Estrichheizung
Estrichheizung – Temporäre Beheizung des frisch verlegten Heizestrichs zum kontrollierten Aufheizen und Trocknen
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Was ist Estrichheizung?
Estrichheizung (auch Funktionsheizen) ist das kontrollierte Aufheizen von Heizestrich nach DIN EN 1264-4. Es dient der Trocknung und dem Spannungsabbau im [Estrich](/lexikon/estrich-detail), bevor der Bodenbelag verlegt wird.
Aufheizprotokoll (Zementestrich)
| Tag | Vorlauftemperatur | Dauer |
|---|---|---|
| Tag 1–3 | 25 °C | Halten |
| Tag 4–11 | +5 °C/Tag steigern | Bis max. Temp. |
| Tag 12–14 | Max. Vorlauftemp. | 3 Tage halten |
| Tag 15–21 | Schrittweise senken | Abkühlen |
Gesamtdauer: ca. 21 Tage. Anhydritestrich: ab Tag 7 möglich.
Restfeuchte-Grenzwerte
| Estrichart | Mit FBH | Ohne FBH |
|---|---|---|
| Zementestrich | ≤ 1,8 % CM | ≤ 2,0 % CM |
| Anhydritestrich | ≤ 0,3 % CM | ≤ 0,5 % CM |
Häufige Fragen zu Estrichheizung
Wie lange dauert die Estrichheizung?
Das Funktionsheizen dauert bei Zementestrich ca. 21 Tage, bei Anhydritestrich kann ab Tag 7 begonnen werden. Die exakte Dauer richtet sich nach dem Aufheizprotokoll.
Wann darf man den Bodenbelag nach der Estrichheizung verlegen?
Erst wenn die Restfeuchte die Grenzwerte unterschreitet: Zementestrich ≤ 1,8 % CM (mit FBH), Anhydritestrich ≤ 0,3 % CM. Messung per CM-Methode.