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Brandschutz

Planung, Montage und Wartung von Brandschutzsystemen.

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Brandschutz – Planung, Montage und Wartung von Brandschutzsystemen.

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Brandschutz: Sicherheit für Gebäude und Menschen

Vorbeugender Brandschutz rettet Leben und schützt Sachwerte. Jährlich sterben in Deutschland mehrere hundert Menschen bei Bränden, die meisten davon nachts durch Rauchvergiftung. Die materiellen Schäden gehen in die Milliarden. Ein durchdachtes Brandschutzkonzept verhindert das Entstehen von Bränden, begrenzt ihre Ausbreitung und ermöglicht die schnelle, sichere Evakuierung von Menschen.

Brandschutz-Fachbetriebe planen, installieren und warten alle Brandschutzeinrichtungen – von der einfachen Brandschutztür bis zur kompletten Brandmeldeanlage mit Aufschaltung zur Feuerwehr. Sie beraten Bauherren und Gewerbetreibende bei der Erfüllung gesetzlicher Auflagen und entwickeln individuelle Brandschutzkonzepte. Ein guter Brandschutzpartner kümmert sich um alle Aspekte: baulich, technisch und organisatorisch.

Leistungen im Brandschutz

Das Leistungsspektrum professioneller Brandschutzbetriebe umfasst alle Aspekte des vorbeugenden Brandschutzes.

Baulicher Brandschutz verhindert die Ausbreitung von Feuer und Rauch durch konstruktive Maßnahmen. Brandwände trennen Gebäudeabschnitte, F90-Decken halten dem Feuer 90 Minuten stand, Brandschutztüren verschließen Öffnungen in Brandwänden. Der Fachbetrieb liefert und montiert zertifizierte Bauteile fachgerecht.

Brandschutztüren und -tore sind die sichtbarsten Elemente des baulichen Brandschutzes. Von der einfachen T30-Tür für den Keller bis zum motorisierten Brandschutztor im Industriebetrieb – die Auswahl ist groß. Wichtig: Nur zugelassene Türen nach DIN EN 16034 erfüllen die Anforderungen.

Brandabschottungen verschließen Durchführungen von Kabeln, Rohren und Lüftungskanälen durch Brandwände. Ohne Abschottung breitet sich Feuer und Rauch durch diese Öffnungen aus. Brandschutzmanschetten, Brandschutzkissen und Brandschottmörtel sorgen für dichten Abschluss.

Brandmeldeanlagen erkennen Brände frühzeitig und alarmieren Bewohner oder die Feuerwehr. Im Gewerbe mit erhöhtem Risiko sind sie oft Pflicht. Rauchmelder, Wärmemelder und Handfeuermelder werden vernetzt und auf eine Zentrale aufgeschaltet.

Sprinkleranlagen löschen Brände automatisch in der Entstehungsphase. Sie sind in Hochhäusern, Tiefgaragen und bestimmten Gewerbebetrieben vorgeschrieben. Sprinkleranlagen reduzieren Sachschäden erheblich und senken oft die Versicherungsprämien.

Fluchtweg-Kennzeichnung weist den Weg zum Ausgang. Nachleuchtende oder beleuchtete Rettungszeichen nach DIN EN ISO 7010, Notbeleuchtung und Fluchtpläne sind in öffentlichen Gebäuden und vielen Gewerbebetrieben Pflicht.

Feuerlöscher sind das Mittel der ersten Wahl bei Entstehungsbränden. Schaumfeuerlöscher, CO2-Löscher oder Pulverlöscher – je nach Brandrisiko werden die passenden Typen gewählt und regelmäßig gewartet.

Brandschutzklassen und Anforderungen

Je nach Gebäudeart und Nutzung gelten unterschiedliche gesetzliche Anforderungen.

Wohngebäude müssen seit 2020/2021 in allen Bundesländern mit Rauchmeldern ausgestattet sein (Landesbauordnungen). Notwendige Flure und Treppenräume müssen von anderen Nutzungen durch Brandschutztüren (meist T30) getrennt sein. In Mehrfamilienhäusern gelten zusätzliche Anforderungen an Fluchtwege.

Gewerbebetriebe unterliegen je nach Art und Größe verschiedenen Auflagen. Versammlungsstätten (Restaurants, Veranstaltungsräume) benötigen Brandmeldeanlagen, Notbeleuchtung und beschilderte Fluchtwege. Produktionsbetriebe müssen Brandlasten trennen und Löschmittel bereithalten.

Sonderbauten wie Krankenhäuser, Schulen, Hotels und Hochhäuser haben verschärfte Anforderungen. Brandschutzkonzepte werden von Sachverständigen erstellt und von der Bauaufsicht genehmigt. Brandmeldeanlagen mit Aufschaltung zur Feuerwehr, Feuerwehrpläne und regelmäßige Übungen sind üblich.

Industrie stellt besondere Anforderungen bei Gefahrstoffen, brennbaren Materialien und Produktionsprozessen. Werkfeuerwehren, Löschwasseranlagen und spezialisierte Löschsysteme kommen zum Einsatz.

