Photovoltaik Kosten 2026: Preise, Wirtschaftlichkeit & Förderung
Was kostet eine PV-Anlage wirklich? Wir zeigen aktuelle Preise pro kWp (historisch niedrig!), rechnen Renditen vor und erklären, wann sich Photovoltaik 2026 lohnt. Mit Kostenrechner und Spar-Tipps.
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27. Januar 2026
Die Preise für Photovoltaikanlagen befinden sich Anfang 2026 auf einem historischen Tiefstand: Rund 1.015 Euro pro Kilowatt-Peak (kWp) – ein Rückgang von 4% gegenüber 2025 und über 50% gegenüber 2012. Gleichzeitig steigen die Strompreise weiter. Die Rechnung ist klar: Eine eigene Solaranlage war noch nie so attraktiv. Doch was kostet eine komplette Anlage? Lohnt sich ein Speicher? Und welche Förderungen gibt es? Alle Antworten in diesem Guide.
1. Aktuelle Preise 2026: Was kostet Photovoltaik pro kWp?
Die Kosten für eine fertig installierte PV-Anlage hängen von der Größe, den Modulen und dem Installationsaufwand ab.
| Anlagengröße | Kosten pro kWp (netto) | Gesamtkosten (ohne Speicher) |
|---|---|---|
| 3-4 kWp (kleine Anlage) | 1.400 € – 1.800 € | 4.200 € – 7.200 € |
| 5-6 kWp (Standard EFH) | 1.200 € – 1.500 € | 6.000 € – 9.000 € |
| 8-10 kWp (großes EFH) | 1.000 € – 1.300 € | 8.000 € – 13.000 € |
| + Stromspeicher (5-10 kWh) | 325 € pro kWh | +1.600 € – 3.500 € |
Stand: Januar 2026. Größere Anlagen sind pro kWp günstiger, da Fixkosten (Anfahrt, Gerüst, Planung) auf mehr Module verteilt werden.
2. Was ist im Preis enthalten?
Ein seriöses Angebot für eine PV-Anlage sollte folgende Positionen umfassen:
- Solarmodule: ~180 €/kWp (Durchschnitt 2026, -9% vs. Vorjahr)
- Wechselrichter: ~200-400 €/kWp (wandelt Gleichstrom in Wechselstrom)
- Montagesystem: 80-200 €/kWp (je nach Dachtyp)
- Kabel & Kleinmaterial: ~50-100 €
- Planung & Anmeldung: 200-500 € pauschal
- Montage & Inbetriebnahme: 300-500 €/kWp
3. Stromspeicher: Lohnt sich das?
Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauch des selbst erzeugten Stroms von ~30% auf ~70%. Aber lohnt sich die Investition?
Speicher-Kalkulation
Kosten: 5 kWh Speicher = ~1.600 € (325 €/kWh)
Ersparnis: ~400-600 kWh mehr Eigenverbrauch/Jahr → Ersparnis: ~160-240 €/Jahr (bei 40 ct/kWh Netzstrom)
Amortisation: 7-10 Jahre
Fazit: Ein Speicher lohnt sich, wenn Sie tagsüber wenig zu Hause sind und viel Strom abends/nachts verbrauchen. Ohne Speicher kann eine PV-Anlage sich schneller rechnen.
4. Wirtschaftlichkeit: Wann lohnt sich PV?
Eine Photovoltaikanlage produziert Strom für 6-14 Cent pro kWh – deutlich günstiger als Netzstrom (aktuell ~35-45 ct/kWh). Die Faustregeln:
✅ Lohnt sich definitiv
- Kosten unter 1.600 €/kWp
- Hoher Eigenverbrauch (Homeoffice, Wärmepumpe, E-Auto)
- Südausrichtung, wenig Verschattung
- Dachsanierung steht eh an
⚡ Noch rentabel
- Kosten bis 1.800 €/kWp
- Ost-West-Ausrichtung (längere Sonnenstunden)
- Kombination mit Speicher und Wärmepumpe
Rechenbeispiel: 8 kWp Anlage ohne Speicher
- Investition: 8.800 € (1.100 €/kWp)
- Jährlicher Ertrag: ~7.500 kWh
- Eigenverbrauch (30%): 2.250 kWh × 0,40 € = 900 € Ersparnis
- Einspeisung (70%): 5.250 kWh × 0,08 € = 420 € Vergütung
- Jährlicher Vorteil: 1.320 €
- Amortisation: ~6-7 Jahre
5. Mögliche Preissteigerung 2026: China-Zölle
Achtung: Die chinesische Regierung streicht Vergünstigungen auf PV-Exporte. Experten rechnen mit möglichen Preissteigerungen von ~10% im Laufe des Jahres 2026. Wer plant, sollte nicht zu lange warten.
6. Förderung für Photovoltaik 2026
Die klassische Einspeisevergütung ist der Hauptfördermechanismus:
- Einspeisevergütung: ~8 ct/kWh für Überschusseinspeisung (20 Jahre garantiert)
- Volleinspeisung: ~12 ct/kWh (wenn Sie keinen Strom selbst nutzen)
- Keine Mehrwertsteuer: Seit 2023 sind PV-Anlagen unter 30 kWp von der MwSt. befreit
Wichtig: Eine direkte Zuschuss-Förderung wie bei Wärmepumpen gibt es für PV-Anlagen nicht. Die Förderung erfolgt über die Einspeisevergütung und den Steuervorteil.
7. Checkliste: PV-Anlage planen
Vor der Beauftragung prüfen
- Dachzustand: Ist das Dach noch 20+ Jahre tragfähig? Sonst erst sanieren!
- Verschattung: Bäume, Nachbargebäude, Gauben – alles reduziert den Ertrag
- Denkmalschutz: In manchen Gebieten ist PV genehmigungspflichtig
- Angebote vergleichen: Mindestens 3 Angebote von lokalen Installateuren einholen
- Versicherung: PV-Anlage in der Wohngebäudeversicherung melden
8. FAQ – Häufige Fragen zu PV-Kosten
Kann ich PV-Module selbst installieren?
Theoretisch ja (bei Balkon-PV üblich), aber für Dachanlagen brauchen Sie einen Elektriker für den Netzanschluss. Ohne Fachbetrieb gibt es keine Garantie und oft Probleme mit der Versicherung.
Welche Module sind die besten?
Markenmodule (Meyer Burger, SunPower, Longi) bieten höhere Effizienz und längere Garantien. Der Aufpreis lohnt sich meist nur bei begrenzter Dachfläche.
Wie schnell geht die Installation?
Bei einem Einfamilienhaus dauert die Installation typischerweise 1-2 Tage. Die Wartezeit auf einen Installateur beträgt aktuell 4-8 Wochen.
9. Experten-Fazit
"Photovoltaik ist 2026 ein No-Brainer für fast jeden Hausbesitzer. Die Kosten sind auf einem historischen Tief, die Strompreise steigen, und der Klimanutzen ist unbestritten. Wer eine Wärmepumpe plant oder ein E-Auto fährt, profitiert doppelt: Der Strom vom Dach macht die Heizung und die Mobilität quasi kostenlos."
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