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Elektroprüfung (DGUV V3)
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Elektroprüfung nach DGUV V3: Sicherheit am Arbeitsplatz
Die regelmäßige Prüfung elektrischer Anlagen und Geräte ist für Unternehmen gesetzliche Pflicht. Was viele nicht wissen: Arbeitgeber haften persönlich für die Sicherheit elektrischer Betriebsmittel. Ein defekter Wasserkocher in der Teeküche, ein durchgescheuertes Verlängerungskabel oder ein alter Computer mit beschädigtem Netzkabel – all das kann zu schweren Unfällen oder Bränden führen.
Die DGUV Vorschrift 3 (früher BGV A3) verpflichtet Unternehmen, alle elektrischen Betriebsmittel regelmäßig prüfen zu lassen. Fachbetriebe für Elektroprüfung übernehmen diese Aufgabe effizient und dokumentieren die Ergebnisse lückenlos. Die Prüfung schützt Mitarbeiter vor elektrischen Unfällen und das Unternehmen vor Haftungsrisiken und Ärger mit der Berufsgenossenschaft.
Umfang der Elektroprüfung
Fachbetriebe für Elektroprüfung prüfen alle elektrischen Betriebsmittel eines Unternehmens – von der Kaffeemaschine bis zur Produktionsanlage.
Ortsveränderliche Geräte sind alle Geräte, die während des Betriebs bewegt werden können oder an wechselnden Orten eingesetzt werden. Dazu gehören Computer, Monitore, Drucker, Kaffeemaschinen, Wasserkocher, Handbohrmaschinen, Staubsauger, Verlängerungskabel und Mehrfachstecker. Sie bilden meist den Großteil der zu prüfenden Betriebsmittel.
Ortsfeste Anlagen umfassen die fest installierte Elektrik: Verteilungen, Unterverteilungen, Steckdosen, Schalter, Beleuchtungsanlagen und festverkabelte Geräte wie Durchlauferhitzer oder Küchengeräte.
Maschinen und Produktionsanlagen erfordern spezielle Prüfung nach Herstellervorgaben und Produktsicherheitsgesetz. Die elektrische Sicherheit ist Teil der Maschinenprüfung.
Fehlerstrom-Schutzschalter (RCD/FI) müssen auf ihre Auslösefunktion geprüft werden. Sie sind der letzte Schutz gegen lebensgefährliche Berührungsspannung.
Thermografie ergänzt die elektrische Prüfung. Mit Wärmebildkameras werden Verteilungen und Anschlüsse auf überhitzte Stellen untersucht – ein Frühindikator für drohende Brände.
DGUV V3 Prüfablauf
Eine normgerechte DGUV V3-Prüfung folgt einem standardisierten Ablauf, der alle relevanten Sicherheitsaspekte abdeckt.
Sichtprüfung ist der erste Schritt. Der Prüfer kontrolliert optisch: Beschädigungen am Gehäuse, Zustand des Kabels und Steckers, korrekte Kennzeichnung, erkennbare Mängel. Viele offensichtliche Defekte werden bereits hier erkannt.
Messung erfasst die elektrischen Kennwerte: Schutzleiterwiderstand (Erdung intakt?), Isolationswiderstand (Isolierung in Ordnung?), Fehlerstrom (Leckstrom im normalen Bereich?). Moderne Messgeräte führen diese Messungen automatisch durch und dokumentieren die Werte.
Funktionsprüfung stellt sicher, dass Schalter, Sicherungen und Schutzeinrichtungen wie vorgesehen arbeiten. RCD werden mit Prüfstrom ausgelöst.
Dokumentation ist der wichtigste Teil der Prüfung – sie belegt die Erfüllung der Prüfpflicht. Das Prüfprotokoll enthält für jedes Gerät: Inventarnummer, Bezeichnung, Standort, Messwerte, Ergebnis und nächsten Prüftermin.
Kennzeichnung mit Prüfplakette zeigt auf einen Blick, dass das Gerät geprüft ist und wann die nächste Prüfung fällig wird. Defekte Geräte werden mit roter Plakette gekennzeichnet und dürfen nicht benutzt werden.
Prüffristen nach DGUV V3
Die Prüffristen richten sich nach der Gefährdungsbeurteilung und den konkreten Einsatzbedingungen.
Ortsveränderliche Geräte in Büroumgebung: Alle 24 Monate ist der Normalfall. Bei erhöhter Belastung (häufiges Umstecken, Transport) verkürzt sich das Intervall auf 6-12 Monate.
Ortsveränderliche Geräte auf Baustellen: Alle 3-6 Monate, da die Beanspruchung deutlich höher ist.
Ortsfeste Anlagen: Alle 4 Jahre, bei Anlagen mit erhöhter Korrosions- oder Verschmutzungsgefahr alle 1-2 Jahre.
