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Bautechnik & Normen

Kaminsanierung

KaminsanierungDie Instandsetzung eines bestehenden Schornsteins durch Einziehen von Edelstahlrohren oder keramischen Rohren

1 Min. Lesezeit

Was ist eine Kaminsanierung?

Eine Kaminsanierung ist die Instandsetzung oder Anpassung eines bestehenden Schornsteins an neue Anforderungen. Häufigster Grund ist der Einbau einer Brennwertheizung, die ein feuchteunempfindliches Abgasrohr benötigt.

Sanierungsmethoden

MethodeMaterialKostenEinsatz
Edelstahlrohr einziehenV2A/V4A Edelstahl1.500–4.000 €Brennwert, Kaminofen
Keramische SanierungKeramikrohre3.000–7.000 €Höchste Qualität
FugeninnensanierungSpezialputz1.000–3.000 €Leichte Schäden
PP-RohrKunststoff800–2.000 €Nur Brennwert
Neubau (Edelstahl-Außenschornstein)Doppelwand-Edelstahl2.000–5.000 €Kein vorhandener Kamin

Gründe für eine Kaminsanierung

  • Versottung: Feuchtigkeit und Teer dringen ins Mauerwerk
  • Brennwerttechnik: Niedrige Abgastemperatur erzeugt Kondensat
  • Querschnittsanpassung: Moderner Kessel braucht kleineren Querschnitt
  • Rissbildung: Undichte Stellen durch Alterung
  • Vorschrift: Schornsteinfeger ordnet Sanierung an

Kosten (Einfamilienhaus, 2 Stockwerke)

PositionKosten
Edelstahl-Flexrohr (∅ 80 mm, 8 m)600 € – 1.200 €
Formteile und Anschlüsse200 € – 500 €
Montage500 € – 1.500 €
Abnahme Schornsteinfeger50 € – 100 €
Gesamt1.500 € – 3.500 €

Tipps

  • Vor der Heizungserneuerung den Schornsteinfeger konsultieren
  • Edelstahl V4A für kondensatführende Abgase (Brennwert) wählen
  • Doppelwandiges Edelstahlrohr außen, wenn kein innenliegender Kamin vorhanden
  • Sanierung beim Heizungstausch direkt mit einplanen (Zeitersparnis)

Häufige Fragen zu Kaminsanierung

Was kostet eine Kaminsanierung?
Edelstahlrohr einziehen: 1.500–4.000 € (je nach Länge und Durchmesser). Keramische Sanierung: 3.000–7.000 €. Fugen-Innensanierung: 1.000–3.000 €. Kompletter Neubau: 5.000–15.000 €.
Wann muss ein Kamin saniert werden?
Bei Rissen im Schornsteinmauerwerk, bei Versottung (braune Flecken, Geruch), beim Umstieg auf Brennwerttechnik (feuchteunempfindliches Rohr nötig), bei unzureichendem Querschnitt oder auf Anordnung des Schornsteinfegers.
Welches Material für die Kaminsanierung?
Edelstahl (V2A/V4A): Standard, günstig, flexibel. Keramik: Langlebig, hitzebeständig, teurer. Kunststoff (PP): Nur für Brennwert (niedrige Temperaturen). Die Wahl hängt vom Heizungstyp ab.
Brauche ich eine Genehmigung für die Kaminsanierung?
Eine formelle Baugenehmigung ist meist nicht nötig. Der Bezirksschornsteinfeger muss die Sanierung aber abnehmen und freigeben, bevor die Heizung in Betrieb genommen werden darf.

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