Bodenplatte gießen: Kosten pro m² & Preise
Was eine Bodenplatte kostet: Preise für Fundament, Dämmung und Erdarbeiten. Plus Spartipps durch Eigenleistung.
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12. Februar 2026
Die Bodenplatte ist das Fundament Ihres Hauses – und einer der größten Einzelposten beim Hausbau. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus (100 m²) liegen die Kosten zwischen 10.000 und 27.000 €, abhängig von Bodenverhältnissen, Dämmstandard und ob Sie Eigenleistung einbringen. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, wo jeder Euro hinfließt, warum das Bodengutachten die wichtigste Investition ist und wie Sie durch clevere Teilleistungen 20–40 % sparen können.
Bodenplatte Kosten 2026: Übersicht nach Typ
| Bodenplatten-Typ | Kosten pro m² | Gesamtkosten (100 m²) | Geeignet für |
|---|---|---|---|
| Einfache Betonplatte (unbedämmt) | 70 – 100 € | 7.000 – 10.000 € | Garage, Werkstatt, Nebengebäude |
| Standard-Bodenplatte (gedämmt) | 100 – 170 € | 10.000 – 17.000 € | Einfamilienhaus (GEG-konform) |
| Thermobodenplatte | 130 – 200 € | 13.000 – 20.000 € | Effizienzhaus, Fußbodenheizung integriert |
| Premium (Hochdämmung + Fußbodenheizung) | 200 – 270 € | 20.000 – 27.000 € | Passivhaus, KfW-40-Standard |
Preise inkl. Erdarbeiten, Schalung, Bewehrung, Beton und Dämmung. Ohne Bodengutachten und ohne schwierige Bodenverhältnisse. Stand: Februar 2026.
Was kostet eine Bodenplatte wirklich? Die Kostenaufstellung
Die veröffentlichten Quadratmeterpreise verschleiern oft, welche Leistungen enthalten sind. Hier die vollständige Aufschlüsselung:
Kostenbeispiel: Gedämmte Bodenplatte für EFH (100 m², 25 cm Stärke)
1. Vorarbeiten:
- Bodengutachten: 500 – 1.500 €
- Erdarbeiten (Auskofferung 30–50 cm): 1.500 – 3.500 €
- Tragschicht (Schotter/Kies, 20–30 cm): 800 – 2.000 €
- Sauberkeitsschicht (5 cm Magerbeton): 300 – 800 €
2. Bodenplatte selbst:
- Schalung (Randbereiche): 400 – 800 €
- Perimeterdämmung (XPS, 12–20 cm): 1.500 – 3.000 €
- Abdichtung (Bitumenbahn oder Folie): 300 – 800 €
- Bewehrung (Stahlmatten Q188/Q257): 800 – 1.500 €
- Beton (C25/30, ca. 25 m³): 2.500 – 4.000 €
- Betonpumpe + Einbringung: 500 – 1.000 €
- Frostschürze (80 cm tief, umlaufend): 1.200 – 2.500 €
3. Leitungen (im Bodenplattenbereich):
- Grundleitungen Abwasser (KG-Rohr): 800 – 2.000 €
- Leerrohre für Wasser/Strom: 300 – 600 €
Gesamtkosten: ca. 11.200 – 24.000 € (112 – 240 €/m²)
Bodengutachten: Die wichtigste Investition vor dem Bau
Ein Bodengutachten (geologisches Gutachten) kostet 500–1.500 € und ist die beste Versicherung gegen böse Überraschungen:
| Bodenverhältnis | Auswirkung auf die Kosten |
|---|---|
| Tragfähiger Boden (Sand, Kies) | Standardplatte reicht → keine Mehrkosten |
| Lehmiger/toniger Boden | Tiefere Auskofferung + dickere Tragschicht → +2.000 – 5.000 € |
| Hohes Grundwasser | Druckwasserdichte Wanne nötig → +5.000 – 15.000 € |
| Altlasten im Boden | Bodenaushub muss entsorgt werden → +3.000 – 20.000 € |
⚠️ Ohne Bodengutachten bauen = Russisch Roulette
Bauherren, die am Bodengutachten sparen, riskieren Nachfinanzierungen von 5.000 – 20.000 €, wenn der Bagger auf Fels, hohen Grundwasserspiegel oder kontaminierten Boden trifft. Die 500–1.500 € für das Gutachten sind die beste Absicherung im gesamten Hausbau.
Standard-Bodenplatte vs. Thermobodenplatte
| Kriterium | Standard-Bodenplatte | Thermobodenplatte |
|---|---|---|
| Kosten (100 m²) | 10.000 – 17.000 € | 13.000 – 20.000 € |
| Dämmung | 8–12 cm unter/über der Platte | 20+ cm rundum, Frostschürze gedämmt |
| Fußbodenheizung | Separat verlegt (zusätzliche Kosten) | Bereits integriert |
| Energieeffizienz | GEG 2024 konform | KfW-40 / Passivhaus-fähig |
| Heizkosten-Ersparnis | Referenz | 10–20 % weniger Heizenergie |
💡 Meister-Tipp: Thermobodenplatte bei Wärmepumpe
Wenn Sie eine Wärmepumpe mit Fußbodenheizung planen (heute Standard im Neubau), ist die Thermobodenplatte die wirtschaftlichste Lösung. Die Fußbodenheizung ist bereits integriert, die Extradämmung senkt die Heizkosten, und Sie sparen den separaten Estrich-Aufbau für die Fußbodenheizung (ca. 2.000–4.000 €). Netto-Aufpreis der Thermobodenplatte: oft nur 1.000–3.000 €.
