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Zaun- & Tortechnik

Zaunbauer werden: Einstieg, Gehalt & Aufgaben 2026

Wie wird man Zaunbauer? Einstieg, Verdienst, Aufgaben und Perspektiven 2026 – von Doppelstabmatte über Holzzaun bis Elektro-Schiebetor.

10 Min Lesezeit
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Der Beruf Zaunbauer verbindet handwerkliches Können mit modernen Technologien. Hier erfahren Sie alles über Aufgaben, Ausbildung, Verdienstmöglichkeiten und Zukunftsperspektiven.

Was macht ein Zaunbauer? Die wichtigsten Aufgaben

  • Doppelstabmattenzäune setzen (mit Punktfundamenten)
  • Holzzäune, Sichtschutzzäune und Lamellenzäune montieren
  • Tore (Dreh-, Schiebe-, Automatiktore) einbauen und einstellen
  • Fundamente betonieren und Pfosten setzen
  • Geländevermessung und Gefälleausgleich
  • Elektrische Torantriebe montieren und programmieren

Ausbildung und Qualifikation

Ausbildung/EinstiegKein eigener Ausbildungsberuf – Quereinstieg aus Metallbau, GaLaBau oder Tiefbau
AbschlussMetallbauergeselle oder Landschaftsgärtner als Grundlage
VoraussetzungenKörperliche Fitness, Genauigkeit, handwerkliches Geschick
WeiterqualifikationMetallbauermeister für eigenen Betrieb empfohlen

Gehalt und Verdienst

KarrierestufeGehalt 2026
Einsteiger/Geselle2.300–3.300 € brutto/Monat
Meister/Teamleiter3.200–4.200 € brutto/Monat
Selbstständig45.000–100.000 € Jahresumsatz

Wichtige Werkzeuge und Ausstattung

  • Betonmischer oder Mischpumpe
  • Erdbohrer für Punktfundamente
  • Flex (Winkelschleifer) und Kappsäge
  • Laserebene und Schnurgerüst
  • Kernbohrgerät und Schlagbohrmaschine

Typischer Tagesablauf

So sieht ein typischer Arbeitstag aus:

UhrzeitTätigkeit
07:00–07:30Arbeitsvorbereitung, Material- und Werkzeugcheck
07:30–09:30Haupttätigkeiten im Bereich Zaunbauer/Torservice
09:30–09:45Frühstückspause
09:45–12:00Fortsetzung der Facharbeiten
12:00–12:30Mittagspause
12:30–15:30Qualitätskontrolle, Fertigstellung
15:30–16:00Dokumentation, Aufräumen, nächsten Tag vorbereiten

Spezialisierungsmöglichkeiten

Nach der Ausbildung können Sie sich spezialisieren:

  • Metallzäune: Doppelstabmatten, Schmuckzäune, Industriezäune
  • Holzzäune: Sichtschutz, Jägerzaun, Lattenzaun — Privatkundenmarkt
  • Toranlagen: Schiebetore, Flügeltore mit elektrischem Antrieb
  • Gabionen & Sichtschutz: Steinkörbe als moderne Grundstücksabgrenzung

Weiterbildung und Karriere

WeiterbildungDauerEffekt
Metallbauermeister6–12 MonateErweiterte Qualifikation für Metallzäune
Elektrofachkraft3–6 MonateTorantriebe anschließen
Sachverständiger1–2 JahreGutachten, Sicherheitsprüfungen
Betriebswirt HWK1–2 JahreUnternehmensführung

Vorteile und Herausforderungen

✅ Vorteile⚠️ Herausforderungen
Kombination aus Innen- und AußenarbeitSchwere Pfosten und Elemente setzen
Hohe Nachfrage (Sicherheit + Privatsphäre)Erdarbeiten (Fundamente)
Gute Margen bei ToranlagenWetterabhängig
Kreative GestaltungsmöglichkeitenPreisdruck bei Standardzäunen

Zukunftsaussichten

Sicherheitsbedürfnis steigt: Mehr Einzäunungen, elektrische Tore, Video-Gegensprechanlagen. Aluminium-Lamellenzäune im Premium-Segment wachsen stark. Gute Selbstständigkeits-Perspektive.

Häufige Fragen

Kann man sich als Zaunbauer selbstständig machen?

Ja – Zaunbau ist kein meisterpflichtiges Handwerk. Ein Gewerbe reicht. Spezialisierung auf Torantriebe (Hörmann, Sommer) bringt höhere Margen.

Was verdient ein Zaunbauer?

Angestellt: 2.300–3.300 €. Selbstständig: Je nach Auftragslage 45.000–100.000 € Umsatz. Premium-Segment (Alu-Zaun, Automatiktore): deutlich mehr.