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Brandschutz

Brandschutz als Beruf: Ausbildung, Gehalt & Karriere 2026

Wie wird man Brandschutztechniker? Ausbildung, Gehalt, Aufgaben und Karrierechancen 2026 – von Brandmelder über Abschottung bis Brandschutzkonzept.

10 Min Lesezeit
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Der Beruf Brandschutztechniker verbindet handwerkliches Können mit modernen Technologien. Hier erfahren Sie alles über Aufgaben, Ausbildung, Verdienstmöglichkeiten und Zukunftsperspektiven.

Was macht ein Brandschutztechniker? Die wichtigsten Aufgaben

  • Brandschutzkonzepte erstellen und prüfen
  • Brandmeldeanlage planen, installieren und warten
  • Brandabschottungen (Kabel, Rohr, Lüftung) einbauen
  • Brandschutztüren und -klappen montieren und prüfen
  • Flucht- und Rettungspläne erstellen
  • Brandschutzbegehungen und Gefährdungsbeurteilungen

Ausbildung und Qualifikation

Ausbildung/EinstiegQuereinstieg über Elektro-/SHK-Handwerk + Weiterbildung zum Brandschutzfachplaner
AbschlussBrandschutzbeauftragter (CFPA), Fachplaner Brandschutz (vfdb/eipos)
VoraussetzungenTechnische Grundausbildung, Verständnis für Baurecht und Normen
WeiterqualifikationSachverständiger für Brandschutz (ö.b.u.v. durch IHK/HWK)

Gehalt und Verdienst

KarrierestufeGehalt 2026
Einsteiger/Geselle3.000–4.000 € brutto/Monat (Brandschutzfachkraft)
Meister/Teamleiter4.000–5.500 € (Fachplaner/Sachverständiger)
Selbstständig70.000–150.000 € Jahresumsatz

Wichtige Werkzeuge und Ausstattung

  • Brandmeldeanlage-Prüfkoffer
  • Rauchwarnmelder-Prüfgerät
  • Brandschutzkit (Mörtel, Schaum, Manschetten)
  • CAD-Software für Flucht-/Rettungspläne
  • Dokumentationssoftware (Prüfprotokolle)

Typischer Tagesablauf

So sieht ein typischer Arbeitstag aus:

UhrzeitTätigkeit
07:00–07:30Arbeitsvorbereitung, Material- und Werkzeugcheck
07:30–09:30Haupttätigkeiten im Bereich Brandschutztechniker
09:30–09:45Frühstückspause
09:45–12:00Fortführung der Arbeiten, Spezialtätigkeiten
12:00–12:30Mittagspause
12:30–15:30Qualitätskontrolle, Fertigstellungsarbeiten
15:30–16:00Dokumentation, Aufräumen, nächsten Tag vorbereiten

Spezialisierungsmöglichkeiten

Nach der Ausbildung können Sie sich in diesen Bereichen weiterentwickeln:

  • Vorbeugender Brandschutz: Brandschutzkonzepte, Fluchtpläne, Brandschutztüren
  • Brandschutzabschottungen: Kabel-, Rohr- und Lüftungsdurchführungen abdichten — Pflicht!
  • Feuerlöscher-Service: Wartung, Prüfung und Verkauf von Feuerlöschern
  • Brandmeldetechnik: BMA planen, installieren und warten

Weiterbildung und Karriere

WeiterbildungDauerEffekt
Brandschutzfachkraft3–6 MonateZertifizierte Brandschutzarbeiten
Sachverständiger Brandschutz1–2 JahreBrandschutzkonzepte und Gutachten
Brandschutzbeauftragter1–2 WochenBetrieblicher Brandschutz
Fachplaner Brandschutz6–12 MonatePlanung und Nachweis von Brandschutzkonzepten

Vorteile und Herausforderungen

✅ Vorteile⚠️ Herausforderungen
Krisensicherer Beruf (gesetzliche Pflicht)Hohe Verantwortung (Menschenleben)
Gute VerdienstmöglichkeitenStändige Weiterbildung nötig
Wenig Konkurrenz (Spezialgebiet)Komplexe Vorschriften und Normen
Wachsender Markt durch strengere VorschriftenHaftungsrisiko bei Fehlern

Zukunftsaussichten

Verschärfte Bauordnungen und wachsendes Bewusstsein für Brandschutz treiben die Nachfrage. Besonders Bestandsgebäude haben enormen Nachrüstbedarf. Brandschutz-Sachverständige sind rar und sehr gefragt.

Häufige Fragen

Wie wird man Brandschutzbeauftragter?

Durch eine Weiterbildung (ca. 60–80 Unterrichtsstunden). Voraussetzung: technische Ausbildung oder Studium plus Berufserfahrung. Kosten: 1.500–3.000 €.

Was verdient ein Brandschutz-Sachverständiger?

Angestellt: 4.500–6.000 €. Selbstständig: 80.000–150.000 € Jahresumsatz. Einer der bestbezahlten Spezialisierungen im Bau.