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Recht & Geschäft

Baustelleneinrichtung

BaustelleneinrichtungAlle vorbereitenden Maßnahmen und temporären Einrichtungen auf einer Baustelle, wie Zufahrt, Strom, Wasser, Container und Absperrungen

1 Min. Lesezeit

Was ist eine Baustelleneinrichtung?

Die Baustelleneinrichtung (BE) umfasst alle Maßnahmen und Einrichtungen, die auf einer Baustelle benötigt werden, bevor die eigentliche Bauarbeit beginnen kann. Sie wird nach Abschluss der Arbeiten wieder zurückgebaut.

Bestandteile

BereichElemente
VersorgungBaustrom (Verteiler), Bauwasser, ggf. Abwasser
ZufahrtBaustraße, Zufahrtsrampe, Wendeplatz
LagerungContainer, Materiallagerplatz, Siloflächen
PersonalBürocontainer, Sanitärcontainer, Pausenraum
SicherheitBauzaun, Absperrungen, Beschilderung, Beleuchtung
HebetechnikKranstellflächen, Aufzüge
EntsorgungContainer für Bauschutt, Mischabfall, Holz

Gesetzliche Grundlagen

VorschriftInhalt
Baustellenverordnung (BaustellV)Koordinationspflichten, SiGe-Plan
DGUV Vorschrift 38Arbeitssicherheit auf Baustellen
ArbStättVAnforderungen an Sanitär, Pausenräume
StVOZufahrt, Halteverbote, Verkehrssicherung

Kosten Richtwerte 2026

PositionTypische Kosten
Baustrom-Anschluss500–1.500 €
Bauwasser-Anschluss300–800 €
Bürocontainer (6 m, Miete/Monat)150–300 €
Sanitärcontainer (Miete/Monat)200–400 €
Bauzaun (100 m, Miete/Monat)200–500 €
Schuttcontainer 7 m³ (Abholung)300–600 €
Baustraße (geschottert, 50 m)2.000–5.000 €

BE-Plan erstellen

SchrittAktion
1Grundstücksplan mit Zufahrt und Nachbargrenzen
2Kranstandort und Schwenkbereich einzeichnen
3Strom- und Wasseranschluss planen
4Material- und Containerstellplätze festlegen
5Sicherungsbereiche (Absperrungen, Gehwege)
6Entsorgungslogistik (Container, Abfuhrwege)

Checkliste Baustelleneinrichtung

  • Baustellenverordnung geprüft (SiGe-Koordinator bei > 1 Gewerk)
  • Baustrom beantragt (Netzbetreiber, 4–6 Wochen Vorlauf)
  • Bauwasser beantragt (Stadtwerke)
  • Halteverbotsschilder für Lieferverkehr (Ordnungsamt)
  • Bauzaun aufgestellt und beschildert
  • Bauschild mit Bauherr, Architekt, Firmen aufgestellt
  • Sanitäreinrichtung vorhanden (Pflicht ab 1 Beschäftigten)
  • Erste-Hilfe-Material auf der Baustelle
  • Entsorgungscontainer bestellt

Tipps vom Profi

  1. Baustrom frühzeitig beantragen — 4–6 Wochen Vorlauf einplanen
  2. BE-Kosten im Angebot ausweisen — nicht in die Einheitspreise verstecken
  3. Zufahrt mit Nachbarn abstimmen — vermeidet Ärger und Bauverzögerungen
  4. Container nicht zu klein wählen — ein Sanitärcontainer ist Pflicht, auch bei Sanierungen
  5. Fotos bei Einrichtung und Räumung — dokumentiert den Zustand für spätere Streitigkeiten

Häufige Fragen zu Baustelleneinrichtung

Was gehört zur Baustelleneinrichtung?
Baustrom, Bauwasser, Zufahrt, Container (Büro, Sanitär, Lager), Absperrung, Gerüst, Kranstellflächen, Entsorgungscontainer und Beschilderung. Die Anforderungen richten sich nach Projektgröße und Baustellenverordnung.
Was kostet eine Baustelleneinrichtung?
Je nach Projektgröße 2–5 % der Gesamtbaukosten. Bei einem Einfamilienhaus-Neubau typischerweise 5.000–15.000 €, bei Sanierungen oft 2.000–8.000 €.
Wer bezahlt die Baustelleneinrichtung?
Grundsätzlich der Bauherr. Die Kosten werden entweder als eigene Position im Leistungsverzeichnis ausgeschrieben oder sind in den Einheitspreisen der Gewerke enthalten.