Erstprüfung: Jedes neue Gerät und jede neue Anlage muss vor der ersten Inbetriebnahme geprüft werden. Bei Prüfzeichen (GS, CE) genügt eine Sichtprüfung.
Nach Reparatur oder Änderung: Nach jeder Reparatur oder Modifikation ist eine erneute Prüfung erforderlich.
E-Check für Privathaushalte
Der E-Check ist das Pendant zur DGUV V3 für den privaten Bereich. Er ist freiwillig, aber sinnvoll.
Umfang: Der Elektriker prüft die gesamte Elektroinstallation: Sicherungskasten, Leitungen, Steckdosen, Schalter und fest angeschlossene Geräte.
Nutzen: Veraltete oder fehlerhafte Installationen werden erkannt, bevor sie Probleme verursachen. Besonders in Altbauten mit alten Leitungen ist der E-Check wichtig.
Versicherungsrelevanz: Bei einem Brand durch Elektrikfehler kann der E-Check-Nachweis bei der Schadensregulierung helfen.
Kosten: Ein E-Check für eine durchschnittliche Wohnung kostet 150-300 Euro.
Kosten für Elektroprüfungen
Die Kosten für DGUV V3-Prüfungen werden meist pro Gerät kalkuliert.
Pro Gerät (ortsveränderlich): 5-15 Euro je nach Aufwand und Menge. Bei großen Stückzahlen sinkt der Einzelpreis.
Beispielrechnung Büro mit 50 Geräten: Bei 8 Euro pro Gerät entstehen Kosten von 400 Euro. Verteilt auf 2 Jahre entspricht das 200 Euro jährlich – eine überschaubare Investition für rechtliche Sicherheit.
Ortsfeste Anlagen: Abrechnung nach Zeitaufwand, typisch 60-100 Euro pro Stunde.
Thermografie: 200-500 Euro für eine Verteilung, abhängig von Größe und Anzahl.
Haftung und Versicherung
Die Prüfpflichten haben ernste Konsequenzen bei Nichteinhaltung.
Arbeitgeberhaftung: Bei einem Unfall mit einem nicht geprüften Gerät haftet der Arbeitgeber persönlich. Berufsgenossenschaften können Regress nehmen.
Versicherungsschutz: Bei grober Verletzung der Prüfpflichten kann die Betriebshaftpflicht die Regulierung kürzen oder verweigern.
Bußgelder: Die Berufsgenossenschaften können bei Verstößen Bußgelder verhängen.
Den richtigen Elektroprüfer finden
Die Qualität der Prüfung hängt vom Dienstleister ab. Achten Sie auf:
- Elektrofachkraft – Nur qualifiziertes Personal darf prüfen
- Moderne Messtechnik – Kalibrierte, normgerechte Messgeräte
- Software-Dokumentation – Digitale Verwaltung und Erinnerung
- Erfahrung – Vergleichbare Betriebe als Referenz
- Flexibilität – Prüfung auch außerhalb der Betriebszeiten
Ihre Vorteile
- ✓Erfüllung gesetzlicher DGUV V3 Prüfpflichten
- ✓Schutz vor elektrischen Unfällen
- ✓Nachweis für Versicherungen und Behörden
- ✓Vermeidung von Bränden durch defekte Geräte
- ✓Professionelle Dokumentation und Protokollierung
- ✓Planbare Wartungsintervalle
Kosten & Preise 2025
| Leistung | Preisspanne |
|---|---|
| E-Check Wohnung | 150€ - 300€ |
| DGUV V3 Prüfung (pro Gerät) | 5€ - 15€ |
| Prüfung ortsfeste Anlagen | nach Aufwand |
| Thermografie Elektroverteilung | 200€ - 500€ |
| Erstprüfung nach DIN VDE | nach Aufwand |
| Prüfplaketten/Etiketten | inklusive |
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen E-Check und DGUV V3?
Der E-Check ist eine freiwillige Prüfung für Privathaushalte. Die DGUV V3-Prüfung ist für Unternehmen gesetzlich vorgeschrieben und umfasst alle elektrischen Betriebsmittel.
Wie oft muss die DGUV V3-Prüfung erfolgen?
Ortsveränderliche Geräte je nach Gefährdungsbeurteilung alle 6-24 Monate. Ortsfeste Anlagen alle 4 Jahre. Im Büroumfeld meist alle 2 Jahre für Geräte.
Wer darf DGUV V3-Prüfungen durchführen?
Nur Elektrofachkräfte oder unter deren Aufsicht befähigte Personen. Die Prüfung muss dokumentiert und mit Prüfprotokoll nachgewiesen werden.
Was passiert wenn defekte Geräte gefunden werden?
Defekte Geräte werden mit roter Plakette gekennzeichnet und dürfen nicht weiter benutzt werden. Nach Reparatur erfolgt eine erneute Prüfung.