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allgemein16 Min. Lesezeit

Versteckte Kosten im Handwerk: Was Kunden nie sehen

Fahrzeuge, Versicherungen, Werkzeug, Weiterbildung — warum der Stundensatz höher sein muss als Kunden denken.

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Redaktion handwerk.cloud

12. Februar 2026

Geprüfte Fachbetriebe🔒Sichere Daten (SSL)💯Kostenlos & unverbindlich4,8/5 Kundenbewertung

Sie sehen einen Handwerker auf Ihrer Baustelle stehen und denken: „65 € die Stunde, der verdient ja besser als ich." Was Sie nicht sehen: Bevor dieser Handwerker überhaupt anfangen kann zu arbeiten, hat er an diesem Tag bereits Dutzende unsichtbare Kosten bezahlt — von denen Sie nichts ahnen.

Wir nehmen zwei Handwerker, die fast jeder Hauseigentümer irgendwann braucht: Einen Garten- und Landschaftsbauer (Galabauer) und einen Heizungsinstallateur (SHK). Und wir listen jede einzelne versteckte Kostenposition auf — schonungslos, mit echten Zahlen.

Ein ganz normaler Arbeitstag: Die Kosten, bevor der erste Handschlag getan ist

6:15 Uhr — Der Tag beginnt

Der Galabauer-Meister steht auf. Bevor er auch nur ein Werkzeug anfasst, laufen bereits Kosten:

  • Kaffee an der Tankstelle: 3,20 € für einen Becher. Warum nicht beim Bäcker? Weil die Schlange um 6:30 Uhr 15–20 Minuten lang ist — und 15 Minuten unbezahlte Wartezeit kann er sich nicht leisten. An der Tankstelle geht es in 2 Minuten. 3,20 € × 220 Arbeitstage = 704 €/Jahr.
  • Mittagessen unterwegs: Auf der Baustelle gibt es keine Kantine. Belegte Brötchen beim Bäcker oder Döner an der nächsten Ecke: 6–10 €/Tag. ~1.760 €/Jahr. Im Büro hat man eine Küche und bringt was von zu Hause mit.
  • Wasser/Getränke: Bei körperlicher Arbeit braucht man 2–3 Liter pro Tag. Nicht jeder Kunde bietet Wasser an. ~1,50 €/Tag = 330 €/Jahr.

Allein für Essen und Trinken: ~2.794 € pro Person und Jahr — mehr als ein Büroarbeiter, der in der Firmenküche kocht.

6:45 Uhr — Im Fahrzeug

Der Galabauer fährt zum Treffpunkt mit seiner Kolonne. Der Transporter läuft. Die Kosten laufen mit:

  • Diesel: Ein Transporter mit Anhänger verbraucht 14–18 Liter/100 km. Bei 40 km/Tag (Hin + Rück + Fahrten zum Bauhof): ~12 €/Tag = 2.640 €/Jahr.
  • AdBlue: Muss regelmäßig nachgefüllt werden: ~180 €/Jahr.
  • Verschleiß: Reifen (Transporter + Anhänger: ~800 €/Satz, alle 2 Jahre), Bremsen, Öl: ~1.200 €/Jahr.
  • Waschanlage: Der Transporter muss sauber sein (Kundeneindruck!): 2 × im Monat = 360 €/Jahr.
  • TÜV + AU: Transporter alle 12 Monate (nicht alle 24 wie PKW!): ~120 €/Jahr.

7:00 Uhr — Auf der Baustelle

Die Kolonne ist da. Jetzt wird ausgeladen. Aber bevor die erste Pflanze in die Erde kommt:

  • Handschuhe: Ein Galabauer braucht jeden Tag neue Arbeitshandschuhe. Nicht weil er verschwenderisch ist — sondern weil sie bei Erd- und Steinarbeiten nach einem Tag durchgescheuert sind. Gute Montagehandschuhe: 3–5 €/Paar. 5 € × 220 Tage = 1.100 €/Jahr pro Mitarbeiter.
  • Knieschoner: Verschleißen alle 2–3 Monate: ~120 €/Jahr.
  • Sonnencreme/Insektenschutz (Sommer): Pflicht bei Außenarbeit. ~80 €/Jahr pro Person.

