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allgemein4 Min. Lesezeit

Handwerker-Portale 2025 im Vergleich: MyHammer, Blauarbeit & Co.

Wo finde ich gute Aufträge? Und wo gute Handwerker? Wir haben die größten Vermittlungsplattformen getestet und zeigen, wo sich die Anmeldung lohnt – und wo Vorsicht geboten ist.

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Redaktion handwerk.cloud

5. Februar 2025

Geprüfte Fachbetriebe🔒Sichere Daten (SSL)💯Kostenlos & unverbindlich4,8/5 Kundenbewertung

Der Markt für Handwerker-Vermittlung boomt. Dutzende Portale buhlen um die Gunst von Auftraggebern und Betrieben. Doch für wen lohnt sich welche Plattform? Ist MyHammer nur etwas für Billigheimer? Und wo finde ich als Kunde wirklich geprüfte Qualität? Wir haben die Platzhirsche unter die Lupe genommen.

1. Die Geschäftsmodelle: Wie verdienen die Portale Geld?

Bevor wir die Anbieter vergleichen, müssen Sie verstehen, wie das System funktioniert. Es gibt drei Modelle:

  • Ausschreibung (Rückwärtsauktion): Der Kunde stellt einen Auftrag ein ("Wand streichen"), Handwerker unterbieten sich im Preis. (Beispiel: Frühes MyHammer-Modell).
  • Kontaktgebühr (Lead-Kauf): Der Handwerker zahlt dafür, dass er die Kontaktdaten eines interessierten Kunden erhält – egal ob er den Auftrag bekommt oder nicht.
  • Provision: Das Portal kassiert einen Prozentsatz vom Auftragswert.

2. Die Marktführer im Check

MyHammer

Das Prinzip: Der Marktführer. Kunden stellen Aufträge ein, Handwerker bewerben sich. Inzwischen keine reine Preisauktion mehr, Qualität zählt stärker.

Für Handwerker: Hohe Reichweite, aber auch hohe Konkurrenz. Kostet monatliche Grundgebühr plus Gebühr pro Kontakt.

Für Kunden: Riesige Auswahl. Bewertungssystem schafft Transparenz. Vorsicht bei extrem billigen Angeboten!

Blauarbeit

Das Prinzip: Ähnlich wie MyHammer, aber oft etwas günstiger in den Gebühren. Fokus auf kleinere Reparaturen und Renovierungen.

Besonderheit: Bietet auch einen "Direkt-Service" zum Festpreis für Standard-Aufgaben an.

Check24 Profis

Das Prinzip: Der Vergleichsriese mischt auch im Handwerk mit. Sehr benutzerfreundliche App.

Vorteil: Kunden kennen und vertrauen der Marke Check24.

Kleinanzeigen (ehem. eBay Kleinanzeigen)

Das Prinzip: Der "Wilde Westen". Hier findet man alles vom Hobby-Bastler bis zum Meisterbetrieb.

Risiko: Keine Prüfung der Qualifikation. Schwarzarbeit-Gefahr hoch. Aber: Komplett kostenlos für private Suchende.

3. Spezial-Portale: Klasse statt Masse

Neben den "Gemischtwarenläden" gibt es spezialisierte Portale, die oft bessere Qualität liefern.

  • Energieheld / Thermondo: Spezialisiert auf Heizung & Energie. Hier bekommen Sie oft ein Komplettpaket inkl. Förderung.
  • Aroundhome: Vermittelt vor allem große Projekte (Fenster, Küchen, Solaranlagen) an geprüfte Fachfirmen.

4. Kosten-Falle Lead-Kauf: Ein Wort an die Handwerker

Viele Portale locken mit "Aufträgen ohne Akquise". Doch Vorsicht: Beim Modell "Lead-Kauf" zahlen Sie oft 20 bis 50 Euro für eine Adresse. Wenn Sie den Auftrag nicht bekommen, ist das Geld weg. Rechnen Sie genau nach: Wie hoch ist Ihre Abschlussquote? Wenn Sie 10 Leads kaufen müssen, um einen Auftrag zu bekommen, sind das schnell 300 € Akquisekosten.

5. Checkliste: So erkennen Kunden gute Portale

Qualitäts-Check

  • Meisterzwang-Prüfung: Prüft das Portal, ob der Betrieb in die Handwerksrolle eingetragen ist? (Seriöse Portale tun das!)
  • Echte Bewertungen: Gibt es ein System, das Fake-Bewertungen verhindert?
  • Kundenservice: Gibt es eine Telefonnummer, wenn es Streit mit dem Handwerker gibt?

6. FAQ - Häufige Fragen zu Handwerker-Portalen

Sind Handwerker aus dem Internet schlechter?

Nein. Auch Top-Betriebe nutzen Portale, um Lücken im Auftragsbuch zu füllen. Aber: Gute Handwerker haben ihren Preis, auch im Internet.

Ist MyHammer kostenlos?

Für Auftraggeber (Kunden) meist ja. Handwerker zahlen Gebühren.

Was tun bei Pfusch?

Das Portal ist nur Vermittler, nicht Vertragspartner. Reklamieren Sie direkt beim Handwerker. Nutzen Sie die Schlichtungsstellen der Handwerkskammern.

7. Experten-Fazit

"Portale sind ein gutes Werkzeug, um sich einen Marktüberblick zu verschaffen. Für Standard-Aufgaben (Maler, Umzug) sind sie top. Bei komplexen Sanierungen empfehlen wir jedoch den direkten Weg zum lokalen Fachbetrieb oder spezialisierte Vermittler, die eine Vor-Ort-Beratung bieten."

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