Enthärtungsanlage
Enthärtungsanlage – Ein Gerät zur Reduzierung des Kalkgehalts im Trinkwasser durch Ionenaustausch – schützt Rohre und Geräte
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Was ist eine Enthärtungsanlage?
Eine Enthärtungsanlage (Wasserenthärter) reduziert den Kalkgehalt im Trinkwasser durch Ionenaustausch. Sie wird am Hauswasseranschluss installiert und schützt Rohrleitungen, Armaturen und Haushaltsgeräte vor Kalkablagerungen.
Funktionsprinzip
- Filtration: Wasser fließt durch Ionenaustauscherharz
- Austausch: Calcium- und Magnesiumionen werden gegen Natriumionen getauscht
- Regeneration: Harz wird mit Sole (Kochsalzlösung) gespült
- Kreislauf: Anlage wechselt automatisch zwischen zwei Harzflaschen (Duplex-Anlage)
Wasserhärte-Bereiche
| Härtebereich | Grad (°dH) | Bewertung | Enthärtung? |
|---|---|---|---|
| Weich | 0–8,4 °dH | Kein Kalkproblem | Nicht nötig |
| Mittel | 8,4–14 °dH | Leichte Ablagerungen | Optional |
| Hart | 14–21 °dH | Deutliche Kalkbildung | Empfohlen |
| Sehr hart | über 21 °dH | Starke Verkalkung | Dringend empfohlen |
Kosten im Überblick
| Position | Kosten |
|---|---|
| Gerät (Einfamilienhaus) | 1.200 € – 3.000 € |
| Installation | 300 € – 600 € |
| Regeneriersalz (jährlich) | 30 € – 80 € |
| Strom (jährlich) | 20 € – 50 € |
| Wartung (alle 1–2 Jahre) | 100 € – 200 € |
Vorteile
- ✅ Schutz von Rohrleitungen und Armaturen
- ✅ Weniger Reinigungsaufwand (keine Kalkflecken)
- ✅ Höhere Lebensdauer von Waschmaschine, Geschirrspüler, Durchlauferhitzer
- ✅ Weniger Waschmittel und Reiniger nötig
- ✅ Besseres Hautgefühl beim Duschen
Einbauvoraussetzungen
- Einbau nach dem Hauswasserzähler
- Stromanschluss in der Nähe
- Abwasseranschluss für Regenerationswasser
- Frostsicherer, trockener Aufstellort
- Installation durch SHK-Fachbetrieb empfohlen
Tipps
- Wasserhärte beim Versorger erfragen oder selbst messen
- Duplex-Anlage wählen (durchgängige Versorgung auch bei Regeneration)
- Zielwert auf 6–8 °dH einstellen (nicht auf 0 °dH)
- Auf DVGW-Zertifizierung achten
Häufige Fragen zu Enthärtungsanlage
Was kostet eine Enthärtungsanlage?
Eine Enthärtungsanlage für ein Einfamilienhaus kostet 1.200–3.000 € für das Gerät plus 300–600 € für die Installation. Jährliche Betriebskosten (Salz, Strom, Wasser) liegen bei 50–150 €.
Ab welchem Härtegrad lohnt sich eine Enthärtungsanlage?
Ab einem Härtegrad von 14 °dH (Härtebereich 'hart') ist eine Enthärtungsanlage sinnvoll. Ab 21 °dH ('sehr hart') wird sie dringend empfohlen, um Geräte und Leitungen zu schützen.
Wie funktioniert eine Enthärtungsanlage?
Das Wasser fließt durch ein Ionenaustauscherharz, das Calcium- und Magnesiumionen gegen Natriumionen tauscht. Das Harz wird regelmäßig mit Regeneriersalz gespült und regeneriert.
Muss eine Enthärtungsanlage gewartet werden?
Ja, regelmäßig Regeneriersalz nachfüllen (ca. alle 4–8 Wochen) und alle 1–2 Jahre eine professionelle Wartung durchführen lassen. Die Anlage muss nach DIN 19636 installiert sein.