Versteckte Kosten Kategorie 1: Der teure Kleinkram, der sich summiert

Position Galabauer SHK-Monteur Häufigkeit
Arbeitshandschuhe 1.100 €/Jahr 600 €/Jahr Täglich neu (Gala) / 2–3 Tage (SHK)
Trennscheiben, Sägeblätter 800 €/Jahr 400 €/Jahr Verschleiß, ständig
Bohrer (Poroton/Porenbeton, Spezial) 1.200 €/Jahr 1 Bohrer = 40–60 €, hält 20–30 Bohrungen
Kabelbinder, Schellen, Dübel, Kleinteile 300 €/Jahr 500 €/Jahr Kiloweise, nicht einzeln abrechenbar
Klebeband, Silikon, Dichtmaterial 150 €/Jahr 600 €/Jahr Verbrauchsmaterial
Müllentsorgung (Bauschutt, Erdaushub) 3.500 €/Jahr 800 €/Jahr Deponiegebühren explodiert
Summe „Kleinkram" ~5.850 €/Jahr ~4.100 €/Jahr Pro Mitarbeiter!

🔴 Der 60-Euro-Bohrer: Ein Beispiel, das alles erklärt

Moderne Häuser werden mit Poroton-Steinen gebaut — die roten, wärmegedämmten Hohlziegel. Großartig für die Energieeffizienz. Katastrophal für den Handwerker.

Ein normaler SDS-Bohrer für Beton kostet 8 €. Ein Spezialbohrer für Poroton kostet 40–60 € — weil er mit spezieller Geometrie und geringer Schlagenergie bohren muss, damit der Stein nicht zerplatzt. Und nach 20–30 Bohrungen ist er stumpf.

Ein Heizungsinstallateur, der eine Wärmepumpe installiert, bohrt an einem Tag 30–50 Löcher für Leitungsführung, Befestigungen und Kabeldurchführungen. Das sind 1–2 Bohrer pro Tag. 60–120 € — nur für Bohrer. An einem einzigen Tag.

Steht das auf der Rechnung? Nein. Es steckt im Stundensatz. Und der Kunde denkt: „70 € die Stunde ist aber viel."

Versteckte Kosten Kategorie 2: Pflichtabgaben und Beiträge

Bevor ein Handwerksbetrieb auch nur einen einzigen Auftrag bekommt, muss er zahlen:

Pflichtabgabe Kosten/Jahr Wofür?
Handwerkskammer-Beitrag 500–2.500 € Pflichtmitgliedschaft, nach Umsatz gestaffelt
IHK-Beitrag (falls doppelte Mitgliedschaft) 200–1.500 € Pflicht bei bestimmten Mischbetrieben
Innung (freiwillig, aber fast Pflicht) 400–1.200 € Tarifvertrag, Ausbildungsberechtigung, Netzwerk
Berufsgenossenschaft (BG BAU / BG ETEM) 4.000–12.000 € Unfallversicherung, nach Lohnsumme + Gefahrenklasse
Betriebshaftpflichtversicherung 1.500–4.000 € Schadensersatz bei Fehlern
Kfz-Versicherung (1–2 Transporter) 2.400–5.000 € Vollkasko, gewerblich, mit Anhänger
Rechtsschutzversicherung 600–1.200 € Streit mit Kunden, Lieferanten, AN
Maschinenbruchversicherung 300–800 € Bagger, Rüttelplatten, Kernbohrer
Umwelthaftpflicht (Galabauer!) 400–900 € Öl aus Bagger läuft ins Grundwasser
Elektronikversicherung / Werkzeugversicherung 300–600 € Diebstahl, Beschädigung
Summe Pflichtabgaben 10.600 – 29.700 €/Jahr Bevor der erste Euro verdient wird

Versteckte Kosten Kategorie 3: Diebstahl, Vandalismus und Verlust

Ein Thema, über das niemand spricht — aber das jeden Handwerksbetrieb trifft:

🚐 Transporter-Einbrüche

Handwerker-Transporter werden systematisch aufgebrochen — organisierte Banden durchsuchen nachts Wohngebiete nach Sprinter, Crafter und Caddy mit Firmenaufschrift. Inhalt: Werkzeug im Wert von 5.000–20.000 €.

