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Elektroprüfung (DGUV V3)

Elektroprüfer werden: Qualifikation, Gehalt & Karriere 2026

Wie wird man Elektroprüfer (DGUV V3)? Qualifikation, Gehalt, Aufgaben und Marktchancen 2026 – von Geräteprüfung über Anlagenprüfung bis Thermografie.

10 Min Lesezeit
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Der Beruf Elektroprüfer verbindet handwerkliches Können mit modernen Technologien. Hier erfahren Sie alles über Aufgaben, Ausbildung, Verdienstmöglichkeiten und Zukunftsperspektiven.

Was macht ein Elektroprüfer? Die wichtigsten Aufgaben

  • DGUV V3 Prüfung ortsveränderlicher Geräte
  • Prüfung ortsfester Anlagen und Maschinen
  • Isolationsmessung und Schleifenimpedanzmessung
  • Thermografie an Schaltanlagen und Verteilungen
  • Prüfprotokolle und Dokumentation erstellen
  • Mängelberichte und Nachmessung

Ausbildung und Qualifikation

Ausbildung/EinstiegWeiterbildung auf Basis Elektroniker-Ausbildung (1–2 Wochen Kurs)
AbschlussBefähigte Person nach TRBS 1203 / DGUV Vorschrift 3
VoraussetzungenAbgeschlossene Elektro-Ausbildung, Berufserfahrung, regelmäßige Nachschulung
WeiterqualifikationElektrotechnikermeister (für eigenen Prüfbetrieb empfohlen)

Gehalt und Verdienst

KarrierestufeGehalt 2026
Einsteiger/Geselle3.000–4.000 € brutto (angestellter Prüfer)
Meister/Teamleiter4.000–5.000 € (Prüfingenieur/Sachverständiger)
Selbstständig60.000–120.000 € Jahresumsatz

Wichtige Werkzeuge und Ausstattung

  • Gerätetester (z.B. Gossen Metrawatt Secutest)
  • Installationstester (z.B. Fluke 1664 FC)
  • Thermografie-Kamera (Flir, Testo)
  • Prüfsoftware mit Datenbank (ELMATICA, EPK)
  • Barcode-/RFID-Scanner für Geräteinventar

Typischer Tagesablauf

So sieht ein typischer Arbeitstag aus:

UhrzeitTätigkeit
07:00–07:30Arbeitsvorbereitung, Material- und Werkzeugcheck
07:30–09:30Haupttätigkeiten im Bereich Elektroprüfer
09:30–09:45Frühstückspause
09:45–12:00Fortsetzung der Facharbeiten
12:00–12:30Mittagspause
12:30–15:30Qualitätskontrolle, Fertigstellung
15:30–16:00Dokumentation, Aufräumen, nächsten Tag vorbereiten

Spezialisierungsmöglichkeiten

Nach der Ausbildung können Sie sich spezialisieren:

  • DGUV V3 / VDE-Prüfung: Regelmäßige Prüfung ortsfester und ortsveränderlicher Geräte — gesetzliche Pflicht
  • Thermografie: Wärmebildprüfung von Schaltanlagen und Verteilungen
  • E-Check: Prüfung der kompletten Elektroinstallation in Gebäuden
  • Maschinenprüfung: Sicherheitsprüfung nach Maschinenrichtlinie und BetrSichV

Weiterbildung und Karriere

WeiterbildungDauerEffekt
Elektrotechnikermeister6–12 MonateErweiterte Prüfberechtigung
Befähigte Person nach TRBS1–5 TageFormale Prüfberechtigung
Thermograf Level 1–21–2 WochenThermografische Prüfungen
Sachverständiger Elektrotechnik1–2 JahreGerichtsgutachten

Vorteile und Herausforderungen

✅ Vorteile⚠️ Herausforderungen
Krisensicher (gesetzliche Prüfpflicht)Viel Dokumentationsarbeit
Planbare Arbeit (feste Prüftermine)Reiseaufwand bei Kunden vor Ort
Gute VerdienstmöglichkeitenHaftungsrisiko bei übersehenen Mängeln
Saubere Arbeit ohne BaustelleZertifizierungspflichten

Zukunftsaussichten

Pflichtprüfungen nach DGUV V3 schaffen einen stabilen, konjunkturunabhängigen Markt. Thermografie als Zusatzleistung wächst. Gut skalierbare Selbstständigkeit mit planbaren Einnahmen.

Häufige Fragen

Kann man nur von Elektroprüfung leben?

Ja – ein Prüfer schafft 40–80 Geräte pro Tag. Bei 3–8 €/Gerät und 200+ Arbeitstagen ist ein guter Umsatz möglich. Viele Kunden buchen jährlich.

Welche Qualifikation braucht man?

Elektrofachkraft nach TRBS 1203 (abgeschlossene Elektro-Ausbildung + Prüfschein). Schulungen gibt es bei TÜV, DEKRA oder privaten Anbietern für 500–1.500 €.