Bodenplatte vs. Keller: Was lohnt sich?
| Kriterium | Bodenplatte | Keller |
|---|---|---|
| Kosten (100 m² Grundfläche) | 10.000 – 20.000 € | 30.000 – 60.000 € |
| Zusätzlicher Raum | Kein zusätzlicher Raum | ~100 m² Nutzfläche |
| Bauzeit | 3–5 Tage | 3–5 Wochen |
| Wertsteigerung | Gering | 20.000 – 40.000 € mehr Immobilienwert |
| Risiko bei Grundwasser | Gering | Hoch (Weiße Wanne nötig) |
Faustregel: Die Bodenplatte spart gegenüber dem Keller 20.000–40.000 €. Dafür fehlen Ihnen aber ~100 m² Nutzfläche für Haustechnik, Lager, Hobby. In Gegenden mit hohem Grundwasser ist die Bodenplatte fast immer die klügere Wahl.
DIY-Bereich: Wo können Sie beim Fundament sparen?
Eine Bodenplatte komplett selbst gießen ist für Laien nicht realistisch – dafür braucht es Erfahrung mit Schalung, Bewehrung und Betontechnik. Aber es gibt lukrative Teilleistungen, die Sie selbst übernehmen können:
🔧 DIY-Sparpotenzial bei der Bodenplatte (100 m²)
✅ Selbst machen → 20–40 % der Gesamtkosten sparen:
- Erdarbeiten vorbereiten: Oberboden abschieben (Minibagger mieten: 150–250 €/Tag) → Ersparnis: 800 – 2.000 €
- Tragschicht einbringen + verdichten: Schotter liefern lassen, selbst verteilen und mit Rüttelplatte verdichten → Ersparnis: 500 – 1.000 €
- Grundleitungen verlegen: KG-Rohre für Abwasser selbst verlegen (nach Plan des Architekten) → Ersparnis: 500 – 1.200 €
- Dämmplatten verlegen: XPS-Platten auf die Sauberkeitsschicht legen, PE-Folie darüber → Ersparnis: 300 – 800 €
- Schalung setzen: Randschalung für die Platte bauen → Ersparnis: 200 – 400 €
❌ Unbedingt dem Fachbetrieb überlassen:
- Statische Berechnung und Bewehrungsplan
- Bewehrung verlegen (Stahl muss exakt positioniert sein)
- Beton gießen und verdichten (Timing ist kritisch!)
- Abdichtung (Bitumenbahn) – Fehler hier = Feuchtigkeit im Haus
Realistische DIY-Ersparnis: 2.300 – 5.400 € (bei Gesamtkosten von 12.000 – 20.000 €)
🚫 Finger weg von „komplett DIY"
Eine Bodenplatte ist keine Garagenplatte. Fehler bei der Bewehrung, Abdichtung oder Betonqualität können Setzungsrisse, Feuchteschäden oder statische Probleme verursachen, die Reparaturkosten von 10.000–50.000 € nach sich ziehen. Die Bodenplatte trägt Ihr gesamtes Haus – hier ist Fachkompetenz nicht optional.
Warum der Bauunternehmer 100–270 €/m² berechnet
| Kostenfaktor | Was dahintersteckt |
|---|---|
| Schwere Geräte | Bagger, Betonpumpe, Rüttelplatte, Flügelglätter → Maschinenkosten |
| Timing | Beton muss in einem Zug gegossen und verdichtet werden → Team von 4–6 Leuten nötig |
| Statische Verantwortung | Fachbetrieb haftet für korrekte Bewehrung laut Statikplan |
| Gewährleistung (5 Jahre) | Risse, Feuchtigkeit oder Setzungen? → Nachbesserung inklusive |
Häufige Fragen zu Bodenplatte gießen Kosten
Was kostet eine Bodenplatte pro m² 2026?
Einfache Betonplatte (ungedämmt): 70–100 €/m². Gedämmte Standard-Bodenplatte: 100–170 €/m². Thermobodenplatte: 130–200 €/m². Premium mit Hochdämmung: 200–270 €/m². Für 100 m²: 10.000–27.000 € je nach Ausführung.
Kann ich die Bodenplatte selbst gießen?
Komplett selbst: nicht empfehlenswert. Aber durch Eigenleistung bei Erdarbeiten, Tragschicht, Grundleitungen und Dämmung können Sie 20–40 % der Gesamtkosten sparen (2.300–5.400 €). Bewehrung, Betonguss und Abdichtung sollten immer vom Fachbetrieb kommen.
Bodenplatte oder Keller – was ist günstiger?
Die Bodenplatte spart 20.000–40.000 € gegenüber einem Keller. Dafür verlieren Sie ~100 m² Nutzfläche. Ein Keller steigert den Immobilienwert um 20.000–40.000 €. Bei hohem Grundwasser ist die Bodenplatte fast immer die bessere Wahl.
Brauche ich ein Bodengutachten?
Unbedingt. Kosten: 500–1.500 €. Ohne Gutachten riskieren Sie Mehrkosten von 5.000–20.000 € bei schwierigen Bodenverhältnissen (Grundwasser, Altlasten, nicht tragfähiger Boden). Viele Fertighausanbieter verlangen es inzwischen verpflichtend.
Was ist eine Thermobodenplatte?
Eine rundum hochgedämmte Fundamentplatte (20+ cm Dämmung) mit integrierter Fußbodenheizung. Kosten: 130–200 €/m² (ca. 3.000–5.000 € mehr als Standard). Vorteil: 10–20 % weniger Heizenergie und kein separater Estrich-Aufbau nötig. Ideal in Kombination mit Wärmepumpe.
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