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Wintergarten bauen: Kosten & Baugenehmigung

Preise für Kalt- und Warmwintergarten, Baugenehmigung und Förderung. Was ein Wintergarten wirklich kostet.

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12. Februar 2026

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Ein Wintergarten ist die wertvollste Wohnraumerweiterung, die Sie an Ihrem Haus vornehmen können: Er verbindet Innen- und Außenraum, steigert den Immobilienwert und schenkt Ihnen selbst im Winter lichtdurchflutete Räume. Die Kosten liegen je nach Typ zwischen 500 und 5.500 €/m² – wobei der Unterschied zwischen „Kaltwintergarten" und „beheizbarem Wohnwintergarten" alles verändert. Dieser Ratgeber schlüsselt jeden Kostenposten auf, erklärt die Baugenehmigungspflicht nach Bundesland und zeigt, welche Eigenleistung realistisch ist.

Wintergarten Kosten 2026: Übersicht nach Typ

Wintergarten-Typ Kosten/m² Gesamt (20 m²) Nutzbar als
Kaltwintergarten (unbeheizt) 500 – 2.000 € 10.000 – 40.000 € März – Oktober (Übergangsraum)
Warmwintergarten Standard 2.000 – 4.000 € 40.000 – 80.000 € Ganzjährig (Wohnraum)
Warmwintergarten Premium 4.000 – 5.500 € 80.000 – 110.000 € Wohnraum + Smart-Home, Beschattung

Preise inkl. Konstruktion, Verglasung und Montage. Nebengewerke (Fundament, Heizung, Elektrik, Bodenbelag) machen zusätzlich ca. 30 % der Gesamtkosten aus. Stand: Februar 2026.

Kostenverteilung: Wohin fließt das Geld?

Kostenbeispiel: Warmwintergarten Standard (20 m², Alu-Konstruktion)

70 % Wintergarten-Konstruktion:

  • Aluminium-Profilsystem + Statik: 15.000 – 25.000 €
  • Verglasung (3-fach Isolierglas, Dach: VSG): 10.000 – 18.000 €
  • Dachmontage + Entwässerung: 3.000 – 6.000 €
  • Öffnungselemente (Schiebetüren, Kippfenster): 4.000 – 8.000 €
  • Montage + Anschluss ans Bestandsgebäude: 5.000 – 10.000 €

30 % Nebengewerke:

  • Fundament (Streifenfundament oder Bodenplatte): 3.000 – 6.000 €
  • Heizung (Fußbodenheizung oder Heizkörper): 2.000 – 5.000 €
  • Elektroinstallation (Licht, Steckdosen): 800 – 2.000 €
  • Bodenbelag (Fliesen, Feinsteinzeug): 1.200 – 3.000 €
  • Beschattung innen/außen (Markise oder Raffstore): 2.000 – 5.000 €

Gesamtkosten: ca. 46.000 – 88.000 € (2.300 – 4.400 €/m²)

Material: Aluminium vs. Holz vs. Kunststoff

Kriterium Aluminium Holz Kunststoff (PVC)
Kosten (20 m²) 45.000 – 90.000 € 40.000 – 75.000 € 30.000 – 60.000 €
Pflege Nahezu wartungsfrei Alle 3–5 Jahre lasieren/streichen Pflegeleicht
Lebensdauer 40+ Jahre 30+ Jahre (mit Pflege) 25 – 30 Jahre
Optik Modern, schlanke Profile Warm, natürlich, klassisch Funktional, weniger hochwertig
Statik Höchste Tragfähigkeit → große Glasflächen Gut, aber breitere Profile nötig Eingeschränkt bei großen Flächen

💡 Meister-Tipp: Holz-Alu-Kombination als Goldstandard

Innen Holz (warme Optik, angenehmes Raumklima), außen Aluminium-Vorsatzschale (witterungsbeständig, wartungsfrei). Diese Kombination vereint die Stärken beider Materialien und kostet ca. 10–15 % mehr als reine Alu-Konstruktion. Auf 30 Jahre gerechnet ist sie günstiger als reines Holz, weil die Pflegekosten wegfallen (alle 4 Jahre Holzschutz = ca. 800–1.200 € pro Anstrich × 7 Anstriche = 5.600–8.400 € über 30 Jahre).

Baugenehmigung: Was gilt in Ihrem Bundesland?

