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Umzugs- & Transportservice

Umzugsunternehmen gründen: Einstieg, Gehalt & Perspektiven

Wie wird man Umzugsunternehmer? Einstieg, Gehalt, Aufgaben und Verdienstmöglichkeiten 2026 – von Privatumzug über Firmenumzug bis Spedition.

10 Min Lesezeit
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Der Beruf Umzugshelfer/Spediteur verbindet handwerkliches Können mit modernen Technologien. Hier erfahren Sie alles über Aufgaben, Ausbildung, Verdienstmöglichkeiten und Zukunftsperspektiven.

Was macht ein Umzugshelfer/Spediteur? Die wichtigsten Aufgaben

  • Möbel, Kartons und Hausrat sicher verpacken und transportieren
  • Möbel ab- und aufbauen
  • Schwertransporte (Klavier, Tresor, Aquarium)
  • LKW beladen und ladungssichern
  • Halteverbotszonen beantragen
  • Kalkulation, Angebotserstellung und Kundenberatung

Ausbildung und Qualifikation

Ausbildung/EinstiegKein spezifischer Ausbildungsberuf – Quereinstieg üblich
AbschlussFachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice (3 Jahre IHK)
VoraussetzungenKörperliche Fitness, Zuverlässigkeit, Führerschein C/CE für LKW
WeiterqualifikationVerkehrsleiter-Qualifikation (für gewerbliche Güterbeförderung ab 3,5 t Pflicht)

Gehalt und Verdienst

KarrierestufeGehalt 2026
Einsteiger/Geselle2.000–3.000 € brutto/Monat (Umzugshelfer)
Meister/Teamleiter2.800–3.800 € (Vorarbeiter/Teamleiter)
Selbstständig50.000–200.000 € Jahresumsatz

Wichtige Werkzeuge und Ausstattung

  • LKW 3,5 t oder 7,5 t mit Ladebordwand
  • Rollwagen und Sackkarre
  • Möbeltransportgurte und Spanngurte
  • Umzugsdecken und Schutzfolien
  • Außenaufzug/Möbellift (für Großaufträge)

Typischer Tagesablauf

So sieht ein typischer Arbeitstag aus:

UhrzeitTätigkeit
07:00–07:30Arbeitsvorbereitung, Material- und Werkzeugcheck
07:30–09:30Haupttätigkeiten im Bereich Umzugsunternehmer
09:30–09:45Frühstückspause
09:45–12:00Fortsetzung der Facharbeiten
12:00–12:30Mittagspause
12:30–15:30Qualitätskontrolle, Fertigstellung
15:30–16:00Dokumentation, Aufräumen, nächsten Tag vorbereiten

Spezialisierungsmöglichkeiten

Nach der Ausbildung können Sie sich spezialisieren:

  • Privatumzüge: Komplettservice vom Einpacken bis zum Aufbau
  • Firmenumzüge: Büros, Praxen, Lager verlagern — größere Projekte
  • Klaviertransporte: Schwertransporte mit Spezialtechnik — Premium-Service
  • Internationale Umzüge: Übersee-Container, Zollabwicklung, Lagerung

Weiterbildung und Karriere

WeiterbildungDauerEffekt
Geprüfter Umzugsspeditionskaufmann3 JahreKaufmännische Qualifikation
AMÖ-Zertifizierung1–3 TageQualitätssiegel der Umzugsbranche
Berufskraftfahrer C/CE1–3 MonateLKW-Führerschein für große Umzüge
Betriebswirt1–2 JahreUnternehmensführung

Vorteile und Herausforderungen

✅ Vorteile⚠️ Herausforderungen
Keine MeisterpflichtExtrem körperliche Arbeit
Hohe Nachfrage (Menschen ziehen ständig um)Lange Arbeitstage (Umzug muss fertig werden)
Flexible ArbeitszeitenWochenendarbeit üblich
Schneller Einstieg mit wenig Kapital möglichHaftungsrisiko für Transportschäden

Zukunftsaussichten

Stabiler Markt: Menschen ziehen immer um. Trend zu Full-Service-Umzügen (Packen, Transportieren, Einräumen) wächst. Online-Plattformen (Movinga, Umzugsauktion) verändern die Kundengewinnung.

Häufige Fragen

Kann man ein Umzugsunternehmen ohne Ausbildung gründen?

Grundsätzlich ja, aber: Für gewerblichen Güterverkehr mit Fahrzeugen >3,5 t brauchen Sie eine Güterkraftverkehrserlaubnis und einen Verkehrsleiter.

Was verdient ein Umzugshelfer?

Angestellt: 13–18 €/h. Selbstständig als Umzugsunternehmer: Je nach Teamgröße und Region 50.000–200.000 € Jahresumsatz.