Zum Inhalt springen
allgemein14 Min. Lesezeit

Maler Kosten pro m²: Wohnung streichen lassen

Was Maler pro m² kosten: Preise für Innen- und Außenanstrich, Tapezieren und Lackierarbeiten.

K

Kostenexperte handwerk.cloud

11. Februar 2026

Geprüfte Fachbetriebe🔒Sichere Daten (SSL)💯Kostenlos & unverbindlich4,8/5 Kundenbewertung

Sie möchten Ihre Wohnung streichen lassen und wollen wissen, was ein Maler pro Quadratmeter kostet? Die Preise für Malerarbeiten hängen von vielen Faktoren ab – von der Art der Arbeit, dem Zustand der Wände und natürlich der Region. In diesem umfassenden Ratgeber erfahren Sie alle aktuellen Malerpreise 2026, bekommen konkrete Kostenbeispiele für verschiedene Wohnungsgrößen und lernen, wie Sie bei Malerarbeiten clever sparen – ohne bei der Qualität Abstriche zu machen.

Maler Kosten pro m² 2026: Die aktuelle Preistabelle

Die Kosten für Malerarbeiten werden in der Regel pro Quadratmeter berechnet. Hier die aktuellen Durchschnittspreise 2026 – jeweils inklusive Material und Arbeit:

Malerarbeit Kosten pro m² (inkl. MwSt.) Preisspanne
Wände streichen (Dispersionsfarbe) 8 – 15 € 7 – 20 €
Decke streichen 10 – 18 € 8 – 25 €
Tapezieren (Raufaser) 12 – 20 € 10 – 25 €
Tapezieren (Vliestapete) 15 – 25 € 12 – 35 €
Alte Tapeten entfernen 8 – 15 € 5 – 20 €
Spachteln & Grundieren 10 – 20 € 8 – 25 €
Fassade streichen 25 – 50 € 20 – 65 €
Lackierarbeiten (Türen, Zargen) 130 – 180 € / Tür 100 – 250 € / Tür
Fensterrahmen streichen 25 – 50 € / Fenster 20 – 80 € / Fenster

Hinweis: Die Preise gelten für Standardarbeiten mit 2 Anstrichen in Weiß. Farbige Anstriche, Sondertechniken (Wischtechnik, Spachtelputz) und schwer zugängliche Bereiche kosten mehr. Alle Preise inklusive Material und Arbeit.

Was kostet es, eine Wohnung streichen zu lassen? Kostenbeispiele

Die meisten suchen nach konkreten Gesamtkosten für ihre Wohnung. Hier drei typische Beispiele – jeweils mit Wänden, Decken und Türen:

Wohnungsgröße Nur Wände Wände + Decken Komplett (+ Türen)
60 m² Wohnung 1.000 – 1.800 € 1.600 – 2.800 € 2.200 – 3.600 €
80 m² Wohnung 1.400 – 2.400 € 2.200 – 3.600 € 2.800 – 4.800 €
120 m² Wohnung 2.000 – 3.600 € 3.200 – 5.200 € 4.200 – 7.000 €

Kostenbeispiel: 80 m² Wohnung komplett streichen lassen

3-Zimmer-Wohnung, 80 m² Wohnfläche, Raumhöhe 2,50 m, 5 Türen, 7 Fenster:

  • Wandfläche (ca. 160 m² × 12 €): 1.920 €
  • Deckenfläche (80 m² × 14 €): 1.120 €
  • 5 Türen + Zargen (5 × 160 €): 800 €
  • 7 Fensterrahmen (7 × 35 €): 245 €
  • Abdeckarbeiten pauschal: 150 €
  • Gesamtkosten: ca. 4.235 €

Hinweis: Bei Farbwechsel von dunkel auf hell ist ein 3. Anstrich nötig – Mehrkosten ca. 20-30%.

Wandfläche berechnen: So kommen Sie auf die richtige m²-Zahl

Um die Malerkosten realistisch einzuschätzen, müssen Sie die Wandfläche kennen. So berechnen Sie sie:

📐 Formel zur Wandflächenberechnung

Wandfläche = Raumumfang × Raumhöhe – Fenster – Türen

Beispiel: Zimmer 4 × 5 m (20 m²), Raumhöhe 2,50 m

  • Raumumfang: (4 + 5) × 2 = 18 m
  • Wandfläche brutto: 18 × 2,50 = 45 m²
  • Abzug Fenster (1,2 × 1,3 m): -1,56 m²
  • Abzug Tür (0,85 × 2,10 m): -1,79 m²
  • Netto-Wandfläche: ca. 42 m²

Faustregel: Wandfläche ≈ Wohnfläche × 2,5 bis 3. Bei 80 m² Wohnung sind es ca. 200-240 m² Wandfläche.

