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Stuckateur- und Verputzarbeiten: Perfekte Oberflächen schaffen
Stuckateure schaffen die Oberflächen, die wir täglich sehen und berühren. Glatte Wände, strukturierte Fassaden, dekorative Decken und kunstvolle Stuckelemente – all das entsteht in den Händen dieses vielseitigen Handwerks. Der Stuckateurberuf verbindet handwerkliche Tradition mit moderner Gebäudetechnik, denn heute gehören auch Wärmedämmung und Trockenbau zum Leistungsspektrum.
In Zeiten steigender Energiekosten und strenger Dämmvorschriften ist der Stuckateur gefragter denn je. [Wärmedämm-Verbundsysteme (WDVS)](/lexikon/wdvs) an der Fassade senken den Heizenergiebedarf um 20-40 Prozent und werden staatlich gefördert. Gleichzeitig erlebt handwerklicher Stuck eine Renaissance – ob als authentische Restaurierung historischer Räume oder als elegantes Stilmittel in modernen Interieurs.
Leistungen eines Stuckateurbetriebs
Das Tätigkeitsfeld ist breit gefächert und umfasst Innen- wie Außenarbeiten.
Innenputz ist die klassische Kernkompetenz. Der Stuckateur verputzt Mauerwerk und Betonwände mit Gips-, Kalk- oder Lehmputzen und schafft damit die Grundlage für Maler und Fliesenleger. Die Oberflächenqualität wird in Stufen Q1 bis Q4 eingeteilt, wobei Q4 höchste Ansprüche an die Ebenheit erfüllt.
Außenputz schützt die Fassade vor Witterung und prägt das Erscheinungsbild des Gebäudes. Mineralische Putze sind dampfdurchlässig und langlebig. Kunstharzputze bieten flexible Oberflächengestaltung. Der Stuckateur bereitet den Untergrund vor, bringt Armierungsgewebe auf und verputzt mehrlagig.
[WDVS](/lexikon/wdvs) (Wärmedämm-Verbundsysteme) sind heute ein Hauptarbeitsgebiet. Dämmplatten aus EPS, Mineralwolle oder Holzfaser werden auf die Fassade geklebt und gedübelt, armiert und verputzt. Das System verbessert die [Dämmung](/lexikon/daemmung) erheblich und wird durch [BAFA](/lexikon/bafa-foerderung) und KfW gefördert.
[Trockenbau](/lexikon/trockenbau) gehört zum erweiterten Leistungsangebot vieler Stuckateurbetriebe. Wände aus Gipskarton, abgehängte Decken und der Dachausbau werden ebenfalls professionell ausgeführt.
Stuck und Ornamente sind die künstlerische Seite des Handwerks. Der Stuckateur modelliert Profile, Rosetten, Säulen und Gesimse aus Gips oder Mörtel. Bei der Restaurierung werden beschädigte historische Elemente behutsam ausgebessert oder originalgetreu nachgebildet.
Akustikputze und -decken verbessern die Raumakustik in Büros, Schulen und öffentlichen Gebäuden. Spezielle Putze oder perforierte Platten absorbieren Schall und reduzieren den Nachhall.
Dekorputze schaffen individuelle Oberflächengestaltungen. Von der klassischen Kellenstrichtechnik über Modellierputze bis zu venezianischen Glätttechniken (Stucco lustro) – der Stuckateur beherrscht vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten.
Putzarten im Überblick
Je nach Einsatzbereich und Anforderung kommen verschiedene Putzsysteme zum Einsatz.
Gipsputz ist der Standard für Innenwände in trockenen Räumen. Er trocknet schnell, lässt sich gut verarbeiten und bietet glatte Oberflächen. Gipsputz reguliert die Luftfeuchtigkeit und verbessert so das Raumklima.
Kalkputz ist der Klassiker für ein gesundes Wohnklima. Kalk ist basisch und damit von Natur aus [schimmelhemmend](/lexikon/schimmel). Kalkputze sind diffusionsoffen und regulieren Feuchtigkeit hervorragend. Sie eignen sich für Wohn- und Schlafbereiche, aber auch für Bäder und Keller.
Kalkzementputz kombiniert die Vorteile beider Bindemittel. Er ist robuster als reiner Kalkputz und eignet sich für mechanisch belastete Bereiche, Feuchträume und Keller. Außen ist Kalkzementputz der Standard.
Lehmputz ist die ökologische Premium-Wahl. Der natürliche Baustoff reguliert Feuchtigkeit und Temperatur optimal und sorgt für ein angenehmes Raumklima. Lehmputze sind allerdings nicht wasserfest und erfordern besondere Pflege.
Silikonharzputz ist wasserabweisend und trotzdem dampfdurchlässig. Er eignet sich als Oberputz auf WDVS und für Fassaden mit hoher Witterungsbelastung.
Mineralputz auf Kalk- oder Zementbasis ist langlebig und farbenfroh. Pigmentierte Mineralputze benötigen keinen zusätzlichen Anstrich.
WDVS: Fassadendämmung nach GEG
Die energetische Sanierung der Gebäudehülle ist ein Schwerpunkt des modernen Stuckateurhandwerks. Das [Gebäudeenergiegesetz (GEG)](/lexikon/geg) definiert Anforderungen, die bei Sanierungen einzuhalten sind.