Statistik: Jeder 4. Handwerksbetrieb wurde bereits mindestens einmal bestohlen. Selbstbeteiligung bei der Versicherung: 500–1.500 €. Dazu: Arbeitsausfall, bis neues Werkzeug da ist (1–3 Tage), Strafanzeige aufgeben (halber Tag weg).

Durchschnittlicher Schaden pro Einbruch: 3.000 – 8.000 € (nach Versicherung)

🔌 Kupferkabel-Diebstahl auf der Baustelle

Ein Klassiker, der SHK-Betriebe und Elektriker zur Verzweiflung bringt: Über Nacht werden frisch verlegte Kupferleitungen aus dem Rohbau gerissen und als Altmetall verkauft. Kupferpreis 2026: ca. 9 €/kg.

50 Meter Kupferrohr 22mm = ca. 35 kg = ca. 315 € Schrottwert für den Dieb. Kosten für den Handwerker: Material (~450 €) + Arbeitszeit Neuverlegung (~800 €) + Terminverzögerung + Kundenfrust = über 1.500 € Schaden.

🪴 Pflanzenverlust (Galabauer)

Der Galabauer liefert am Freitag 20 Heckenpflanzen (Thuja, Stückpreis: 35 €) auf die Baustelle und pflanzt sie am Montag ein. Am Wochenende: 5 Pflanzen geklaut. Wert: 175 €. Wer zahlt? Der Galabauer — denn sie waren „in seiner Obhut".

Versteckte Kosten Kategorie 4: Werkzeugverschleiß — das stille Verbluten

Werkzeug „hält" nicht ewig. Es verschleißt bei jeder Benutzung. Hier die realen Lebenszyklen:

Werkzeug Neupreis Lebensdauer Kosten/Jahr
Akkuschrauber (Marke, 18V) 350 € 2–3 Jahre ~140 €
Akku-Pack (2 × 5Ah) 180 € 1–2 Jahre ~120 €
Bohrhammer (SDS-Plus) 450 € 3–4 Jahre ~130 €
Presszange (SHK, Viega/Geberit) 3.500 € 5–7 Jahre ~580 €
Winkelschleifer (125mm) 250 € 2–3 Jahre ~100 €
Rüttelplatte (Galabau) 4.500 € 5–8 Jahre ~680 €
Bagger (Minibagger, gebraucht) 25.000 € 10–15 Jahre (+ Wartung) ~2.200 €
Messgerät (SHK, Testo 557) 1.200 € 5–7 Jahre ~200 €
Lötlampe + Zubehör (SHK) 280 € 3–5 Jahre ~70 €
Werkzeug-Abschreibung gesamt ~4.200 – 8.000 €/Jahr

Und dann passiert das Unvermeidliche: Der Akkuschrauber fällt vom Gerüst. Die Presszange wird vom Lehrling falsch eingesetzt. Der Bohrhammer bekommt einen Steinschlag ins Getriebe. Reparatur oder Neukauf — beides teuer, beides sofort nötig (weil man morgen wieder auf der Baustelle steht).

Versteckte Kosten Kategorie 5: Mieten, Lager und Betriebsstätten

Kostenposition Galabauer SHK-Betrieb
Werkstatt/Lager 600–1.200 €/Monat 800–1.500 €/Monat
Stellplatz Fahrzeuge (2–3 Transporter, ggf. Anhänger) 200–500 €/Monat 150–400 €/Monat
Lagerplatz für Material (Steine, Erde, Pflanzen) 500–1.000 €/Monat
Büro (auch Homeoffice: anteilig absetzbar) 200–500 €/Monat 200–500 €/Monat
Strom, Wasser, Heizung für Werkstatt 200–400 €/Monat 250–450 €/Monat
Gesamt Mieten + Nebenkosten 18.000 – 43.200 €/Jahr 16.800 – 34.200 €/Jahr

Der SHK-Betrieb braucht eine Werkstatt zum Vorfertigen von Rohrleitungen. Der Galabauer braucht einen Lagerplatz für Pflastersteine, Mutterboden und Pflanzen. Beides kostet — und in Ballungsgebieten kostet es doppelt so viel wie auf dem Land.

