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Trockenbau

Innenausbau, Decken, Wände, Dämmung und flexible Raumgestaltung.

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Trockenbau – Innenausbau, Decken, Wände, Dämmung und flexible Raumgestaltung.

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Trockenbau: Flexible Raumgestaltung ohne Mörtel

Trockenbau ist die moderne Alternative zum klassischen Massivbau. Mit Gipskarton- und Gipsfaserplatten lassen sich Räume schnell und sauber unterteilen, Decken abhängen und Dachgeschosse ausbauen – ohne die langen Trocknungszeiten und die Baufeuchte gemauerten Konstruktionen. Was früher Wochen dauerte, ist heute in Tagen erledigt.

Die Vorteile des Trockenbaus haben ihn zum Standard im Innenausbau gemacht. Ob Neubau, Sanierung oder Dachausbau – Trockenbaukonstruktionen sind leicht, flexibel und bieten hervorragende Möglichkeiten für Schall- und Wärmedämmung. Gleichzeitig ermöglichen sie einfache Integration von Elektrik und Heizung. Ein erfahrener Trockenbaubetrieb realisiert Ihre Wünsche effizient und in höchster Qualität.

Typische Trockenbau-Leistungen

Trockenbaubetriebe decken ein breites Anwendungsspektrum ab, das weit über einfache Raumteiler hinausgeht.

Trennwände sind der Klassiker. Flexible Raumaufteilung in Wohn- und Gewerbebauten ist mit Trockenbauwänden schnell und kostengünstig möglich. Die Konstruktion besteht aus einem Metallständerwerk, das beidseitig mit Platten beplankt wird. Im Hohlraum findet Dämmung Platz, ebenso Elektroleitungen.

Abhangdecken verbergen Installationen wie Lüftungskanäle, Elektrik oder Heizungsrohre. Gleichzeitig ermöglichen sie den Einbau von Spots, die Verbesserung der Raumakustik und die gestalterische Deckenunterteilung. Mit indirekter Beleuchtung entstehen eindrucksvolle Lichteffekte.

Dachausbau verwandelt ungenutzten Dachraum in wertvollen Wohnraum. Die vollständige Verkleidung mit Gipskarton, integrierter Dampfbremse und Dämmung schafft behagliche Räume. Der Trockenbauer übernimmt die komplette Innenhülle – eine Koordination mit Elektriker und Heizungsbauer ist selbstverständlich.

Schallschutzwände erfordern spezielle Konstruktionen. Entkoppelte Doppelständer, doppelte Beplankung und schallabsorbierende Dämmung erreichen Schalldämmwerte von über 60 dB. Wichtig für Mehrfamilienhäuser, Arztpraxen oder Büros mit erhöhten Anforderungen.

Brandschutz ist oft vorgeschrieben. F30, F60 oder F90-Konstruktionen schützen Fluchtwege und Brandabschnitte. Spezielle Brandschutzplatten und systemgeprüfte Konstruktionen erfüllen die behördlichen Anforderungen. Die korrekte Ausführung muss dokumentiert werden.

Akustikdecken verbessern die Raumakustik in Büros, Schulen, Sporthallen oder Veranstaltungsräumen. Perforierte oder gelochte Platten absorbieren Schall und reduzieren den Nachhall. Auch nachträgliche Installation in bestehenden Räumen ist möglich.

Feuchtraumkonstruktionen ermöglichen Trockenbau auch in Bad und Küche. Spezielle imprägnierte Platten (GKBI) oder zementgebundene Platten halten der Feuchtigkeit stand. Die Abdichtung im Spritzwasserbereich übernimmt dann der Fliesenleger.

Materialien im Trockenbau

Je nach Anforderung kommen verschiedene Plattenmaterialien zum Einsatz. Die richtige Wahl entscheidet über Funktionalität und Langlebigkeit.

Gipskarton (GKB) ist die Standardplatte für allgemeine Anwendungen. Sie besteht aus einem Gipskern mit beidseitiger Kartonage. Leicht zu verarbeiten, preisgünstig und vielseitig – die erste Wahl für normale Wand- und Deckenbekleidungen.

Gipsfaserplatten sind dichter und härter als Gipskarton. Sie bestehen aus Gips mit eingemischten Zellulosefasern, ohne Kartonage. Höhere Belastbarkeit, bessere Feuchtebeständigkeit und mehr Schallschutz machen sie zur Premium-Wahl.

Feuchtraumplatten (GKBI) sind imprägnierte Gipskartonplatten für Bäder und Küchen. Die grüne Einfärbung kennzeichnet sie. Für Bereiche mit direktem Wasserkontakt sind jedoch zementgebundene Platten vorzuziehen.

Brandschutzplatten (GKF) sind armiert und erreichen höhere Feuerwiderstandsklassen. Sie werden in Flucht- und Rettungswegen, Brandabschnitten und bei besonderen Anforderungen eingesetzt. Rot markiert.

Akustikplatten haben perforierte, gelochte oder strukturierte Oberflächen. Sie absorbieren Schall und reduzieren die Nachhallzeit in Räumen. Besonders wichtig in Büros, Schulen und öffentlichen Gebäuden.

Zementplatten sind die robusteste Option für extreme Beanspruchung. Sie sind wasserbeständig, tragfähig und eignen sich auch für Außenbereiche wie Balkone oder Fassaden. Schwerer und teurer als Gips.

Schallschutz im Trockenbau

Guter Schallschutz ist kein Zufall, sondern das Ergebnis durchdachter Konstruktionen. Trockenbau bietet hervorragende Möglichkeiten – wenn man es richtig macht.

