Elektroprüfung (DGUV V3)
Elektroprüfer werden: Qualifikation, Gehalt & Karriere 2026
Wie wird man Elektroprüfer (DGUV V3)? Qualifikation, Gehalt, Aufgaben und Marktchancen 2026 – von Geräteprüfung über Anlagenprüfung bis Thermografie.
Der Beruf Elektroprüfer verbindet handwerkliches Können mit modernen Technologien. Hier erfahren Sie alles über Aufgaben, Ausbildung, Verdienstmöglichkeiten und Zukunftsperspektiven.
Was macht ein Elektroprüfer? Die wichtigsten Aufgaben
- DGUV V3 Prüfung ortsveränderlicher Geräte
- Prüfung ortsfester Anlagen und Maschinen
- Isolationsmessung und Schleifenimpedanzmessung
- Thermografie an Schaltanlagen und Verteilungen
- Prüfprotokolle und Dokumentation erstellen
- Mängelberichte und Nachmessung
Ausbildung und Qualifikation
| Ausbildung/Einstieg | Weiterbildung auf Basis Elektroniker-Ausbildung (1–2 Wochen Kurs) |
| Abschluss | Befähigte Person nach TRBS 1203 / DGUV Vorschrift 3 |
| Voraussetzungen | Abgeschlossene Elektro-Ausbildung, Berufserfahrung, regelmäßige Nachschulung |
| Weiterqualifikation | Elektrotechnikermeister (für eigenen Prüfbetrieb empfohlen) |
Gehalt und Verdienst
| Karrierestufe | Gehalt 2026 |
|---|---|
| Einsteiger/Geselle | 3.000–4.000 € brutto (angestellter Prüfer) |
| Meister/Teamleiter | 4.000–5.000 € (Prüfingenieur/Sachverständiger) |
| Selbstständig | 60.000–120.000 € Jahresumsatz |
Wichtige Werkzeuge und Ausstattung
- Gerätetester (z.B. Gossen Metrawatt Secutest)
- Installationstester (z.B. Fluke 1664 FC)
- Thermografie-Kamera (Flir, Testo)
- Prüfsoftware mit Datenbank (ELMATICA, EPK)
- Barcode-/RFID-Scanner für Geräteinventar
Typischer Tagesablauf
So sieht ein typischer Arbeitstag aus:
| Uhrzeit | Tätigkeit |
|---|---|
| 07:00–07:30 | Arbeitsvorbereitung, Material- und Werkzeugcheck |
| 07:30–09:30 | Haupttätigkeiten im Bereich Elektroprüfer |
| 09:30–09:45 | Frühstückspause |
| 09:45–12:00 | Fortsetzung der Facharbeiten |
| 12:00–12:30 | Mittagspause |
| 12:30–15:30 | Qualitätskontrolle, Fertigstellung |
| 15:30–16:00 | Dokumentation, Aufräumen, nächsten Tag vorbereiten |
Spezialisierungsmöglichkeiten
Nach der Ausbildung können Sie sich spezialisieren:
- DGUV V3 / VDE-Prüfung: Regelmäßige Prüfung ortsfester und ortsveränderlicher Geräte — gesetzliche Pflicht
- Thermografie: Wärmebildprüfung von Schaltanlagen und Verteilungen
- E-Check: Prüfung der kompletten Elektroinstallation in Gebäuden
- Maschinenprüfung: Sicherheitsprüfung nach Maschinenrichtlinie und BetrSichV
Weiterbildung und Karriere
| Weiterbildung | Dauer | Effekt |
|---|---|---|
| Elektrotechnikermeister | 6–12 Monate | Erweiterte Prüfberechtigung |
| Befähigte Person nach TRBS | 1–5 Tage | Formale Prüfberechtigung |
| Thermograf Level 1–2 | 1–2 Wochen | Thermografische Prüfungen |
| Sachverständiger Elektrotechnik | 1–2 Jahre | Gerichtsgutachten |
Vorteile und Herausforderungen
| ✅ Vorteile | ⚠️ Herausforderungen |
|---|---|
| Krisensicher (gesetzliche Prüfpflicht) | Viel Dokumentationsarbeit |
| Planbare Arbeit (feste Prüftermine) | Reiseaufwand bei Kunden vor Ort |
| Gute Verdienstmöglichkeiten | Haftungsrisiko bei übersehenen Mängeln |
| Saubere Arbeit ohne Baustelle | Zertifizierungspflichten |
Zukunftsaussichten
Pflichtprüfungen nach DGUV V3 schaffen einen stabilen, konjunkturunabhängigen Markt. Thermografie als Zusatzleistung wächst. Gut skalierbare Selbstständigkeit mit planbaren Einnahmen.
Häufige Fragen
Kann man nur von Elektroprüfung leben?
Ja – ein Prüfer schafft 40–80 Geräte pro Tag. Bei 3–8 €/Gerät und 200+ Arbeitstagen ist ein guter Umsatz möglich. Viele Kunden buchen jährlich.
Welche Qualifikation braucht man?
Elektrofachkraft nach TRBS 1203 (abgeschlossene Elektro-Ausbildung + Prüfschein). Schulungen gibt es bei TÜV, DEKRA oder privaten Anbietern für 500–1.500 €.
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