[U-Wert](/lexikon/u-wert)-Anforderung: Bei umfassender Fassadensanierung muss ein U-Wert von maximal 0,24 W/(m²·K) erreicht werden. Je nach Ausgangszustand erfordert dies 12-20 cm Dämmstoffdicke.
Dämmmaterialien im Vergleich:
- •EPS (Styropor): Günstig, leicht, gute Dämmwerte
- •Mineralwolle: Nicht brennbar (A1), besserer Schallschutz
- •Holzfaser: Ökologisch, guter sommerlicher Wärmeschutz
- •Resolhartschaum: Sehr dünn bei gleicher Dämmwirkung
Förderung: Die [BAFA](/lexikon/bafa-foerderung) fördert energetische Fassadensanierung mit bis zu 20 Prozent Zuschuss. Voraussetzung ist die Einbindung eines [Energieeffizienz-Experten](/lexikon/energieberatung) und die Einhaltung technischer Mindestanforderungen.
Wirtschaftlichkeit: Ein WDVS amortisiert sich durch Heizkosteneinsparung in 10-20 Jahren. Bei steigenden Energiepreisen verkürzt sich dieser Zeitraum.
Stuck: Tradition und Moderne
Stuckelemente verleihen Räumen Eleganz und Charakter. Das handwerkliche Können der Stuckateure wird sowohl bei der Restaurierung historischer Gebäude als auch bei der Gestaltung moderner Interieurs nachgefragt.
Stuckprofile (Gesimse, Leisten, Rosetten) werden aus Gips, Kalk oder modernen Leichtmaterialien gefertigt. Fertigprofile können individuell angepasst und montiert werden.
Restaurierung erfordert besondere Kenntnisse historischer Techniken und Materialien. Beschädigte Teile werden ausgebessert, fehlende Elemente nachmodelliert. Die Arbeit am Denkmal unterliegt oft behördlichen Auflagen.
Moderne Interpretation nutzt Stuck als Stilmittel auch in zeitgenössischer Architektur. Klare Linien und reduzierte Profile fügen sich in minimalistisches Design ein.
Kosten für Stuckateurarbeiten
Die Kosten variieren je nach Technik, Material und Aufwand. Hier Richtwerte für 2025:
Innenputz (Gipsputz, ein- oder zweilagig): 18-35 Euro pro Quadratmeter.
Außenputz (Kalkzement mit Oberputz): 25-50 Euro pro Quadratmeter ohne Dämmung.
WDVS komplett (Dämmung, Armierung, Putz, Anstrich): 120-200 Euro pro Quadratmeter. Bei einem Einfamilienhaus mit 150 m² Fassadenfläche also 18.000-30.000 Euro.
Stuckprofile kosten 30-80 Euro pro laufendem Meter fertig montiert.
Abzüglich Förderung: BAFA fördert WDVS mit bis zu 20%, reduziert also die Kosten erheblich.
Den richtigen Stuckateurbetrieb finden
Die Qualität der Arbeit zeigt sich langfristig. Achten Sie auf:
- Meisterbetrieb – Qualifikation und Erfahrung im Fachhandwerk
- Spezialisierung – WDVS erfordert Systemkenntnisse, Stuck handwerkliches Geschick
- Referenzen – Fotos vergleichbarer Projekte
- Herstellerzertifikate – Bei WDVS Schulungen des Systemanbieters
- [Gewährleistung](/lexikon/gewaehrleistung) – 5 Jahre auf Putze und Dämmsysteme
Ihre Vorteile
- ✓Perfekte Wand- und Deckenflächen
- ✓Energetische Sanierung durch Dämmputz
- ✓Stilvolle Stuckelemente und Ornamentik
- ✓Akustikputze für besseren Schallschutz
- ✓Feuchtigkeitsregulierende Oberflächen
- ✓Individuelle Farb- und Oberflächengestaltung
Kosten & Preise 2025
| Leistung | Preisspanne |
|---|---|
| Innenputz (pro m²) | 18€ - 35€ |
| Außenputz (pro m²) | 25€ - 50€ |
| WDVS Fassade (pro m²) | 120€ - 200€ |
| Stuck restaurieren (pro Stück) | 200€ - 1.000€ |
| Stuckprofile (pro lfd. m) | 30€ - 80€ |
| Akustikdecke (pro m²) | 50€ - 100€ |
Häufige Fragen
Wie lange muss Putz trocknen bevor gestrichen werden kann?
Gipsputz nach 2-4 Wochen, Kalkputz nach 4-6 Wochen. Pro mm Putzdicke rechnet man etwa 1 Tag Trocknungszeit. Vor dem Streichen Restfeuchte prüfen.
Was ist der Unterschied zwischen WDVS und Innendämmung?
WDVS (außen) ist effizienter und vermeidet Tauwasserprobleme. Innendämmung wird bei Denkmalschutz oder gemieteten Objekten verwendet und erfordert sorgfältige Planung.
Kann man alten Stuck renovieren?
Ja, Stuckateure restaurieren historische Stuckelemente. Fehlende Teile werden aus Gips nachmodelliert. Die Kosten hängen vom Detailgrad und Zustand ab.
Welcher Putz eignet sich für Feuchträume?
Kalk- oder Kalkzementputze regulieren Feuchtigkeit natürlich. Für Spritzwasserbereiche gibt es Spezialbeschichtungen oder Fliesen.