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Betrieb & Qualifikation

Deckungsbeitrag

DeckungsbeitragBetrag, den ein Auftrag zur Deckung der Fixkosten und zum Gewinn beiträgt

1 Min. Lesezeit

Was ist der Deckungsbeitrag?

Der Deckungsbeitrag (DB) ist die Differenz zwischen Erlös und variablen Kosten eines Auftrags. Er zeigt, wie viel ein Auftrag zur Deckung der Fixkosten und zum Gewinn beiträgt.

Formel

Deckungsbeitrag = Erlös (Umsatz) - variable Kosten

Im Handwerk

Deckungsbeitrag = Auftragssumme - (Material + Fremdleistung + direkte Lohnkosten)

Kostenartentrennumg

KostenartBeispieleZuordnung
Variable KostenMaterial, Fremdleistung, StundenlohnÄndern sich mit Auftrag
FixkostenMiete, Versicherung, AbschreibungKonstant, unabhängig vom Auftrag

Deckungsbeitragsrechnung

PositionBeispiel Auftrag
Auftragssumme (netto)10.000 €
- Material3.000 €
- Fremdleistung500 €
- Direkte Lohnkosten2.500 €
= Deckungsbeitrag (DB)4.000 €
DB-Quote40 %

Bedeutung für Handwerksbetriebe

Auftragssteuerung

  • Welche Aufträge sind rentabel?
  • Welche Gewerke/Leistungen laufen gut?
  • Wo sollte Kapazität erhöht werden?

Preisuntergrenze

  • Kurzfristig: Variable Kosten müssen gedeckt sein
  • Langfristig: Fixkosten + Gewinn müssen gedeckt sein

Break-Even-Analyse

Break-Even-Punkt = Fixkosten ÷ DB-Quote

Beispiel

WertBetrag
Fixkosten pro Jahr120.000 €
Durchschnittliche DB-Quote40 %
Break-Even-Umsatz300.000 €

Deckungsbeitrag verbessern

MaßnahmeWirkung auf DB
Höhere Preise⬆️ Steigt direkt
Günstigerer Einkauf⬆️ Variable Kosten sinken
Effizientere Arbeit⬆️ Lohnkosten sinken
Weniger Nacharbeit⬆️ Kosten sinken
Premium-Segment⬆️ Höhere Margen

DB-Analyse nach Bereichen

BereichUmsatzVariable KostenDBDB-Quote
Kundendienst80.000 €35.000 €45.000 €56%
Neuinstallation150.000 €95.000 €55.000 €37%
Wartungsverträge30.000 €10.000 €20.000 €67%

Hohe DB-Quote = rentabler Bereich

Grenzen der Deckungsbeitragsrechnung

SituationProblem
Gemeinkosten steigenDB sagt nichts über absolute Rentabilität
KapazitätsengpässeOpportunitätskosten nicht berücksichtigt
GroßaufträgeOft niedrigere DB-Quote, aber hoher absoluter DB

Praktische Anwendung

Kalkulationsbeispiel Heizungsanlage

PositionBetrag
Angebotspreis8.500 €
Material3.800 €
Subunternehmer0 €
Eigene Stunden (40h × 35€)1.400 €
Deckungsbeitrag3.300 €
DB-Quote39%

Entscheidungshilfe

  • DB positiv: Auftrag trägt zur Fixkostendeckung bei ✅
  • DB < übliche Quote: Preis verhandeln oder ablehnen ⚠️
  • DB negativ: Nur bei strategischen Gründen annehmen ❌

Häufige Fragen zu Deckungsbeitrag

Was ist ein Deckungsbeitrag?
Ein Deckungsbeitrag ist ein Betrag, den ein Auftrag zur Deckung der Fixkosten und zum Gewinn beiträgt. Deckungsbeitrag ist ein relevanter Fachbegriff im Handwerk, der in verschiedenen Gewerken Anwendung findet.
Was kostet ein Deckungsbeitrag?
Die Kosten für ein Deckungsbeitrag hängen von Material, Umfang und regionalen Preisunterschieden ab. Für eine genaue Kalkulation empfiehlt sich ein Kostenvoranschlag vom Fachbetrieb. Privatkunden können die Arbeitskosten ggf. als Handwerkerleistung steuerlich absetzen.
Welche Arten von Deckungsbeitrag gibt es?
Es gibt verschiedene Varianten von Deckungsbeitrag, die sich in Material, Leistungsfähigkeit und Einsatzbereich unterscheiden. Die Wahl der richtigen Variante hängt von den spezifischen Anforderungen des Projekts, dem Budget und den geltenden Normen ab. Ein Fachbetrieb berät zur optimalen Lösung.
Wann wird ein Deckungsbeitrag eingesetzt?
Deckungsbeitrag wird vor allem in verschiedenen Handwerksbereichen eingesetzt. Die Anwendung erfordert Fachkenntnisse und sollte — je nach Komplexität — von einem qualifizierten Handwerksbetrieb durchgeführt werden, um Normen und Sicherheitsstandards einzuhalten.