Maurer & Betonbauer
Maurer werden: Ausbildung, Gehalt & Aufgaben 2026
Was macht ein Maurer? Ausbildung, Gehalt, Aufgaben und Karrierechancen 2026 – von Rohbau über Fundament bis Sanierung.
Der Beruf Maurer verbindet handwerkliches Können mit modernen Technologien. Hier erfahren Sie alles über Aufgaben, Ausbildung, Verdienstmöglichkeiten und Zukunftsperspektiven.
Was macht ein Maurer? Die wichtigsten Aufgaben
- Mauerwerkarbeiten: Kalksandstein, Poroton, Porenbeton
- Betonarbeiten: Bodenplatten, Fundamente, Ringbalken
- Schalungsbau für Beton-Bauteile
- Abdichtungsarbeiten im Kellerbereich
- Sanierung und Abbrucharbeiten
- Verblendmauerwerk und Klinkerarbeiten
Ausbildung und Qualifikation
| Ausbildung/Einstieg | 3 Jahre (dual) |
| Abschluss | Maurer/in (HwO) |
| Voraussetzungen | Körperliche Fitness, Genauigkeit, Teamfähigkeit, Wetterfestigkeit |
| Weiterqualifikation | Maurermeister (meisterpflichtig, Berechtigung zur Betriebsgründung) |
Gehalt und Verdienst
| Karrierestufe | Gehalt 2026 |
|---|---|
| Einsteiger/Geselle | 2.600–3.600 € brutto/Monat |
| Meister/Teamleiter | 3.600–4.800 € brutto/Monat |
| Selbstständig | 50.000–150.000 € Jahresumsatz |
Wichtige Werkzeuge und Ausstattung
- Kelle, Wasserwaage und Richtlatte
- Betonförderpumpe
- Steinsäge und Trennschleifer
- Rüttler und Stampfer
- Laser-Nivelliergerät
Typischer Tagesablauf
So sieht ein typischer Arbeitstag aus:
| Uhrzeit | Tätigkeit |
|---|---|
| 06:30–07:00 | Baustelleneinrichtung, Materialbereitstellung, Vermessung |
| 07:00–09:30 | Mauerwerk erstellen: Ziegel-, Kalksandstein- oder Porenbetonmauerwerk |
| 09:30–09:45 | Frühstückspause |
| 09:45–12:00 | Betonarbeiten, Schalung setzen, Bewehrung einlegen |
| 12:00–12:30 | Mittagspause |
| 12:30–15:30 | Weiter mauern, Stürze einsetzen, Durchbrüche herstellen |
| 15:30–16:00 | Aufräumen, Werkzeug reinigen, Material für morgen bestellen |
Spezialisierungsmöglichkeiten
Nach der Ausbildung können Sie sich in diesen Bereichen weiterentwickeln:
- Hochbau: Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser und Gewerbebau — der klassische Schwerpunkt
- Sanierung & Altbau: Mauerwerkssanierung, Trockenlegung, Risssanierung — wachsender Markt
- Betonbau: Sichtbeton, Stahlbetonarbeiten, Fundamentarbeiten — technisch anspruchsvoll
- Feuerungsbau: Industrieöfen, Kamine, feuerfeste Auskleidung — Spezialgebiet mit guten Verdiensten
Weiterbildung und Karriere
| Weiterbildung | Dauer | Effekt |
|---|---|---|
| Maurermeister/Betonbaumeister | 6–12 Monate | Betriebsgründung, Bauleitung, Gehalt +30 % |
| Polier/Werkpolier | 2–6 Monate | Baustellenleitung, Koordination, Personalverantwortung |
| Bautechniker | 2 Jahre | Planung, Arbeitsvorbereitung, Bauleitung |
| Betriebswirt HWK | 1–2 Jahre | Unternehmensführung, Kalkulation, Projektmanagement |
Vorteile und Herausforderungen
| ✅ Vorteile | ⚠️ Herausforderungen |
|---|---|
| Einer der ältesten und vielseitigsten Handwerksberufe | Schwere körperliche Arbeit |
| Große Baustellen mit Teamarbeit | Stark wetterabhängig (Winterbaustop möglich) |
| Gute Bezahlung nach Bau-Tarif (inkl. Auslöse) | Saisonale Schwankungen im Winter |
| Sichtbare Ergebnisse — man baut Häuser! | Lärm und Staub auf der Baustelle |
Zukunftsaussichten
Wohnungsbau und Sanierung sichern die Auftragslage. Vorgefertigte Mauerwerkselemente und robotergestütztes Mauern verändern den Beruf. Guter Nachwuchsmangel = hohe Nachfrage.
Häufige Fragen
Was verdient ein Maurer?
Tariflich: 2.600–3.600 € brutto. Im Bau gibt es zusätzlich Auslösung, Schlechtwettergeld und 13. Monatsgehalt. Überstundenzuschläge sind üblich.
Ist Maurer noch ein Zukunftsberuf?
Ja – trotz Fertigteilbau gibt es genug Arbeit. Sanierung, Klinkerverblendung und individuelle Bauten brauchen qualifizierte Maurer.
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