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Feinwerkmechanik

Feinwerkmechaniker werden: Ausbildung, Gehalt & Aufgaben

Was macht ein Feinwerkmechaniker? Ausbildung, Gehalt, Aufgaben und Zukunftschancen 2026 – von CNC-Drehen über Fräsen bis Prototypenbau.

10 Min Lesezeit
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Der Beruf Feinwerkmechaniker verbindet handwerkliches Können mit modernen Technologien. Hier erfahren Sie alles über Aufgaben, Ausbildung, Verdienstmöglichkeiten und Zukunftsperspektiven.

Was macht ein Feinwerkmechaniker? Die wichtigsten Aufgaben

  • CNC-Drehen und -Fräsen von Präzisionsteilen
  • Programmierung von CNC-Maschinen (G-Code, CAM)
  • Schleifen, Läppen und Honen auf Toleranzen im µm-Bereich
  • Baugruppen montieren und in Betrieb nehmen
  • Technische Zeichnungen und CAD-Modelle erstellen
  • Prototypen und Einzelstücke nach Kundenspezifikation fertigen

Ausbildung zum Feinwerkmechaniker

Ausbildungsdauer3,5 Jahre (dual, 3 Schwerpunkte)
AbschlussFeinwerkmechaniker/in (HwO)
VoraussetzungenGuter Hauptschulabschluss, mathematisches Verständnis, Präzision, räumliches Denken
MeisterprüfungFeinwerkmechanikermeister (meisterpflichtig)

Gehalt und Verdienst als Feinwerkmechaniker

KarrierestufeGehalt 2026
Geselle/in2.600–3.600 € brutto/Monat
Meister/in3.600–4.800 € brutto/Monat
Selbstständig60.000–150.000 € Jahresumsatz

Wichtige Werkzeuge und Ausstattung

  • CNC-Drehmaschine und CNC-Fräse
  • Messschieber und Mikrometer (µm-Genauigkeit)
  • 3D-Koordinatenmessmaschine
  • CAM-Software (Mastercam, Hypermill)
  • Handwerkzeuge: Feilen, Reiben, Gewindebohrer

Typischer Tagesablauf

So sieht ein typischer Arbeitstag aus:

UhrzeitTätigkeit
07:00–07:30Arbeitsvorbereitung, Material- und Werkzeugcheck
07:30–09:30Haupttätigkeiten im Bereich Feinwerkmechaniker
09:30–09:45Frühstückspause
09:45–12:00Fortsetzung der Facharbeiten
12:00–12:30Mittagspause
12:30–15:30Qualitätskontrolle, Fertigstellung
15:30–16:00Dokumentation, Aufräumen, nächsten Tag vorbereiten

Spezialisierungsmöglichkeiten

Nach der Ausbildung können Sie sich spezialisieren:

  • CNC-Fertigung: Drehen, Fräsen, Schleifen an CNC-Maschinen — Präzisionsteile
  • Werkzeugbau: Spritzgussformen, Stanzwerkzeuge, Vorrichtungen herstellen
  • Maschinenbau: Sondermaschinen planen, bauen und in Betrieb nehmen
  • Medizintechnik: Implantate und Instrumente mit höchster Präzision fertigen

Weiterbildung und Karriere

WeiterbildungDauerEffekt
Feinwerkmechanikermeister6–12 MonateBetriebsgründung, Gehalt +30 %
CNC-Programmierer3–6 MonateCAD/CAM-Programmierung
Techniker Maschinenbau2 JahreKonstruktion, Arbeitsvorbereitung
Betriebswirt HWK1–2 JahreUnternehmensführung

Vorteile und Herausforderungen

✅ Vorteile⚠️ Herausforderungen
Höchste Präzision — anspruchsvolle ArbeitHoher Leistungsdruck (Null-Fehler-Toleranz)
Sehr gute Bezahlung (Industrie-Tarif)Lärm in der Werkstatt
Zukunftssicher (Hightech-Fertigung)Schichtarbeit möglich
Saubere WerkstattarbeitStändige Weiterbildung (neue Maschinen, Software)

Zukunftsaussichten

Industrie 4.0 und Digitalisierung machen CNC-Fachkräfte unverzichtbar. Prototyping, Medizintechnik und Aerospace sind wachsende Branchen. 5-Achs-Simultanbearbeitung ist die neue Königsdisziplin.

Häufige Fragen zum Beruf Feinwerkmechaniker

Was ist der Unterschied zum Industriemechaniker?

Feinwerkmechaniker arbeiten in kleinen Handwerksbetrieben mit höchster Präzision an Einzelstücken/Kleinserien. Industriemechaniker arbeiten in der Industrie eher an Serienfertigung und Maschinenreparatur.

Lohnt sich der Beruf finanziell?

Ja, CNC-Fachkräfte sind sehr gefragt. Erfahrene 5-Achs-Programmierer verdienen 3.500–5.000 € brutto – teilweise mehr als Akademiker in vergleichbaren Positionen.

Was verdient ein Feinwerkmechaniker?

Geselle: 2.800–3.600 € brutto. CNC-Spezialisten: 3.200–4.200 €. Meister: 3.800–5.000 €. In der Medizintechnik oft übertariflich.

Hat Feinwerkmechanik Zukunft?

Ja — Hightech-Fertigung, Medizintechnik und Werkzeugbau bleiben in Deutschland stark. CNC-Fachkräfte sind extrem gefragt.

Erfahren Sie mehr über Feinwerkmechaniker-Leistungen und Kosten – alle Infos zu Leistungen, Stundensätzen und Qualifikationen.