EPS-Dämmung
EPS-Dämmung – Expandiertes Polystyrol (Styropor) – leichter Standarddämmstoff
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Was ist EPS?
EPS steht für "Expandiertes Polystyrol" – der technische Name für Styropor®. Polystyrol-Kügelchen werden mit Wasserdampf aufgebläht und zu Platten verpresst. EPS ist der meistverwendete Dämmstoff für Fassaden (WDVS) in Deutschland.
Technische Eigenschaften
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Wärmeleitfähigkeit | 0,032 – 0,040 W/(m·K) |
| Rohdichte | 15 – 30 kg/m³ |
| Druckfestigkeit | 60 – 200 kPa |
| Wasseraufnahme | 1 – 3% Vol. |
| Brandklasse | B1/B2 (schwer/normal entflammbar) |
| Dampfdiffusion (µ) | 20 – 100 |
EPS-Typen für WDVS
| Typ | Anwendung | λ-Wert |
|---|---|---|
| EPS WLG 040 | Standard-Fassade | 0,040 W/(m·K) |
| EPS WLG 035 | Verbesserte Dämmung | 0,035 W/(m·K) |
| EPS WLG 032 | Hochleistung (grau) | 0,032 W/(m·K) |
Graues EPS enthält Infrarotreflektoren (Grafit) und dämmt ca. 20% besser als weißes EPS bei gleicher Dicke.
Anwendungsbereiche
| Bereich | Eignung |
|---|---|
| Fassadendämmung (WDVS) | ✓ Standard |
| Flachdach (Warmdach) | ✓ Als Gefälleplatte |
| [Oberste Geschossdecke](/lexikon/oberste-geschossdecke) | ✓ Begehbar |
| Perimeter | ✗ Besser XPS |
| Feuchträume | ✗ Nicht geeignet |
Dämmstärken nach GEG (Fassade)
| Stärke | U-Wert (WLG 035) | Einstufung |
|---|---|---|
| 100 mm | ca. 0,32 W/(m²·K) | Mindest-GEG |
| 140 mm | ca. 0,24 W/(m²·K) | GEG-Standard |
| 180 mm | ca. 0,19 W/(m²·K) | KfW 70 |
| 200 mm | ca. 0,17 W/(m²·K) | KfW 55 |
Kosten (Richtwerte 2026)
| Produkt | Preis pro m² |
|---|---|
| EPS weiß 100 mm WLG 040 | 6 – 10 € |
| EPS weiß 140 mm WLG 035 | 10 – 15 € |
| EPS grau 140 mm WLG 032 | 14 – 20 € |
| EPS Sockelplatte 80 mm | 12 – 18 € |
WDVS mit EPS (Aufbau)
- Untergrund: Mauerwerk, Putz
- Kleber: PU- oder mineralischer Kleber
- Dämmplatte: EPS verklebt + verdübelt
- Armierung: Gewebe in Armierungsmörtel
- Oberputz: Mineralisch oder Silikonharz
- Anstrich: Optional
Brandschutz
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Brandverhalten | B1 (mit Flammschutzmittel) |
| Zündtemperatur | ca. 370°C |
| Schmelzpunkt | ca. 80-90°C |
Bei Hochhäusern (>7 m Oberkante Fußboden): Brandriegel aus Mineralwolle erforderlich!
Vorteile
- Günstiger Preis
- Geringes Gewicht
- Gute Dämmwirkung
- Einfache Verarbeitung
- Große Formatauswahl
- Bewährtes System (WDVS)
Nachteile
- Brennbar
- Kondensatbildung möglich
- Nicht druckfest (für Perimeter)
- Schädlingsanfällig (Spechte!)
- Nicht UV-beständig
- Erdölbasiert
Häufige Fragen zu EPS-Dämmung
Was ist eine EPS-Dämmung?
Eine EPS-Dämmung ist expandiertes Polystyrol (Styropor) – leichter Standarddämmstoff. Als Baustoff wird EPS-Dämmung in verschiedenen Handwerksgewerken eingesetzt und muss den jeweiligen technischen Anforderungen entsprechen.
Was kostet eine EPS-Dämmung?
Die Kosten für eine EPS-Dämmung hängen von Material, Umfang und regionalen Preisunterschieden ab. Typische Kosten liegen bei 6 – 10 €. Für eine genaue Kalkulation empfiehlt sich ein Kostenvoranschlag vom Fachbetrieb. Privatkunden können die Arbeitskosten ggf. als Handwerkerleistung steuerlich absetzen.
Welche Arten von EPS-Dämmung gibt es?
Es gibt verschiedene Varianten von EPS-Dämmung, die sich in Material, Leistungsfähigkeit und Einsatzbereich unterscheiden. Die Wahl der richtigen Variante hängt von den spezifischen Anforderungen des Projekts, dem Budget und den geltenden Normen ab. Ein Fachbetrieb berät zur optimalen Lösung.
Wann wird eine EPS-Dämmung eingesetzt?
EPS-Dämmung wird vor allem bei Bau- und Sanierungsprojekten eingesetzt. Die Anwendung erfordert Fachkenntnisse und sollte — je nach Komplexität — von einem qualifizierten Handwerksbetrieb durchgeführt werden, um Normen und Sicherheitsstandards einzuhalten.