Was beeinflusst den Preis für Malerarbeiten?

Die Kosten pro Quadratmeter können je nach Situation stark schwanken. Diese Faktoren treiben den Preis:

1. Zustand der Wände

Sind die Wände glatt, sauber und intakt? Dann reichen 2 Anstriche und der Preis bleibt niedrig. Bei folgenden Problemen steigen die Vorarbeiten und damit die Kosten:

  • Risse und Löcher: Spachtelarbeiten (+10-20 €/m²)
  • Schimmelbefall: Behandlung mit Spezialmittel (+15-30 €/m²)
  • Nikotinwände: Sperrgrund nötig (+5-10 €/m²)
  • Alte Tapeten entfernen: +8-15 €/m² – besonders teuer bei mehreren Schichten

2. Art der Farbe

Die Farbqualität beeinflusst nicht nur das Ergebnis, sondern auch den Preis:

  • Standard-Dispersionsfarbe: 2-4 €/m² Material – gut und günstig
  • Premium-Farbe (z.B. Caparol): 4-7 €/m² – bessere Deckkraft, 1 Anstrich reicht oft
  • Latexfarbe (abwaschbar): 5-10 €/m² – ideal für Küche, Bad, Flur
  • Silikatfarbe (Mineralfarbe): 6-12 €/m² – besonders langlebig und schimmelhemmend

3. Raumhöhe

Ab einer Raumhöhe über 2,70 m steigen die Kosten um 15-25%, da Gerüste oder spezielle Leitern nötig sind. In Altbauten mit 3,00-3,50 m Deckenhöhe kann der Aufpreis noch höher ausfallen.

4. Bewohnte vs. leere Wohnung

Das Streichen einer bewohnten Wohnung ist spürbar teurer:

  • Möbel abrücken & abdecken: +50-150 € pauschal
  • Bodenschutz: +1-4 €/m² Bodenfläche
  • Langsameres Arbeiten: Rücksicht auf Bewohner kostet Zeit
  • Aufschlag gesamt: ca. 15-25% höher als bei leerer Wohnung

5. Region

Die Malerpreise variieren regional erheblich:

Region Preisniveau Wände streichen pro m²
München, Frankfurt, Stuttgart +20-30% 12 – 20 €
Hamburg, Düsseldorf, Köln +10-20% 10 – 16 €
Berlin, Hannover, Bremen Durchschnitt 8 – 14 €
Ländliche Regionen, Ostdeutschland -10-20% 7 – 12 €

Fassade streichen: Was kostet die Außenarbeit?

Das Fassade streichen ist deutlich teurer als Innenarbeiten – vor allem wegen des Gerüsts und der Vorbereitung:

Position Kosten pro m² EFH (ca. 120 m² Fassade)
Gerüst (Miete 4-6 Wochen) 8 – 15 € 960 – 1.800 €
Reinigung / Grundierung 3 – 8 € 360 – 960 €
Anstrich (2x, Silikonharzfarbe) 15 – 30 € 1.800 – 3.600 €
Gesamt Fassade streichen 25 – 50 € 3.000 – 6.000 €

💡 Meister-Tipp: Fassade mit Dachsanierung kombinieren!

Wenn Sie ohnehin ein Gerüst für Dacharbeiten brauchen, lassen Sie die Fassade gleich mit streichen. Das Gerüst ist oft der größte Einzelposten – wenn es bereits steht, sparen Sie 800-1.500 € gegenüber einem separaten Auftrag. Mehr dazu: Dachsanierung Kosten 2026

Stundenlohn Maler 2026: Was kostet der Maler pro Stunde?

Obwohl die meisten Maler pro Quadratmeter abrechnen, ist der Stundenlohn für kleinere Aufträge oder Sonderarbeiten relevant:

  • Malergeselle: 40 – 55 € pro Stunde (inkl. MwSt.)
  • Malermeister: 55 – 75 € pro Stunde
  • Spezialtechniken (Vergoldung, Marmorierung): 70 – 100 € pro Stunde

Mehr zu Handwerker-Stundensätzen erfahren Sie in unserem Ratgeber Handwerker Stundenlohn 2026.

Wohnung selber streichen: Lohnt sich das?

