Sicherheitstechnik
Sicherheitstechniker werden: Ausbildung, Gehalt & Karriere
Wie wird man Sicherheitstechniker? Ausbildung, Gehalt, Aufgaben und Karrierechancen 2026 – von Alarmanlage über Videoüberwachung bis Zutrittskontrolle.
Der Beruf Sicherheitstechniker verbindet handwerkliches Können mit modernen Technologien. Hier erfahren Sie alles über Aufgaben, Ausbildung, Verdienstmöglichkeiten und Zukunftsperspektiven.
Was macht ein Sicherheitstechniker? Die wichtigsten Aufgaben
- Einbruchmeldeanlagen (EMA) planen und installieren
- Videoüberwachungsanlagen (IP-Kameras) montieren und konfigurieren
- Zutrittskontrollsysteme programmieren
- Brandmeldeanlagen installieren und warten
- VdS-Abnahmen vorbereiten und begleiten
- Aufschaltung auf Sicherheitsleitstellen
Ausbildung und Qualifikation
| Ausbildung/Einstieg | Elektroniker-Ausbildung (3,5 Jahre) + Weiterbildung VdS-Errichterfachkraft |
| Abschluss | Elektroniker/in + VdS-Errichterfachkraft (EMA, ÜEMA, BMA) |
| Voraussetzungen | Elektro-Grundausbildung, IT-Verständnis, Diskretion (Sicherheitstechnik!) |
| Weiterqualifikation | Elektrotechnikermeister oder VdS-anerkannter Errichterbetrieb |
Gehalt und Verdienst
| Karrierestufe | Gehalt 2026 |
|---|---|
| Einsteiger/Geselle | 2.800–3.800 € brutto/Monat |
| Meister/Teamleiter | 3.800–5.000 € brutto/Monat (Projektleiter) |
| Selbstständig | 60.000–150.000 € Jahresumsatz |
Wichtige Werkzeuge und Ausstattung
- Programmiersoftware für Zentralen (Bosch, Honeywell, Telenot)
- Netzwerk-Analyzer und IP-Kamera-Tester
- Kabel-Messgerät und Crimpwerkzeug
- Aufschalt-Interface für Leitstellen
- VdS-Dokumentationsvorlagen
Typischer Tagesablauf
So sieht ein typischer Arbeitstag aus:
| Uhrzeit | Tätigkeit |
|---|---|
| 07:00–07:30 | Arbeitsvorbereitung, Material- und Werkzeugcheck |
| 07:30–09:30 | Haupttätigkeiten im Bereich Sicherheitstechniker |
| 09:30–09:45 | Frühstückspause |
| 09:45–12:00 | Fortsetzung der Facharbeiten |
| 12:00–12:30 | Mittagspause |
| 12:30–15:30 | Qualitätskontrolle, Fertigstellung |
| 15:30–16:00 | Dokumentation, Aufräumen, nächsten Tag vorbereiten |
Spezialisierungsmöglichkeiten
Nach der Ausbildung können Sie sich spezialisieren:
- Einbruchmeldetechnik: Alarmanlagen planen, installieren und warten
- Videoüberwachung: Kamerasysteme für Gewerbe und Privat — wachsender Markt
- Zutrittskontrolle: Elektronische Schließsysteme, Schlüsselmanagement
- Brandmeldetechnik: BMA nach DIN 14675 planen und installieren
Weiterbildung und Karriere
| Weiterbildung | Dauer | Effekt |
|---|---|---|
| Meister Informationstechnik | 6–12 Monate | Betriebsgründung, Ausbildungsberechtigung |
| Fachkraft EMA (VdS) | 3–6 Monate | Zertifizierte Alarmanlageninstallation |
| Fachkraft BMA (DIN 14675) | 3–6 Monate | Zertifizierte Brandmeldetechnik |
| Betriebswirt HWK | 1–2 Jahre | Unternehmensführung |
Vorteile und Herausforderungen
| ✅ Vorteile | ⚠️ Herausforderungen |
|---|---|
| Zukunftssicherer Beruf (Sicherheitsbedürfnis steigt) | Bereitschaftsdienst bei Alarmen |
| Gute Verdienstmöglichkeiten | Hohe Verantwortung |
| Wenig Konkurrenz (Spezialgebiet) | Ständige Weiterbildung (neue Technik) |
| Wartungsverträge = regelmäßige Einnahmen | Arbeit am Wochenende bei Installationen |
Zukunftsaussichten
Smart Home und IoT treiben die Integration von Sicherheitstechnik. Videoanalyse mit KI, smarte Zutrittskontrollen (Fingerprint, Face-ID) und Cybersecurity an der Schnittstelle IT/OT sind Wachstumsfelder.
Häufige Fragen
Braucht man eine VdS-Anerkennung?
Für Alarmanlagen, die von Versicherungen anerkannt werden, ja. VdS Klasse A–C erfordert VdS-anerkannte Errichterfirma. Ohne VdS sind Sie auf den privaten Markt beschränkt.
Was verdient man in der Sicherheitstechnik?
Einstieg: 2.800–3.200 €. Mit VdS-Qualifikation und Erfahrung: 3.500–4.500 €. Selbstständig als VdS-Errichterbetrieb: sehr gute Margen.
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