Versteckte Kosten Kategorie 6: Steuern — die Dreifach-Belastung

📊 Wie Handwerker dreifach besteuert werden

  1. Umsatzsteuer (19 %): Auf jede Rechnung. Der Handwerker finanziert sie vor — kassiert sie vom Kunden, muss sie aber sofort ans Finanzamt abführen. Wenn der Kunde zu spät zahlt (Zahlungsziel 30 Tage), finanziert der Handwerker die MwSt. aus eigener Tasche. Bei einer 10.000-€-Rechnung sind das 1.597 € Vorfinanzierung.
  2. Einkommensteuer: Auf den „Gewinn". Problem: Der Gewinn ist oft aufgebläht, weil viele Kosten nicht sofort abgesetzt werden können (Abschreibungsregeln). Ein Handwerker zahlt Steuern auf einen Gewinn, den er in Wahrheit für Werkzeug-Ersatz und Reparaturen braucht.
  3. Gewerbesteuer: Ab 24.500 € Gewinn. Je nach Gemeinde-Hebesatz (200–900 %) sind das nochmal 3–7 % auf den Gewinn. In München, Hamburg oder Köln zahlt ein Handwerksbetrieb deutlich mehr als auf dem Land.

Effektive Steuerlast für einen Handwerksmeister mit 60.000 € Gewinn: ca. 35–42 % (inkl. Soli und GewSt)

Versteckte Kosten Kategorie 7: Keine Kredite in den ersten Jahren

Ein Aspekt, den nur Gründer kennen — aber der existenzbedrohend sein kann:

Wer sich als Handwerker selbstständig macht, bekommt in den ersten 4–5 Jahren kaum einen Kredit. Banken vergeben gewerbliche Kredite erst, wenn der Betrieb mindestens 3 vollständige Jahresabschlüsse (BWA + Bilanz) vorweisen kann. Vorher:

  • Kein Betriebsmittelkredit: Wenn im Januar kein Auftrag kommt (Winterloch!), aber die Löhne weiterlaufen, muss der Meister seine privaten Ersparnisse einsetzen.
  • Kein Leasingvertrag: Fahrzeuge und Maschinen müssen bar oder mit Privatbürgschaft finanziert werden.
  • Keine Kontokorrentlinie: Ein Überziehungsrahmen auf dem Firmenkonto? Nicht in den ersten Jahren. Oder mit 12–15 % Zinsen.
  • Zahlungsziele der Kunden: Großkunden (Hausverwaltungen, GU) zahlen gerne nach 30–60 Tagen. In dieser Zeit muss der Betrieb Material und Löhne aus eigener Tasche vorfinanzieren.

Die Konsequenz: Handwerksgründer arbeiten die ersten Jahre quasi kostenlos, bauen mit eigenem Geld den Betrieb auf und haben keinen Sicherheitspuffer. Ein einziger Zahlungsausfall eines größeren Kunden (3.000–10.000 €) kann den gesamten Betrieb gefährden.

Die Gesamtrechnung: Was ein 3-Mann-Betrieb wirklich kostet

💰 Galabau-Betrieb (Meister + 2 Gesellen): Versteckte Jahreskosten

  • Pflichtabgaben + Versicherungen: 18.000 €
  • Miete Werkstatt + Lager + Stellplatz: 26.000 €
  • Fahrzeuge (2 Transporter + Anhänger): 28.000 €
  • Werkzeug-Abschreibung + Reparatur: 8.000 €
  • Kleinkram (Handschuhe, Scheiben, Entsorgung): 11.700 € (× 2 MA)
  • Scheine + Weiterbildung: 3.500 €
  • Arbeitskleidung + PSA (3 MA): 5.850 €
  • Essen/Trinken unterwegs (3 MA): 8.382 €
  • Steuerberater: 5.000 €
  • Software, Telefon, IT: 3.600 €
  • Diebstahl, Schwund, Pflanzenausfall: ~2.000 €

Versteckte Fixkosten gesamt: ~120.032 €/Jahr

Das sind über 10.000 € im Monat, die fließen, bevor ein einziger Euro Lohn oder Gewinn gezahlt wird. Zusätzlich zum Materialaufwand und den Bruttolöhnen.