Die Baugenehmigungspflicht unterscheidet sich je nach Bundesland erheblich:

Bundesland Kaltwintergarten Warmwintergarten
Baden-Württemberg Verfahrensfrei bis 40 m³ Genehmigungspflichtig
Bayern Verfahrensfrei möglich (Kriterien) Genehmigungspflichtig
NRW Verfahrensfrei bis 30 m² Genehmigungspflichtig
Brandenburg Verfahrensfrei bis 20 m² Genehmigungspflichtig
Allgemein Landesbauordnung prüfen! Fast immer genehmigungspflichtig

Kosten der Baugenehmigung: 500 – 2.500 € (Gebühren + Planungsunterlagen). Dauer: 4–12 Wochen. Tipp: Stellen Sie vor Baubeginn eine unverbindliche Bauvoranfrage beim Bauamt → klärt frühzeitig, ob Ihr Vorhaben genehmigungsfähig ist.

Wertsteigerung: Lohnt sich ein Wintergarten finanziell?

📈 Wertsteigerung durch Wintergarten

  • Warmwintergarten (20 m²): Steigert den Immobilienwert um ca. 20.000 – 40.000 € (Wohnflächenerweiterung)
  • Kaltwintergarten: Wertsteigerung geringer (ca. 5.000 – 15.000 €), da nicht als Wohnfläche anrechenbar
  • ROI (Return on Investment): Ein Warmwintergarten für 60.000 € steigert den Wert um ~30.000 € → 50 % ROI. Plus: Lebensqualität unbezahlbar

DIY-Bereich: Was können Sie selbst machen?

🔧 DIY-Sparpotenzial beim Wintergarten

✅ Selbst machen → 5.000 – 15.000 € sparen:

  • Fundament vorbereiten: Erdarbeiten, Schottertragschicht → Ersparnis: 1.500 – 3.000 €
  • Bodenbelag verlegen: Fliesen selbst verlegen (nach Anleitung) → Ersparnis: 800 – 1.500 €
  • Elektroinstallation vorbereiten: Kabelkanäle verlegen (Anschluss durch Elektriker) → Ersparnis: 300 – 600 €
  • Innenbeschattung montieren: Plissees oder Rollos selbst anbringen → Ersparnis: 500 – 1.500 €
  • Malerarbeiten: Wand-Anschlüsse spachteln und streichen → Ersparnis: 300 – 600 €

❌ Unbedingt dem Fachbetrieb überlassen:

  • Statik und Konstruktion: Glasdach, Grundkonstruktion, Anschluss ans Bestandsgebäude
  • Verglasung: Isolierglas und Sicherheitsglas → Montage nur durch Fachbetrieb
  • Abdichtung am Gebäudeanschluss: Fehler hier = Wasserschaden am Bestandsgebäude

Realistische DIY-Ersparnis: 3.400 – 7.200 € (bei Gesamtkosten 50.000 – 80.000 €)

Häufige Fragen zu Wintergarten bauen Kosten

Was kostet ein Wintergarten pro m² 2026?

Kaltwintergarten: 500–2.000 €/m². Warmwintergarten Standard: 2.000–4.000 €/m². Premium: 4.000–5.500 €/m². Ein 20 m² Warmwintergarten kostet komplett 40.000–110.000 € (inkl. Fundament, Heizung, Boden).

Brauche ich eine Baugenehmigung für den Wintergarten?

Für einen Warmwintergarten: fast immer ja. Für einen Kaltwintergarten: in vielen Bundesländern verfahrensfrei bis zu einer bestimmten Größe (z.B. 40 m³ in BW, 20 m² in Brandenburg). Bauvoranfrage beim Bauamt empfohlen.

Aluminium oder Holz – welches Material ist besser?

Aluminium ist wartungsfrei, hat schlanke Profile und hält 40+ Jahre. Holz bietet warme Optik, braucht aber alle 3–5 Jahre Pflege. Bester Kompromiss: Holz-Alu-Kombination (innen Holz, außen Alu) – 10–15 % teurer, aber auf 30 Jahre günstiger als reines Holz.

Steigert ein Wintergarten den Immobilienwert?

Ja. Ein Warmwintergarten steigert den Wert um ca. 20.000–40.000 € (Wohnflächenerweiterung). Ein Kaltwintergarten um ca. 5.000–15.000 €. Der ROI liegt bei ca. 50 % – plus unbezahlbare Lebensqualität.

Kaltwintergarten oder Warmwintergarten?

Kaltwintergarten (10.000–40.000 €): Ideal als Übergangsraum März–Oktober, Pflanzenüberwinterung, keine GEG-Anforderungen. Warmwintergarten (40.000–110.000 €): Ganzjähriger Wohnraum, beheizt, GEG-konform, steigert Wohnfläche offiziell.

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