Masse hilft immer. Doppelt beplankte Wände bringen mehr Masse und damit besseren Schallschutz. Zwei Lagen 12,5-mm-Platten pro Seite sind Standard für erhöhte Anforderungen.

Entkopplung ist entscheidend. Schall überträgt sich über feste Verbindungen. Ein entkoppeltes Doppelständerwerk ohne direkte Berührung der beiden Wandschalen erreicht die besten Werte. Auch elastische Profile und Dichtbänder an Boden, Decke und flankierenden Wänden sind wichtig.

Dämmung füllt den Hohlraum. Mineralwolle im Zwischenraum absorbiert Schall und verhindert stehende Wellen. Die Dämmung sollte den Raum vollständig ausfüllen.

Richtwerte: Eine einfache Trockbauwand erreicht etwa 45 dB. Mit Dämmung und doppelter Beplankung sind 52-55 dB möglich. Entkoppelte Doppelständersysteme erreichen 60 dB und mehr – vergleichbar mit gemauerten Wänden.

Trockenbau vs. Massivbau

Wann ist Trockenbau die bessere Wahl, wann klassisches Mauerwerk?

Vorteile Trockenbau:

  • Schnelle Ausführung – Wände stehen in Stunden
  • Keine Trocknungszeiten – sofort weiterarbeiten
  • Leichter – entlastet die Statik
  • Flexibler – spätere Änderungen problemlos
  • Günstiger – weniger Arbeitszeit und Material
  • Bessere Elektrik-Integration – Kabel im Hohlraum

Vorteile Massivbau:

  • Höhere Wärmespeicherung – besseres Raumklima
  • Robuster bei punktueller Belastung
  • Kein spezieller Dübel für schwere Lasten nötig
  • Psychologisch – „echte Wand" fühlt sich anders an

Für Innenwände ohne tragende Funktion ist Trockenbau heute Standard. Nur bei besonderen Anforderungen wie sehr hohen Lasten oder kritischer Feuchtebelastung kann Massivbau sinnvoller sein.

Kosten für Trockenbauarbeiten

Die Kosten hängen stark vom Wandaufbau und den Anforderungen ab. Hier Richtwerte für 2025:

Einfache Trennwand (75er Profil, einfach beplankt) kostet 45-70 Euro pro Quadratmeter. Gut für Abstellräume oder temporäre Raumteiler.

Standard-Trennwand (doppelt beplankt, gedämmt) liegt bei 70-110 Euro pro Quadratmeter. Die empfehlenswerte Variante für Wohnräume.

Schallschutzwand (Doppelständer, doppelt beplankt) kostet 100-150 Euro pro Quadratmeter. Für Schlafzimmer, Büros oder Mehrfamilienhäuser.

Abhangdecke beginnt bei 50-80 Euro pro Quadratmeter für einfache Konstruktionen. Akustikdecken liegen bei 80-120 Euro.

Dachausbau komplett (Verkleidung, Dämmung, ohne Elektrik) kostet 100-180 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche.

Den richtigen Trockenbauer finden

Ein guter Trockenbauer arbeitet schnell, sauber und präzise. Achten Sie auf:

  1. Fachbetrieb – Trockenbau ist ein anerkannter Ausbildungsberuf
  2. Systemkenntnisse – Erfahrung mit Knauf, Rigips oder anderen Systemanbietern
  3. Referenzen – Fotos abgeschlossener Projekte, insbesondere bei Spezialanforderungen
  4. Brandschutzzertifikate – Wichtig bei F30/F60/F90-Konstruktionen
  5. Sauberes Angebot – Aufschlüsselung nach Quadratmetern und Wandaufbau

Ihre Vorteile

  • Schnelle und saubere Raumgestaltung
  • Flexible Grundrissänderungen möglich
  • Gute Schall- und Wärmedämmung
  • Brandschutz durch Spezialbauplatten
  • Keine Trocknungszeiten wie bei Massivbau
  • Kostengünstiger als gemauerte Wände

Kosten & Preise 2025

LeistungPreisspanne
Trennwand (einfach beplankt)45€ - 70€ / m²
Trennwand (doppelt, gedämmt)70€ - 110€ / m²
Abhangdecke (Normal)50€ - 80€ / m²
Abhangdecke (Akustik)80€ - 120€ / m²
Dachausbau komplett100€ - 180€ / m²
Brandschutzverkleidung F9080€ - 150€ / m²

Häufige Fragen

Wie dick sollte eine Trockenbauwand sein?

Standard-Trennwände haben 10-12,5 cm Dicke. Für guten Schallschutz (Rw > 50 dB) empfehlen sich doppelt beplankte Wände mit Dämmung, ca. 15-20 cm Gesamtdicke.

Ist Trockenbau stabil genug für schwere Regale?

Ja, mit den richtigen Befestigungen. Bis 30 kg reichen Spezialdübel, darüber sollten Lasten im Ständerwerk verankert werden. Bei sehr schweren Öfen oder Kästen: Verstärkungsplatten einplanen.

Kann man in Trockenbau Elektrik verlegen?

Ja, das ist ein großer Vorteil. Leitungen werden im Hohlraum geführt, Steckdosen in speziellen Hohlwanddosen montiert. Änderungen sind nachträglich möglich.

Wie lange dauert ein Dachausbau?

Je nach Größe 2-4 Wochen für einen Raum. Der Trockenbau selbst ist in wenigen Tagen fertig, der Großteil der Zeit geht für Elektrik, Heizung und Spachtelarbeiten drauf.

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