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Maurer- und Betonarbeiten: Das Fundament Ihres Hauses
Maurer- und Betonbauer schaffen die tragenden Strukturen jedes Gebäudes. Was sie errichten, trägt das Haus für Generationen. Vom Fundament im Erdreich über die tragenden Wände bis zur Betondecke – professionelle Rohbauarbeiten sind die Basis für Stabilität, Langlebigkeit und Werterhalt Ihrer Immobilie. Das Maurerhandwerk gehört zu den ältesten Bauberufen der Welt und hat sich dennoch kontinuierlich weiterentwickelt.
Moderne Mauersteine vereinen Tragfähigkeit mit hervorragenden Dämmeigenschaften. Ein gut geplantes Massivhaus erreicht Effizienzhaus-Standard ohne zusätzliche Dämmschichten. Ein erfahrener Maurerbetrieb berät Sie zur Materialwahl, berechnet die Statik und errichtet den Rohbau präzise nach Plan. Die Qualität dieser Arbeiten entscheidet maßgeblich über die Lebensdauer des gesamten Gebäudes.
Leistungen eines Maurerbetriebs
Maurerbetriebe übernehmen vielfältige Aufgaben am Bau, von den erdberührenden Fundamenten bis zu Arbeiten über der Erde.
Fundamente übertragen das Gebäudegewicht sicher in den Boden. Streifenfundamente unter tragenden Wänden sind der Standard für Einfamilienhäuser. Plattenfundamente eignen sich für schwierige Bodenverhältnisse oder Gebäude ohne Keller. Punktfundamente tragen einzelne Stützen oder Pfosten. Die Fundamenttiefe richtet sich nach Frostgrenze und Tragfähigkeit des Bodens.
Mauerwerk ist das Kerngeschäft. Außenwände werden heute meist einschalig aus hochwärmedämmenden Steinen errichtet. Innenwände aus Kalksandstein bieten excellenten Schallschutz. Der Maurer verlegt die Steine präzise im Mörtel- oder Dünnbettverfahren, berücksichtigt Öffnungen für Fenster und Türen und setzt Stürze für tragende Funktionen.
Betonarbeiten umfassen Decken, Treppen, Stützen, Ringanker und alle anderen Stahlbetonbauteile. Der Maurer stellt Schalungen her, verlegt die Bewehrung und bringt den Beton ein. Nach dem Aushärten wird die Schalung entfernt.
Kellerarbeiten erfordern besonderes Know-how bei Abdichtung und Drainage. Weiße Wannen aus wasserundurchlässigem Beton (WU-Beton) sind heute Standard für hochwertige Keller.
Verputzarbeiten geben Innen- und Außenwänden ihren Abschluss. Innenputze bereiten die Wände für Maler oder Fliesenleger vor. Außenputze schützen das Mauerwerk und prägen die Fassadenoptik.
Gartenbau gehört für viele Maurerbetriebe zum Programm: Gartenmauern, Stützwände, Außentreppen und Grillkamine werden ebenfalls in Mauerwerk oder Beton ausgeführt.
Baustoffe im Vergleich
Die Wahl des richtigen Mauersteins beeinflusst Tragfähigkeit, Wärmedämmung, Schallschutz und Wirtschaftlichkeit.
Ziegel (Porotonziegel) sind der Klassiker mit langer Tradition. Moderne Hochlochziegel mit mineralischer Füllung erreichen hervorragende Dämmwerte (λ bis 0,07 W/(m·K)). Das natürliche Material reguliert die Raumfeuchte und bietet angenehmes Raumklima. Ziegel sind langlebig, schadstofffrei und recycelbar.
Kalksandstein (KS) bietet höchste Tragfähigkeit und excellenten Schallschutz. Die Rohdichte von 1.200-2.200 kg/m³ macht ihn zum besten Schallschutzmaterial überhaupt. Wärmedämmung muss bei KS-Außenwänden durch Dämmschichten erreicht werden. Für Innenwände und Trennwände ist KS ideal.
Porenbeton (Ytong, Hebel) ist extrem leicht und bietet sehr gute Wärmedämmung. Die Verarbeitung ist einfach und schnell. Porenbeton ist für monolithische (einschalige) Außenwände beliebt, hat aber geringere Tragfähigkeit und Schallschutz als schwere Steine.
Leichtbetonsteine (Liapor, Jasto) kombinieren gute Wärmedämmung mit ordentlicher Tragfähigkeit. Die Blähton-Zuschläge machen den Stein leicht und dämmend.
Naturstein wird für Sichtmauerwerk, Gartenmauern und repräsentative Fassaden verwendet. Die Kosten sind hoch, aber die Optik ist unvergleichlich und die Lebensdauer praktisch unbegrenzt.
Massivbau vs. Fertighaus
Die Entscheidung für Massivbau oder Fertighaus ist grundlegend. Beide Bauweisen haben Vor- und Nachteile.
