Wärmepumpe Kosten 2026: Preise, Förderung & Wirtschaftlichkeit
Was kostet eine Wärmepumpe wirklich? Wir zeigen alle Kosten für Anschaffung, Installation und Betrieb – plus bis zu 70% Förderung durch KfW und BAFA. Mit Kostenrechner und Vergleichstabelle.
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27. Januar 2026
Die Wärmepumpe ist die Heizung der Zukunft. Durch das Gebäudeenergiegesetz (GEG) und die 65%-Regel wird sie für Millionen Hausbesitzer zum Thema. Doch was kostet der Umstieg wirklich? Zwischen "15.000 Euro" und "50.000 Euro" liest man alles – eine verwirrende Spanne. In diesem Guide schlüsseln wir alle Kosten transparent auf, zeigen Ihnen die üppigen Fördermöglichkeiten und rechnen vor, wann sich eine Wärmepumpe amortisiert.
1. Anschaffungskosten nach Wärmepumpen-Typ
Nicht jede Wärmepumpe ist gleich teuer. Die Kosten hängen stark von der Wärmequelle ab.
| Wärmepumpen-Typ | Anschaffung (inkl. Installation) | Besonderheit |
|---|---|---|
| Luft-Wasser-Wärmepumpe | 15.000 € – 25.000 € | Am günstigsten, einfache Installation, neue Lärmschutz-Regeln ab 2026 |
| Erdwärmepumpe (Flächenkollektor) | 20.000 € – 35.000 € | Benötigt große Gartenfläche für Erdarbeiten |
| Erdwärmepumpe (Tiefenbohrung) | 25.000 € – 45.000 € | Teuer durch Bohrung (50-100m), aber höchste Effizienz |
| Wasser-Wasser-Wärmepumpe | 25.000 € – 40.000 € | Nutzt Grundwasser, genehmigungspflichtig |
Hinweis: Die Preise verstehen sich inklusive Demontage der alten Heizung, Installation und Inbetriebnahme. Regionale Unterschiede bis 20% sind möglich.
2. Zusätzliche Kosten: Womit Sie rechnen müssen
Neben der Wärmepumpe selbst fallen oft weitere Kosten an:
- Hydraulischer Abgleich: 500 € – 1.500 € (Pflicht für Förderung!)
- Anpassung der Heizflächen: 2.000 € – 8.000 € (bei älteren Heizkörpern nötig)
- Stromanschluss verstärken: 500 € – 2.000 € (bei älteren Häusern oft nötig)
- Warmwasserspeicher: 1.000 € – 3.000 € (wenn nicht vorhanden)
- Erdarbeiten (bei Erdwärme): bereits in Tabelle enthalten
3. Förderung 2026: Bis zu 70% vom Staat
Die gute Nachricht: Der Staat übernimmt einen Großteil der Kosten. Die Förderung erfolgt über die KfW (Programm 458) und ist kumulierbar.
Förder-Bausteine 2026
- Grundförderung: 30% für alle klimafreundlichen Heizungen
- Effizienz-Bonus: +5% für Wärmepumpen mit Erdwärme, Grundwasser oder natürlichem Kältemittel
- Klima-Geschwindigkeitsbonus: +20% beim Austausch einer mindestens 20 Jahre alten Gas-/Biomasseheizung ODER einer Öl-/Kohleheizung (jedes Alter)
- Einkommens-Bonus: +30% bei zu versteuerndem Haushaltseinkommen unter 40.000 €/Jahr
Maximale Förderung: 70% der förderfähigen Kosten (max. 30.000 € Investition = max. 21.000 € Zuschuss)
Rechenbeispiel: Luft-Wasser-Wärmepumpe
Familie Müller ersetzt ihre 25 Jahre alte Gasheizung:
- Kosten Wärmepumpe inkl. Installation: 22.000 €
- Grundförderung (30%): 6.600 €
- Klima-Geschwindigkeitsbonus (20%): 4.400 €
- Gesamtförderung (50%): 11.000 €
- Eigenanteil: 11.000 €
4. Laufende Kosten: Strom, Wartung, Versicherung
Eine Wärmepumpe hat deutlich niedrigere Betriebskosten als eine Öl- oder Gasheizung.
| Kostenart | Wärmepumpe | Gasheizung (zum Vergleich) |
|---|---|---|
| Energiekosten (150 m² Haus) | 1.000 € – 1.500 €/Jahr | 1.800 € – 2.500 €/Jahr (inkl. CO₂-Preis) |
| Wartung | 150 € – 300 €/Jahr | 150 € – 250 €/Jahr |
| Schornsteinfeger | 0 € (entfällt!) | 60 € – 100 €/Jahr |
Tipp: Der CO₂-Preis steigt 2026 auf 55-65 €/Tonne. Damit wird fossiles Heizen jedes Jahr teurer – ein starkes Argument für die Wärmepumpe.
5. Neue Anforderung 2026: Lärmschutz für Luft-Wasser-Wärmepumpen
Seit Januar 2026 gilt: Luft-Wasser-Wärmepumpen müssen mindestens 10 dB leiser sein als die EU-Ökodesign-Vorgaben vorschreiben. Achten Sie beim Kauf auf entsprechende Herstellerzertifikate – sonst gibt es keine Förderung!
6. Wann lohnt sich eine Wärmepumpe?
✅ Gute Voraussetzungen
- Gut gedämmtes Haus (ab Baujahr ~1990)
- Fußbodenheizung oder große Heizkörper
- Eigene PV-Anlage (Strom selbst erzeugen)
- Alte Heizung (Förderbonus!)
⚠️ Herausfordernd
- Altbau ohne Dämmung (hoher Wärmebedarf)
- Kleine Heizkörper (niedrige Vorlauftemperatur schwierig)
- Enge Bebauung (Lärmschutz!)
- Kein Platz für Außengerät
7. FAQ – Häufige Fragen zu Wärmepumpen-Kosten
Kann ich die Wärmepumpe selbst installieren?
Nein. Die Installation muss durch einen zertifizierten Fachbetrieb erfolgen – sonst gibt es keine Förderung und keine Garantie. Anders als bei PV ist hier nichts DIY-tauglich.
Wie lange ist die Lieferzeit?
Die Lieferengpässe der letzten Jahre haben sich entspannt. Aktuell (2026) beträgt die Lieferzeit für gängige Modelle 4-8 Wochen. Für Erdwärmepumpen mit Bohrung sollten Sie 3-4 Monate einplanen.
Gibt es Alternativen zur Förderung?
Ja. Statt BAFA/KfW-Förderung können Sie die Kosten von der Steuer absetzen (20% über 3 Jahre). Das lohnt sich, wenn Sie die Förder-Voraussetzungen nicht erfüllen oder eine hohe Steuerlast haben.
8. Experten-Fazit
"Eine Wärmepumpe ist 2026 keine Luxus-Entscheidung mehr, sondern wirtschaftlich oft die beste Wahl. Mit bis zu 70% Förderung und steigenden CO₂-Preisen für fossile Brennstoffe rechnet sich der Umstieg bei den meisten Bestandsgebäuden innerhalb von 8-15 Jahren. Wer eine PV-Anlage besitzt, heizt quasi kostenlos."
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