fachkräfte, 2–3 Tage) 30–40 % 1.200 – 1.600 €
Maschinen (Minibagger, Rüttelplatte) 5–8 % 200 – 320 €
Erdaushub + Entsorgung 10–15 % 400 – 600 €

DIY-Bereich: Einfahrt selber pflastern – komplette Kostenrechnung

Pflasterarbeiten sind anspruchsvoller als Terrassenbau, aber für erfahrene Heimwerker durchaus machbar. Besonders bei rechteckigen Flächen ohne Gefälle-Anforderungen ist das Ergebnis meist gut.

🔧 DIY-Kalkulation: 30 m² Einfahrt mit Betonpflaster (Premium)

Materialkosten:

  • Betonpflaster Premium (30 m² + 5 % Reserve): 790 – 1.730 €
  • Schotter 0/32 (6 m³, lose ab Werk): 120 – 180 €
  • Splitt 2/5 (1,5 m³): 45 – 75 €
  • Fugensplitt (200 kg): 25 – 40 €
  • Randsteine Beton (25 lfm): 75 – 150 €
  • Unkrautvlies (35 m²): 30 – 45 €
  • Beton für Randfundament: 40 – 60 €
  • Materialkosten gesamt: ca. 1.125 – 2.280 €

Maschinenmiete:

  • Rüttelplatte (2 Tage): 80 – 120 €
  • Minibagger 1,5 t (1 Tag, optional): 150 – 200 €
  • Entsorgung Erdaushub (Container 5 m³): 200 – 350 €

Zeitaufwand: 4–6 Tage zu zweit (ein langes Wochenende + 2 Tage)

Gesamtkosten DIY: ca. 1.555 – 2.950 €

Vom Profi: ca. 2.850 – 5.250 €

Ersparnis: ca. 1.300 – 2.300 € (40–50 %)

DIY-Schritt-für-Schritt: Worauf es ankommt

  1. Fläche abstecken: Mit Schnüren und Pflöcken. Gefälle von 2 % zur Straße/Drainage planen (= 2 cm pro 1 m Länge).
  2. Erdaushub: 30 cm tief (20 cm Schotter + 5 cm Splitt + 5 cm Pflaster). Mutterboden seitlich lagern (Gartennutzung) oder entsorgen.
  3. Schotter einfüllen: In 2 Lagen à 10 cm, jede Lage mit der Rüttelplatte verdichten. Das ist der wichtigste Schritt!
  4. Randsteine setzen: Auf Beton-Fundament, vor dem Pflaster. Die Einfassung hält alles zusammen.
  5. Splittbett abziehen: Gleichmäßig 3–5 cm, mit Richtlatte glattziehen. NICHT betreten danach!
  6. Pflastersteine verlegen: Von der Haustür/Garage nach außen arbeiten. Fugenbreite: 3–5 mm.
  7. Fugensplitt einkehren: Mehrmals, dann mit Rüttelplatte (mit Gummimatte!) abrütteln.
  8. Nacharbeit: Fugen nach 2–3 Wochen nochmal auffüllen (setzt sich noch).

⚠️ Typische DIY-Fehler (und was sie kosten)

  • Unterbau nicht verdichtet: → Pflaster sackt ab, Pfützen bilden sich → Nacharbeit 500–1.500 €
  • Kein Gefälle eingeplant: → Stehendes Wasser, Frostschäden → muss komplett neu verlegt werden
  • Randsteine vergessen: → Pflaster wandert auseinander → Fugen werden zu breit → unansehnlich nach 1–2 Jahren
  • Falsche Splittdicke: → Unebene Oberfläche → Stolperfallen, Auto steht schief

Warum der Fachbetrieb bei Pflasterarbeiten seinen Preis wert ist

Was der Profi mitbringt Was Sie davon haben
Minibagger + Absetzcontainer Erdaushub in 2 Stunden statt 2 Tagen Handarbeit
Profi-Rüttelplatte (300 kg+) Bessere Verdichtung als Miet-Geräte (150 kg) → kein Absacken
Erfahrung mit Gefälle Wasser läuft zuverlässig ab, kein stehendes Wasser, keine Frostschäden
5 Jahre Gewährleistung Sackt was ab → Nachbesserung kostenlos
Materialbeschaffung im Großhandel 10–20 % günstiger als Baumarktpreise (wird teilweise weitergegeben)

🎯 Wann den Profi beauftragen?

