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Feinwerkmechanik
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Feinwerkmechanik: Präzision in Metall
Feinwerkmechaniker fertigen hochpräzise Bauteile für Maschinenbau, Medizintechnik, Optik und Industrie. Wo Standardprodukte nicht passen oder nicht existieren, entstehen in der Feinwerkmechanik Einzelteile, Prototypen und Kleinserien in höchster Qualität. Modernste CNC-Maschinen arbeiten im Hundertstel-Millimeter-Bereich genau, während handwerkliches Können das Feintuning übernimmt.
Der Beruf des Feinwerkmechanikers vereint traditionelles Metallhandwerk mit modernster Technologie. Wer ein Ersatzteil für eine Maschine braucht, das es nicht mehr gibt, einen Prototypen für eine Erfindung oder ein Spezialwerkzeug für eine besondere Anwendung, findet beim Feinwerkmechaniker die Lösung. Kleine, spezialisierte Betriebe sind oft flexibler als große Industrieunternehmen und können auch Einzelstücke wirtschaftlich fertigen.
Leistungen eines Feinwerkmechanik-Betriebs
Das Tätigkeitsfeld ist vielfältig und reicht von der Lohnfertigung bis zum kompletten Produktentwicklungsprozess.
CNC-Fräsen ist die Kernkompetenz für komplexe Geometrien. 3-Achs-Fräsen bearbeiten Flächen und einfache 3D-Konturen, 5-Achs-Zentren fertigen Freiformflächen und hinterschnittene Geometrien. CAM-Software übersetzt CAD-Daten in Maschinenprogramme.
CNC-Drehen erzeugt rotationssymmetrische Teile: Wellen, Buchsen, Bolzen, Flansche und Drehteile aller Art. Moderne Drehmaschinen mit angetriebenen Werkzeugen können auch Fräsoperationen in einer Aufspannung durchführen.
Schleifen erreicht höchste Oberflächengüten und Maßhaltigkeit. Rundschleifen, Flachschleifen und Koordinatenschleifen sind die Verfahren für Toleranzen im Mikrometerbereich.
Erodieren (EDM – Electro Discharge Machining) bearbeitet gehärtete Werkstoffe und filigrane Konturen durch elektrische Funkenentladung. Senkerodieren und Drahterodieren erschließen Geometrien, die mit spanenden Verfahren nicht möglich sind.
Werkzeugbau fertigt Spritzgussformen, Stanzwerkzeuge, Biegewerkzeuge und Lehren. Die Anforderungen an Präzision und Standzeit sind extrem hoch.
Vorrichtungsbau erstellt Spann- und Montagevorrichtungen für die Fertigung. Durchdachte Vorrichtungen steigern Qualität und Produktivität in der Serienfertigung.
Prototypenfertigung setzt Konstruktionsideen schnell in greifbare Bauteile um. Iterationen und Änderungen sind in der Entwicklungsphase an der Tagesordnung.
Reparatur und Instandsetzung bringt verschlissene Maschinenteile wieder in Funktion. Wellen werden nachgearbeitet, Bohrungen aufgebohrt und mit Buchsen versehen, Oberflächen gehärtet.
Fertigungsverfahren im Detail
Je nach Anforderung an Geometrie, Material und Genauigkeit kommen verschiedene Verfahren zum Einsatz.
Drehen ist das Verfahren für rotationssymmetrische Bauteile. Das Werkstück rotiert, das Werkzeug trägt Material ab. Außendrehen, Innendrehen, Gewindeschneiden und Einstechen sind Grundoperationen.
Fräsen bearbeitet Flächen und 3D-Konturen. Das rotierende Werkzeug bewegt sich entlang programmierbarer Bahnen. Planfräsen, Taschenfräsen, Konturfräsen und 3D-Freiformfräsen decken das Spektrum ab.
Bohren und Senken erzeugt Bohrungen und Ansenkungen. Gewindebohren schneidet Innengewinde. Moderne Bearbeitungszentren führen alle Operationen in einer Aufspannung durch.
Schleifen (Rundschleifen, Flachschleifen) erreicht Oberflächengüten bis Ra 0,1 µm und Toleranzen bis 0,001 mm. Für gehärtete Bauteile ist Schleifen oft die einzige Bearbeitungsmöglichkeit.
Erodieren arbeitet kontaktlos durch Funkenerosion. Das Verfahren eignet sich für gehärtete Stähle, Hartmetall und komplexe Konturen wie Gussformen.
Materialien in der Feinwerkmechanik
Die Materialauswahl richtet sich nach den Anforderungen des Bauteils.
