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Werkzeuge & Maschinen

Putzmaschine

PutzmaschineMaschinelle Förderpumpe zum Mischen und Aufspritzen von Putz, Estrich und Mörtel – Standard auf professionellen Baustellen

1 Min. Lesezeit

Was ist eine Putzmaschine?

Eine Putzmaschine (auch Verputzmaschine, Mörtelspritzmaschine) mischt Trockenmörtel automatisch mit Wasser und fördert den fertigen Putz über einen Schlauch direkt an die Wand. Sie ist der Standard auf professionellen Baustellen — ein Stuckateur schafft damit 100–200 m² pro Tag statt 30–50 m² per Hand.

Funktionsweise

SchrittBeschreibung
1. BefüllenTrockenmörtel (Sackware oder Silo) in den Trichter
2. MischenSchnecke fördert Mörtel, Wasser wird automatisch zugegeben
3. FördernExzenterschneckenpumpe drückt Mörtel durch den Schlauch
4. AufspritzenSpritzdüse verteilt den Putz gleichmäßig auf der Wand
5. AbziehenHandarbeit: Mit H-Kartätsche über Putzleisten abziehen
6. FilzenHandarbeit: Oberfläche mit Schwammbrett glätten

Maschinentypen

ModellFörderleistungEignungKosten (Kauf)
PFT G 420–55 l/minStandard für Innen-/Außenputz6.000–10.000 €
PFT G 5 Plus20–75 l/minGroßbaustellen, [Estrich](/lexikon/estrich-detail)10.000–15.000 €
PFT RITMO L Plus6–22 l/minKleine Flächen, Spachtelmasse3.000–5.000 €
M-tec M 33020–50 l/minPutz + Estrich8.000–12.000 €

Maschinenputz vs. Handputz

MerkmalMaschinenputzHandputz
Geschwindigkeit100–200 m²/Tag30–50 m²/Tag
Gleichmäßigkeit✅ Sehr gleichmäßig⚠️ Abhängig vom Können
Kosten/m²12–20 €18–30 €
Ab wann wirtschaftlichAb ca. 100 m²Unter 50 m²
Detailarbeit⚠️ Zusätzlicher Handauftrag nötig✅ Flexibel
Qualität✅ Gleich (abhängig vom Stuckateur)✅ Gleich

Kosten (Richtwerte 2026)

PositionKosten
Miete PFT G 4 / Tag80–150 €
Miete PFT G 4 / Woche300–600 €
Siloanschluss (Trockenmörtel)Inklusive bei Großmengen
Maschinenputz Material (MKZ)1,50–3 €/m²
Verputzen komplett (Profi)12–25 €/m²

Häufige Fehler

FehlerProblemLösung
Putz zu nass angemischtFließt von der Wand, lange TrocknungWassermenge an der Maschine korrekt einstellen
Zu dicke Schicht auf einmalPutz sackt ab, RissbildungMax. 20–25 mm pro Arbeitsgang
Schlauch nicht gespültVerstopfung, MaschinenschadenNach jedem Einsatz durchspülen
Abziehen zu spätPutz zu fest, nicht mehr modellierbarInnerhalb 30–60 Min. abziehen
👷‍♂️

Meister-Tipp

Die Putzmaschine hat den Stuckateur-Beruf revolutioniert — aber sie ersetzt nicht die Handwerkskunst. Die Maschine spritzt den Putz an die Wand, aber Abziehen und Filzen ist nach wie vor pure Erfahrung. Wer als Heimwerker eine Maschine mietet, sollte unbedingt zu zweit arbeiten und VORHER 10 m² an einer unwichtigen Wand üben. Die 80 Euro Tagesmiete sind gut investiert — aber nur, wenn Sie auch schnell genug abziehen können.

Häufige Fragen zu Putzmaschine

Was ist eine Putzmaschine?
Eine Putzmaschine (auch Verputzmaschine, Mörtelpumpe) mischt Trockenmörtel automatisch mit Wasser und fördert den fertigen Putz über einen Schlauch direkt an die Wand. Eine PFT G 4 (Standard) verarbeitet 20–55 l/min — ein Stuckateur schafft damit 100–200 m² pro Tag statt 30–50 m² per Hand.
Was kostet eine Putzmaschine?
Kauf (PFT G 4, Profi-Standard): 6.000–10.000 €. Kauf (Knauf PFT G 5, Großbaustelle): 10.000–15.000 €. Miete: 80–150 €/Tag, 300–600 €/Woche. Für Eigenheim (300 m² Innenwand): Miete für 3–4 Tage = 300–500 € lohnt sich ab ca. 150 m².
Maschinenputz oder Handputz?
Maschinenputz: 3–4× schneller, gleichmäßigere Schichtdicke, günstiger ab 100 m². Handputz: Für kleine Flächen, Detailarbeit, Altbau. Kosten: Maschinenputz 12–20 €/m², Handputz 18–30 €/m². Qualität bei beiden gleich — entscheidend ist der Stuckateur.
Kann man eine Putzmaschine als Heimwerker mieten?
Ja, aber: Die Maschine bedienen ist einfach, die Verarbeitung des aufgespritzten Putzes (Abziehen, Filzen) erfordert Erfahrung und Geschwindigkeit. Empfehlung: Mindestens zu zweit arbeiten (einer spritzt, einer zieht ab). Vorherige Einweisung durch den Vermieter.
Welche Putze kann man maschinell verarbeiten?
Alle gängigen Maschinenputze: Kalkzementputz (MKZ), Gipsputz (MP), Kalkputz, Leichtputz, Sanierputz. Auch Fließestrich und Mauermörtel. Wichtig: Nur Maschinenputz-geeignetes Material (mit M-Kennzeichnung) verwenden.

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