Viele überlegen, ob sie die Malerarbeiten selbst übernehmen sollen. Hier der ehrliche Vergleich:

✅ Selber streichen – Vorteile

  • Nur Materialkosten: 2-5 €/m² statt 8-15 €
  • Kostenersparnis von 60-70%
  • Zeitlich flexibel (Abende, Wochenende)
  • Einfache Wände streichen ist kein Hexenwerk

⚠️ Profi-Maler – wann besser

  • Decken streichen: Anstrengend und fehleranfällig
  • Hohe Räume (> 2,70 m): Sicherheitsrisiko
  • Tapezierarbeiten: Erfahrung nötig für saubere Stöße
  • Lackierarbeiten: Spritzer und Nasen vermeiden
  • Fassade: Nur mit Gerüst, Spezialmaterial nötig

Kostenvergleich: Selber streichen vs. Maler beauftragen

80 m² Wohnung, Wände + Decken:

  • Selber streichen: Farbe (ca. 200 €) + Werkzeug (ca. 80 €) + Abdeckmaterial (ca. 40 €) = ca. 320 €
  • Maler beauftragen: ca. 3.000 – 3.600 €
  • Ersparnis: ca. 2.700 – 3.300 €
  • Zeitaufwand (selbst): ca. 3-5 volle Tage (zu zweit)

Tipp: Ein guter Kompromiss ist, die einfachen Arbeiten (Wände) selbst zu machen und den Maler nur für Decken, Türen und schwierige Stellen zu beauftragen.

8 Tipps: So sparen Sie bei Malerkosten

1. Vorarbeiten selbst erledigen

Räumen Sie Möbel ab, entfernen Sie alte Tapeten und decken Sie Böden ab. Das spart 1-2 Stunden Arbeitszeit pro Raum (40-110 €).

2. Mehrere Angebote einholen

Holen Sie mindestens drei Kostenvoranschläge ein. Die Preisunterschiede bei Malern können bis zu 40% betragen.

3. Nebensaison nutzen

Im Winter (November-Februar) haben viele Maler weniger Aufträge, besonders für Innenarbeiten. Fragen Sie nach Rabatten.

4. Standardfarbe wählen

Weiße Standard-Dispersionsfarbe ist deutlich günstiger als Sonder- oder Premiumfarben. Für die meisten Wohnräume reicht sie vollkommen aus.

5. Ganze Wohnung auf einmal

Einzelne Zimmer streichen lassen ist pro m² teurer als die komplette Wohnung. Bündeln Sie alle Arbeiten für geringere An-/Abfahrtskosten und Einrichtungszeit.

6. Leere Wohnung nutzen

Beim Umzug die ideale Gelegenheit: In einer leeren Wohnung arbeitet der Maler 15-25% günstiger, weil Abdecken und Rücksichtnahme entfallen.

7. Steuerbonus nutzen

Die Arbeitskosten des Malers können Sie steuerlich absetzen: 20% von bis zu 6.000 €, also bis zu 1.200 € Steuerersparnis. Mehr dazu: Handwerkerrechnung absetzen 2026.

8. Malerarbeiten beim Fenstertausch kombinieren

Wenn Fenster erneuert werden, müssen die Laibungen ohnehin neu gestrichen werden. Lassen Sie gleich den ganzen Raum machen – das spart separate Anfahrten und Einrichtungszeiten. Mehr dazu: Fenster austauschen Kosten 2026.

Treppenhaus streichen: Sonderfall für Mieter und Vermieter

Das Streichen des Treppenhauses ist für Vermieter und Hausverwaltungen ein relevantes Thema:

  • Kosten pro m²: 9 – 15 € (inkl. Farbe)
  • Typisches Mehrfamilienhaus (3 Etagen, 150 m² Wandfläche): 1.400 – 2.200 €
  • Sockelleisten mitstreichen: +4 €/lfm
  • Türen und Fenster: +25-50 €/Fenster, +130-180 €/Tür

Tipp: Viele Hausverwaltungen legen die Kosten auf die Mieter um. Prüfen Sie den Mietvertrag und die Betriebskostenabrechnung.

Häufige Fragen zu Malerkosten 2026

Was kostet ein Maler pro Quadratmeter 2026?

Wände streichen kostet 2026 durchschnittlich 8-15 €/m² inklusive Farbe und Arbeit. Decken liegen bei 10-18 €/m², Tapezieren bei 12-25 €/m². Die Preise variieren je nach Region, Wandzustand und Farbqualität.

Was kostet es, eine 80 m² Wohnung streichen zu lassen?

Das Streichen einer 80 m² Wohnung (Wände + Decken) kostet ca. 2.200-3.600 €. Inklusive Türen und Fensterrahmen ca. 2.800-4.800 €. Ohne Vorarbeiten, in bewohnter Wohnung ca. 15-25% mehr.

Was kostet ein Maler pro Stunde?