Stahl in verschiedenen Legierungen ist der Standard für mechanisch beanspruchte Teile. Von einfachem Baustahl über Vergütungsstähle bis zu Werkzeugstählen reicht die Palette.
Edelstahl wird für korrosionsbeständige Anwendungen verwendet: Lebensmittelindustrie, Medizintechnik, Chemie.
Aluminium ist leicht und gut zerspanbar. Für Konstruktionen mit Gewichtsvorgaben erste Wahl.
Messing und Bronze bieten gute Gleiteigenschaften und werden für Buchsen, Lager und dekorative Teile verwendet.
Kunststoffe vom Standardmaterial (POM, PA, PE) bis zum Hochleistungskunststoff (PEEK, PTFE) werden ebenfalls bearbeitet.
Sonderwerkstoffe wie Titan, Inconel oder Hartmetall erfordern spezielle Werkzeuge und Know-how.
Qualitätssicherung
In der Feinwerkmechanik ist Qualitätssicherung integraler Bestandteil der Fertigung.
Messmaschinen (3D-Koordinatenmesstechnik) prüfen Geometrie und Maße mit höchster Genauigkeit.
Oberflächenmessung dokumentiert Rauheit und Welligkeit.
Prüfprotokolle und Messprotokolle begleiten jedes Teil und belegen die Einhaltung der Toleranzen.
Zertifizierung nach ISO 9001 belegt ein funktionierendes Qualitätsmanagementsystem.
Kosten für Feinwerkmechanik
Die Kosten sind aufwandsabhängig und werden meist nach Stundensätzen kalkuliert.
CNC-Fräsen: 60-120 Euro pro Maschinenstunde, abhängig von Maschinentyp und -größe.
CNC-Drehen: 50-90 Euro pro Maschinenstunde.
Schleifen: 60-100 Euro pro Maschinenstunde.
Erodieren: 50-80 Euro pro Maschinenstunde (längere Bearbeitungszeiten).
Programmierung und Einrichten: Wird zusätzlich berechnet, oft 50-100 Euro pro Stunde.
Beispiel Einzelteil: Ein einfaches Drehteil (30 Minuten Drehen, 30 Minuten Programmieren und Einrichten) kostet etwa 50-100 Euro.
Den richtigen Feinwerkmechanik-Betrieb finden
Die Kompetenz zeigt sich in der Qualität der Arbeit. Achten Sie auf:
- Maschinenpark – Moderne CNC-Maschinen für präzise Ergebnisse
- Spezialisierung – Erfahrung mit Ihrem Material oder Ihrer Branche
- Messausstattung – Eigene Messmaschinen für Qualitätskontrolle
- Referenzen – Vergleichbare Teile oder Projekte
- Liefertreue – Terminzuverlässigkeit ist in der Industrie entscheidend
Ihre Vorteile
- ✓Höchste Präzision bei der Fertigung
- ✓Einzelteilfertigung und Kleinserien
- ✓Moderne CNC-Bearbeitung
- ✓Reparatur und Instandsetzung
- ✓Werkzeug- und Formenbau
- ✓Qualitätssicherung und Dokumentation
Kosten & Preise 2025
| Leistung | Preisspanne |
|---|---|
| CNC-Fräsarbeit (pro Stunde) | 60€ - 120€ |
| Dreharbeiten (pro Stunde) | 50€ - 90€ |
| Einzelteilfertigung | nach Aufwand |
| Prototypen | nach Aufwand |
| Werkzeugreparatur | nach Aufwand |
| Maschinenreparatur | nach Aufwand |
Häufige Fragen
Was macht ein Feinwerkmechaniker?
Feinwerkmechaniker fertigen präzise Bauteile durch Drehen, Fräsen, Schleifen und Bohren. Sie arbeiten in der Einzelteilfertigung, im Werkzeugbau und bei der Maschinenreparatur.
Welche Genauigkeiten sind möglich?
Moderne CNC-Maschinen erreichen Toleranzen von 0,01 mm und feiner. Für Spezialanwendungen sind sogar Mikrometer-Genauigkeiten realisierbar.
Welche Materialien werden bearbeitet?
Stahl, Edelstahl, Aluminium, Messing, Kupfer, Kunststoffe und Sonderwerkstoffe. Die Materialwahl richtet sich nach der Anwendung.
Lohnt sich Einzelteilfertigung?
Für Prototypen, Ersatzteile und Spezialanwendungen ist Einzelteilfertigung oft die einzige Option. Die Stückkosten sind höher als bei Serienteilen.