Vorteile Massivbau:
- •Besserer Schallschutz durch massive Wände
- •Höhere Wärmespeicherung und behaglicheres Raumklima
- •Flexiblere Grundrissgestaltung, auch spätere Umbauten einfacher
- •Höhere Wertbeständigkeit und Wiederverkaufswert
- •Längere Lebensdauer bei entsprechender Bauqualität
- •Natürliche Baustoffe ohne Leim und Kleber
Vorteile Fertighaus:
- •Deutlich kürzere Bauzeit (Rohbau in wenigen Tagen)
- •Witterungsunabhängige Vorfertigung
- •Fester Preis und Termin oft garantiert
- •Musterhäuser zum Anschauen
Die Entscheidung hängt von persönlichen Prioritäten ab. Wer langfristig denkt und Wert auf Individualität legt, wählt oft den Massivbau.
Normen und Qualität
Professionelle Maurerarbeiten folgen strengen technischen Vorgaben. Die Einhaltung sichert Qualität und Gewährleistung.
DIN 1053 regelt Berechnung und Ausführung von Mauerwerk. Sie definiert Mörtelgruppen, Verbandregeln und zulässige Belastungen.
DIN 4108 definiert Anforderungen an den Wärmeschutz im Hochbau. Außenwände müssen bestimmte U-Werte erreichen.
DIN 4109 regelt den Schallschutz. Sie definiert Mindestanforderungen und erhöhten Schallschutz.
Eurocode 2 und 6 sind die europäischen Bemessungsnormen für Beton- und Mauerwerksbau.
Ein qualifizierter Maurerbetrieb kennt und befolgt diese Normen. Die Bauaufsicht prüft die Einhaltung.
Kosten für Maurerarbeiten
Die Kosten für Rohbauarbeiten sind der größte Einzelposten beim Hausbau. Hier Richtwerte für 2025:
Mauerwerk wird pro Kubikmeter kalkuliert: 150-300 Euro/m³. Ein Kubikmeter entspricht etwa 5 m² Wandfläche bei 20 cm Dicke.
Fundament kostet 180-350 Euro pro Kubikmeter Beton inklusive Schalung und Bewehrung.
Betondecke liegt bei 200-400 Euro pro Kubikmeter.
Rohbau komplett (Fundament, Keller, Wände, Decken, Dachstuhl ohne Dachdeckung): 500-900 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Ein 150-m²-Haus kostet also 75.000-135.000 Euro im Rohbau.
Garage mauern (komplett mit Fundament, Wänden und Dach): 8.000-15.000 Euro.
Den richtigen Maurerbetrieb finden
Die Rohbauarbeiten sind entscheidend für die Qualität des gesamten Hauses. Achten Sie auf:
- Meisterbetrieb – Qualifikation und Erfahrung im Hochbau
- Referenzen – Besichtigung aktueller oder abgeschlossener Baustellen
- Statiknachweis – Zusammenarbeit mit prüfberechtigtem Ingenieur
- Termintreue – Verlässliche Zeit- und Ablaufplanung
- Gewährleistung – 5 Jahre gesetzlich, gute Betriebe bieten oft mehr
Ihre Vorteile
- ✓Tragfähige und dauerhafte Konstruktionen
- ✓Energieeffiziente Bauweise mit modernen Materialien
- ✓Flexible Grundrissgestaltung
- ✓Hoher Schallschutz durch massive Bauweise
- ✓Wertbeständigkeit und lange Lebensdauer
- ✓Brandschutz durch nicht brennbare Baustoffe
Kosten & Preise 2025
| Leistung | Preisspanne |
|---|---|
| Mauerwerk (pro m³) | 150€ - 300€ |
| Fundament (pro m³) | 180€ - 350€ |
| Betonarbeiten (pro m³) | 200€ - 400€ |
| Verputzarbeiten (pro m²) | 25€ - 45€ |
| Garage mauern (komplett) | 8.000€ - 15.000€ |
| Mauer im Garten (lfd. m) | 150€ - 400€ |
Häufige Fragen
Was ist besser: Massivbau oder Fertighaus?
Massivbau bietet besseren Schallschutz, höhere Wertbeständigkeit und mehr Flexibilität bei der Gestaltung. Fertighäuser punkten bei der Bauzeit. Langfristig sind Massivhäuser oft wirtschaftlicher.
Wie lange muss Beton aushärten?
Nach 7 Tagen erreicht Beton etwa 70% seiner Festigkeit, nach 28 Tagen die Nennfestigkeit. Frost muss in den ersten 3 Tagen unbedingt verhindert werden.
Kann im Winter gemauert werden?
Ja, mit Einschränkungen. Unter 5°C benötigen Mörtel und Beton Frostschutzmittel oder Beheizung. Starker Frost stoppt die Arbeiten komplett.
Was kostet ein Rohbau pro m² Wohnfläche?
Ein Rohbau kostet 2025 zwischen 500€ und 900€ pro m² Wohnfläche. Der Gesamtpreis hängt stark von Keller, Geschossen und Gebäudeform ab.