Feuerwiderstandsklassen verstehen

Die Klassifizierung von Bauteilen nach Feuerwiderstand ist ein zentrales Element des baulichen Brandschutzes.

F30, F60, F90, F120: Die Zahl gibt die Minuten an, die ein Bauteil (Wand, Decke) dem Normfeuer standhält, ohne seine Tragfähigkeit oder Raumabschluss zu verlieren.

T30, T60, T90: Die analoge Klassifizierung für Türen. Eine T90-Tür schließt die Öffnung in einer Brandwand 90 Minuten lang gegen Feuer und Rauch.

Rauchschutz (RS): Türen mit Rauchschutzfunktion (früher "Rauchdicht") verhindern die Ausbreitung von Rauch auch ohne Feuerbeanspruchung.

Selbstschließend (S): Türen mit Feststellanlage, die im Brandfall automatisch schließen.

Wartung und Prüfung

Brandschutzeinrichtungen müssen regelmäßig geprüft werden, um ihre Funktion im Ernstfall zu gewährleisten.

Rauchmelder in Wohnungen sollten monatlich durch Drücken der Prüftaste getestet werden. Batteriebetriebene Geräte müssen nach etwa 10 Jahren ausgetauscht werden.

Feuerlöscher müssen alle 2 Jahre durch Sachkundige geprüft werden. Die Prüfung wird mit Prüfplakette dokumentiert.

Brandmeldeanlagen werden jährlich durch Fachfirmen gewartet. Die Prüfung umfasst alle Melder, Leitungen und die Zentrale.

Brandschutztüren müssen regelmäßig auf Funktion geprüft werden: Schließfunktion, Dichtungen, Feststellanlagen. Die Prüfintervalle ergeben sich aus der Gefährdungsbeurteilung.

Sprinkleranlagen erfordern wöchentliche, monatliche und jährliche Prüfungen nach VdS-Richtlinien.

Kosten für Brandschutzmaßnahmen

Die Kosten variieren stark je nach Umfang und Qualität. Hier typische Richtwerte:

Brandschutztür T30 (einflügelig, Stahl-Umfassungszarge): 400-1.000 Euro inklusive Montage.

Brandschutztür T90 (einflügelig): 800-2.000 Euro. Doppelflügelige Türen und Sonderausführungen kosten entsprechend mehr.

Brandmeldeanlage für ein Einfamilienhaus (vernetzte Rauchmelder): 200-500 Euro.

Brandmeldeanlage für Gewerbebetriebe (mit Zentrale und Aufschaltung): 2.000-10.000 Euro je nach Größe.

Feuerlöscher 6 kg (Schaumfeuerlöscher): 50-150 Euro. Wartung alle 2 Jahre ca. 20-30 Euro.

Den richtigen Brandschutz-Fachbetrieb finden

Brandschutz ist sicherheitsrelevant und oft behördlich vorgeschrieben. Achten Sie auf:

  1. Zertifizierung – Fachbetrieb nach DIN 14675 für Brandmeldeanlagen
  2. Sachkundenachweis – Für Feuerlöscherwartung und Prüfungen
  3. Referenzen – Vergleichbare Projekte in Größe und Anforderung
  4. Ganzheitlichkeit – Beratung zu allen Aspekten des Brandschutzes
  5. Wartungsverträge – Regelmäßige Prüfung und Dokumentation

Ihre Vorteile

  • Schutz von Leben und Sachwerten
  • Erfüllung gesetzlicher Brandschutzauflagen
  • Professionelle Planung und Umsetzung
  • Regelmäßige Wartung und Prüfung
  • Minimierung von Versicherungsrisiken
  • Schnelle Reaktion im Brandfall

Kosten & Preise 2025

LeistungPreisspanne
Brandschutztür T30400€ - 1.000€
Brandschutztür T90800€ - 2.000€
Brandmeldeanlage (Wohnung)200€ - 500€
Brandmeldeanlage (Gewerbe)2.000€ - 10.000€
Feuerlöscher (6kg)50€ - 150€
Fluchtwegschilder (LED)80€ - 200€ / Stk.

Häufige Fragen

Welche Brandschutzmaßnahmen sind Pflicht?

Rauchmelder sind in allen Bundesländern Pflicht. Im Gewerbe kommen je nach Nutzung Brandschutztüren, Feuerlöscher, Fluchtwegkennzeichnung und ggf. Brandmeldeanlagen hinzu.

Wie oft müssen Feuerlöscher geprüft werden?

Alle 2 Jahre durch einen Sachkundigen. Die Prüfung kostet ca. 20-30€ pro Löscher. Wartung und Instandsetzung werden nach Aufwand berechnet.

Was bedeuten die Feuerwiderstandsklassen T30, T60, T90?

Die Zahl gibt die Minuten an, die ein Bauteil dem Feuer standhält. T30-Türen halten 30 Minuten, T90-Türen 90 Minuten. Je nach Gebäudeart sind verschiedene Klassen vorgeschrieben.

Braucht mein Gewerbe einen Brandschutzbeauftragten?

Ab einer bestimmten Betriebsgröße oder bei besonderen Risiken (Versammlung, Produktion) ist ein Brandschutzbeauftragter vorgeschrieben oder sinnvoll.

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