Kaminsanierung
Kaminsanierung – Die Instandsetzung eines bestehenden Schornsteins durch Einziehen von Edelstahlrohren oder keramischen Rohren
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Was ist eine Kaminsanierung?
Eine Kaminsanierung ist die Instandsetzung oder Anpassung eines bestehenden Schornsteins an neue Anforderungen. Häufigster Grund ist der Einbau einer Brennwertheizung, die ein feuchteunempfindliches Abgasrohr benötigt.
Sanierungsmethoden
| Methode | Material | Kosten | Einsatz |
|---|---|---|---|
| Edelstahlrohr einziehen | V2A/V4A Edelstahl | 1.500–4.000 € | Brennwert, Kaminofen |
| Keramische Sanierung | Keramikrohre | 3.000–7.000 € | Höchste Qualität |
| Fugeninnensanierung | Spezialputz | 1.000–3.000 € | Leichte Schäden |
| PP-Rohr | Kunststoff | 800–2.000 € | Nur Brennwert |
| Neubau (Edelstahl-Außenschornstein) | Doppelwand-Edelstahl | 2.000–5.000 € | Kein vorhandener Kamin |
Gründe für eine Kaminsanierung
- Versottung: Feuchtigkeit und Teer dringen ins Mauerwerk
- Brennwerttechnik: Niedrige Abgastemperatur erzeugt Kondensat
- Querschnittsanpassung: Moderner Kessel braucht kleineren Querschnitt
- Rissbildung: Undichte Stellen durch Alterung
- Vorschrift: Schornsteinfeger ordnet Sanierung an
Kosten (Einfamilienhaus, 2 Stockwerke)
| Position | Kosten |
|---|---|
| Edelstahl-Flexrohr (∅ 80 mm, 8 m) | 600 € – 1.200 € |
| Formteile und Anschlüsse | 200 € – 500 € |
| Montage | 500 € – 1.500 € |
| Abnahme Schornsteinfeger | 50 € – 100 € |
| Gesamt | 1.500 € – 3.500 € |
Tipps
- Vor der Heizungserneuerung den Schornsteinfeger konsultieren
- Edelstahl V4A für kondensatführende Abgase (Brennwert) wählen
- Doppelwandiges Edelstahlrohr außen, wenn kein innenliegender Kamin vorhanden
- Sanierung beim Heizungstausch direkt mit einplanen (Zeitersparnis)
Häufige Fragen zu Kaminsanierung
Was kostet eine Kaminsanierung?
Edelstahlrohr einziehen: 1.500–4.000 € (je nach Länge und Durchmesser). Keramische Sanierung: 3.000–7.000 €. Fugen-Innensanierung: 1.000–3.000 €. Kompletter Neubau: 5.000–15.000 €.
Wann muss ein Kamin saniert werden?
Bei Rissen im Schornsteinmauerwerk, bei Versottung (braune Flecken, Geruch), beim Umstieg auf Brennwerttechnik (feuchteunempfindliches Rohr nötig), bei unzureichendem Querschnitt oder auf Anordnung des Schornsteinfegers.
Welches Material für die Kaminsanierung?
Edelstahl (V2A/V4A): Standard, günstig, flexibel. Keramik: Langlebig, hitzebeständig, teurer. Kunststoff (PP): Nur für Brennwert (niedrige Temperaturen). Die Wahl hängt vom Heizungstyp ab.
Brauche ich eine Genehmigung für die Kaminsanierung?
Eine formelle Baugenehmigung ist meist nicht nötig. Der Bezirksschornsteinfeger muss die Sanierung aber abnehmen und freigeben, bevor die Heizung in Betrieb genommen werden darf.