  • Einfahrt für schwere Fahrzeuge (SUV, Wohnmobil): Hier muss der Unterbau stärker sein (30 cm+ Schotter). Fehler führen zu Absackungen.
  • Aufwändige Verlegemuster: Fischgrät, Bogenpflaster, Kreise – erfordert Erfahrung und viel Verschnitt (10–15 % mehr Material).
  • Naturstein: Unregelmäßige Steine brauchen Augenmaß. Wunderschön – aber Fehler sieht man sofort.
  • Großfläche (>50 m²): Ohne Minibagger und Radlader wird es zum Kraftakt. Der Profi schafft 50 m² in 2–3 Tagen.

💡 Meister-Tipp: Der kluge DIY-Kompromiss

Machen Sie den Erdaushub selbst (oder lassen Sie ihn separat von einem Baggerunternehmen machen – oft billiger als beim GaLaBau-Betrieb). Dann beauftragen Sie den Pflasterer nur für Schotterbett, Verlegung und Verfugung. So sparen Sie den teuersten DIY-Teil (Erdaushub per Hand) und bekommen trotzdem Profi-Qualität beim Pflastern.

Ersparnis: 400 – 800 € bei einer 30 m² Fläche.

6 Tipps zum Sparen bei Pflasterarbeiten

  1. Betonsteine statt Naturstein: Modernes Premium-Betonpflaster sieht Naturstein zum Verwechseln ähnlich – kostet aber 40–60 % weniger.
  2. Einfaches Verlegemuster: Läufer- oder Reihenverband ist 20 % günstiger als Fischgrät (weniger Verschnitt, schnellere Verlegung).
  3. Winterauftrag: Viele GaLaBau-Betriebe haben im Winter weniger Aufträge und bieten 10–15 % Rabatt.
  4. Material selbst kaufen: Baumarkt-Aktionen im Frühjahr → 15–25 % Rabatt auf Pflastersteine. Betrieb nur für Verlegung beauftragen.
  5. Steuerbonus: 20 % der Arbeitskosten absetzbar, bis 1.200 €/Jahr → Handwerkerrechnung absetzen
  6. Rasengittersteine für Stellflächen: 55–95 €/m² statt 100+ für Vollpflaster. Versickerungsfähig → spart ggf. Abwassergebühr.

Häufige Fragen zu Pflasterarbeiten Kosten

Was kosten Pflasterarbeiten pro m² 2026?

Mit Unterbau und Verlegung: Betonsteine 70–160 €/m², Klinker 110–170 €/m², Granit 130–200 €/m², Naturstein 150–240 €/m². Rasengittersteine ab 55 €/m². Inklusive Schotterbett, Splitt, Verlegung und Verfugung.

Was kostet eine Einfahrt pflastern (30 m²)?

Vom Fachbetrieb mit Betonpflaster: 2.100 – 4.200 €. Mit Premium-Betonsteinen: 2.850 – 5.250 €. Mit Granitpflaster: 3.900 – 6.000 €. Selbst gepflastert (Betonpflaster): ab 1.555 € Materialkosten.

Kann ich selber pflastern?

Ja, bei einfachen Flächen (rechteckig, eben, Standard-Verlegemuster) ist das machbar. Wichtigste Voraussetzung: Unterbau sorgfältig verdichten und Gefälle einplanen. Zeitaufwand: 4–6 Tage zu zweit für 30 m². Ersparnis: 40–50 % gegenüber Fachbetrieb.

Wie tief muss der Unterbau bei einer Einfahrt sein?

Für PKW-Einfahrten: mind. 20 cm Schotter-Tragschicht + 3–5 cm Splittbett. Für schwere Fahrzeuge (Wohnmobil, LKW): 30–40 cm Tragschicht. Der Erdaushub sollte entsprechend 25–45 cm tief sein.

Betonpflaster oder Naturstein – was ist besser?

Betonpflaster ist günstiger, gleichmäßiger und leichter zu verlegen. Naturstein (Granit, Basalt) ist langlebiger (50+ Jahre), individual und wertsteigernd, aber doppelt so teuer und aufwändiger in der Verlegung. Premium-Betonsteine imitieren Naturstein optisch sehr gut.

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