Ein Malergeselle kostet 2026 ca. 40-55 € pro Stunde (inkl. MwSt.), ein Meisterbetrieb 55-75 €. Die meisten Maler rechnen jedoch nach Quadratmeter ab – das ist transparenter und leichter vergleichbar.

Lohnt sich selber streichen?

Finanziell ja: Sie sparen ca. 60-70% der Kosten. Für eine 80 m² Wohnung nur ca. 320 € statt 3.000-3.600 €. Zeitlich müssen Sie aber 3-5 volle Tage einplanen. Für Decken, Türen und Tapezierarbeiten ist ein Profi oft die bessere Wahl.

Was kostet Fassade streichen?

Das Streichen einer Hausfassade kostet 25-50 €/m² inklusive Gerüst, Reinigung und 2 Anstrichen. Für ein Einfamilienhaus (120 m² Fassade) sind das 3.000-6.000 €. Der größte Kostenfaktor ist das Gerüst.

Kann man Malerkosten von der Steuer absetzen?

Ja! Sie können 20% der Arbeitskosten (nicht Material) direkt von Ihrer Steuerschuld abziehen. Maximum: 1.200 € pro Jahr. Voraussetzung: Rechnung mit ausgewiesener Arbeitsleistung und Überweisung (keine Barzahlung).

Maler finden: So erkennen Sie seriöse Betriebe

Bei der Wahl des Malers gibt es große Qualitäts- und Preisunterschiede. Achten Sie auf folgende Qualitätskriterien:

Kostenvoranschlag prüfen

Ein seriöser Maler erstellt einen detaillierten Kostenvoranschlag mit Einzelpositionen (Wandfläche, Deckenfläche, Türen, Vorarbeiten). Pauschalangebote ohne m²-Angaben sind ein Warnsignal. Der Kostenvoranschlag ist in der Regel kostenlos – verlangen einzelne Betriebe eine Aufwandspauschale, wird diese bei Auftragserteilung verrechnet.

Auf Meisterbetrieb achten

Ein Meisterbetrieb garantiert fachliche Qualifikation und ist in der Handwerksrolle eingetragen. Das bedeutet: ordentliche Gewährleistung, Versicherungsschutz bei Schäden und korrekte Rechnungsstellung für Ihren Steuerbonus.

Bewertungen und Referenzen

Prüfen Sie Online-Bewertungen (Google, Yelp) und fragen Sie nach Referenzprojekten in Ihrer Nähe. Gute Maler zeigen gerne Fotos ihrer Arbeit. Besonders bei Fassadenarbeiten und Spezialtechniken lohnt sich ein Blick auf bisherige Projekte.

⚠️ Meister-Tipp: Vorsicht vor Billiganbietern!

Angebote deutlich unter 6 €/m² für Wandanstriche sollten Sie skeptisch stimmen. Oft werden minderwertige Farben verwendet (schlechte Deckkraft = mehr Anstriche nötig), die Vorarbeiten werden vernachlässigt, oder es handelt sich um Schwarzarbeit ohne Rechnung. Ohne Rechnung verlieren Sie den Steuerbonus (1.200 €) und haben keinerlei Gewährleistungsansprüche. Zudem machen Sie sich strafbar.

Fazit: Malerkosten 2026 richtig einschätzen

Die Malerkosten 2026 liegen je nach Arbeit zwischen 8 und 50 € pro Quadratmeter. Für eine typische 80 m² Wohnung (Wände, Decken, Türen) sollten Sie mit 2.800-4.800 € kalkulieren – in teuren Städten bis zu 25% mehr.

Die besten Spartipps: Vorarbeiten selbst erledigen (Möbel rücken, Abdecken, alte Tapeten entfernen), mehrere Angebote vergleichen und die Nebensaison nutzen. Vergessen Sie nicht den Steuerbonus von bis zu 1.200 € pro Jahr.

Bei einfachen Malerarbeiten (weiße Wände streichen) lohnt sich Eigenleistung fast immer. Für Decken, Tapezieren und Fassadenarbeiten ist der Profi-Maler jedoch die bessere Wahl – dort macht Erfahrung den Unterschied zwischen einem guten und einem schlechten Ergebnis.

Weiterführende Artikel

Sie suchen einen Maler in Ihrer Nähe? Finden Sie jetzt geprüfte Fachbetriebe:

Verwandte Begriffe im Lexikon

> **💡 Kostenplanung:** Nutzen Sie unseren kostenlosen [Sanierungsrechner](/tools/sanierungsrechner), um Ihr individuelles Sanierungsbudget zu berechnen – mit PDF-Export.

📤 Artikel teilen:

📚 Weiterlesen