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Sicherheitstechnik

Sicherheitstechniker werden: Ausbildung, Gehalt & Karriere

Wie wird man Sicherheitstechniker? Ausbildung, Gehalt, Aufgaben und Karrierechancen 2026 – von Alarmanlage über Videoüberwachung bis Zutrittskontrolle.

10 Min Lesezeit
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Der Beruf Sicherheitstechniker verbindet handwerkliches Können mit modernen Technologien. Hier erfahren Sie alles über Aufgaben, Ausbildung, Verdienstmöglichkeiten und Zukunftsperspektiven.

Was macht ein Sicherheitstechniker? Die wichtigsten Aufgaben

  • Einbruchmeldeanlagen (EMA) planen und installieren
  • Videoüberwachungsanlagen (IP-Kameras) montieren und konfigurieren
  • Zutrittskontrollsysteme programmieren
  • Brandmeldeanlagen installieren und warten
  • VdS-Abnahmen vorbereiten und begleiten
  • Aufschaltung auf Sicherheitsleitstellen

Ausbildung und Qualifikation

Ausbildung/EinstiegElektroniker-Ausbildung (3,5 Jahre) + Weiterbildung VdS-Errichterfachkraft
AbschlussElektroniker/in + VdS-Errichterfachkraft (EMA, ÜEMA, BMA)
VoraussetzungenElektro-Grundausbildung, IT-Verständnis, Diskretion (Sicherheitstechnik!)
WeiterqualifikationElektrotechnikermeister oder VdS-anerkannter Errichterbetrieb

Gehalt und Verdienst

KarrierestufeGehalt 2026
Einsteiger/Geselle2.800–3.800 € brutto/Monat
Meister/Teamleiter3.800–5.000 € brutto/Monat (Projektleiter)
Selbstständig60.000–150.000 € Jahresumsatz

Wichtige Werkzeuge und Ausstattung

  • Programmiersoftware für Zentralen (Bosch, Honeywell, Telenot)
  • Netzwerk-Analyzer und IP-Kamera-Tester
  • Kabel-Messgerät und Crimpwerkzeug
  • Aufschalt-Interface für Leitstellen
  • VdS-Dokumentationsvorlagen

Typischer Tagesablauf

So sieht ein typischer Arbeitstag aus:

UhrzeitTätigkeit
07:00–07:30Arbeitsvorbereitung, Material- und Werkzeugcheck
07:30–09:30Haupttätigkeiten im Bereich Sicherheitstechniker
09:30–09:45Frühstückspause
09:45–12:00Fortsetzung der Facharbeiten
12:00–12:30Mittagspause
12:30–15:30Qualitätskontrolle, Fertigstellung
15:30–16:00Dokumentation, Aufräumen, nächsten Tag vorbereiten

Spezialisierungsmöglichkeiten

Nach der Ausbildung können Sie sich spezialisieren:

  • Einbruchmeldetechnik: Alarmanlagen planen, installieren und warten
  • Videoüberwachung: Kamerasysteme für Gewerbe und Privat — wachsender Markt
  • Zutrittskontrolle: Elektronische Schließsysteme, Schlüsselmanagement
  • Brandmeldetechnik: BMA nach DIN 14675 planen und installieren

Weiterbildung und Karriere

WeiterbildungDauerEffekt
Meister Informationstechnik6–12 MonateBetriebsgründung, Ausbildungsberechtigung
Fachkraft EMA (VdS)3–6 MonateZertifizierte Alarmanlageninstallation
Fachkraft BMA (DIN 14675)3–6 MonateZertifizierte Brandmeldetechnik
Betriebswirt HWK1–2 JahreUnternehmensführung

Vorteile und Herausforderungen

✅ Vorteile⚠️ Herausforderungen
Zukunftssicherer Beruf (Sicherheitsbedürfnis steigt)Bereitschaftsdienst bei Alarmen
Gute VerdienstmöglichkeitenHohe Verantwortung
Wenig Konkurrenz (Spezialgebiet)Ständige Weiterbildung (neue Technik)
Wartungsverträge = regelmäßige EinnahmenArbeit am Wochenende bei Installationen

Zukunftsaussichten

Smart Home und IoT treiben die Integration von Sicherheitstechnik. Videoanalyse mit KI, smarte Zutrittskontrollen (Fingerprint, Face-ID) und Cybersecurity an der Schnittstelle IT/OT sind Wachstumsfelder.

Häufige Fragen

Braucht man eine VdS-Anerkennung?

Für Alarmanlagen, die von Versicherungen anerkannt werden, ja. VdS Klasse A–C erfordert VdS-anerkannte Errichterfirma. Ohne VdS sind Sie auf den privaten Markt beschränkt.

Was verdient man in der Sicherheitstechnik?

Einstieg: 2.800–3.200 €. Mit VdS-Qualifikation und Erfahrung: 3.500–4.500 €. Selbstständig als VdS-Errichterbetrieb: sehr gute Margen.