Was Kunden nie sehen — eine ehrliche Liste

Den Kaffee an der Tanke — weil 15 Minuten in der Bäckerei 15 Minuten weniger Arbeit sind, die niemand bezahlt

🧤

Die zerrissenen Handschuhe — die nach einem Tag Erdarbeiten durch sind und für die morgen neue gekauft werden müssen

🅿️

Das 15-Euro-Knöllchen — weil es in der Innenstadt keinen legalen Parkplatz für einen Sprinter gibt und der Handwerker sein Werkzeug nicht 300 Meter tragen kann

🔧

Den Akkuschrauber, der vom Gerüst gefallen ist — 350 € weg, kein Versicherungsfall, morgen muss ein neuer her

📄

Die 3 Angebote, die letzte Woche geschrieben wurden — jeweils 1,5 Stunden Arbeit, keins wurde beauftragt, 4,5 Stunden unbezahlte Arbeitszeit

🚐

Den Transporter, der nachts aufgebrochen wurde — 3 Tage Arbeitsausfall, 1.500 € Selbstbeteiligung, monatelang Werkzeug zusammenkaufen

📱

Die 40 Minuten am Abend — in denen der Meister auf dem Sofa Rechnungen schreibt, Termine koordiniert und Materialbestellungen aufgibt, statt bei seiner Familie zu sein

🧾

Die Steuervorauszahlung im Quartal — 4.000 € ans Finanzamt, basierend auf dem Gewinn vom Vorjahr, auch wenn dieses Quartal schlecht läuft

👔

Die dritte Arbeitshose dieses Monat — weil die erste ein Loch von einem rostigen Nagel hat und die zweite sich nicht mehr reparieren lässt

💊

Das Ibuprofen am Abend — gegen die Knieschmerzen von 8 Stunden Pflasterarbeiten. Kein Arbeitsunfall, keine Krankschreibung, morgen geht's weiter

Fazit: 70 € die Stunde sind kein Luxus — sie sind Überlebenskampf

Wenn Sie das nächste Mal eine Handwerkerrechnung sehen und denken „Das ist aber viel", dann erinnern Sie sich an diese Zahlen:

  • 120.000 €/Jahr versteckte Fixkosten für einen 3-Mann-Betrieb
  • 60 € für einen einzigen Bohrer, der 30 Löcher hält
  • 1.100 €/Jahr nur für Arbeitshandschuhe — pro Person
  • 2.794 €/Jahr für Essen und Kaffee unterwegs — weil es auf der Baustelle keine Kantine gibt
  • 17.000 €/Jahr pro Fahrzeug — inklusive Knöllchen, weil es in Ihrer Straße keinen Parkplatz gibt
  • 4–5 Jahre ohne Kreditwürdigkeit als Gründer

Ihr Handwerker ist nicht teuer. Handwerker sein ist teuer.

Häufige Fragen

Warum braucht ein Handwerker so teure Bohrer?

Moderne Baustoffe wie Poroton-Steine erfordern Spezialbohrer für 40–60 € pro Stück, die nur 20–30 Bohrungen halten. Mit einem normalen Betonbohrer würde der Stein zerbrechen. Ein Heizungsinstallateur verbraucht an einem Arbeitstag 1–2 solcher Bohrer.

Was sind die größten versteckten Kosten im Handwerk?

Pflichtversicherungen und BG-Beiträge (10.000–30.000 €/Jahr), Fahrzeugkosten (17.000 €/Jahr pro Transporter), Miete für Werkstatt und Lager (16.000–43.000 €/Jahr), und Werkzeug-Abschreibung (4.000–8.000 €/Jahr). Dazu kommen tägliche Verbrauchskosten wie Handschuhe, Entsorgung und Verpflegung.

Warum bekommt ein Handwerksgründer keinen Kredit?

Banken verlangen mindestens 3 vollständige Jahresabschlüsse (BWA + Bilanz). Vorher gibt es weder Betriebsmittelkredite noch Leasingverträge noch Kontokorrentlinien — oder nur mit Privatbürgschaft und extremen Zinsen (12–15 %). Das bedeutet: Die ersten 4–5 Jahre müssen aus eigener Tasche finanziert werden.

Wie viel gibt ein Handwerksbetrieb für Versicherungen aus?

10.000 – 30.000 €/Jahr — allein für Pflichtversicherungen: Berufsgenossenschaft (BG BAU), Betriebshaftpflicht, Kfz-Versicherung, Rechtsschutz, Maschinenbruch, Umwelthaftpflicht, Elektronikversicherung. Dazu kommen HWK- und IHK-Beiträge.

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