Umzugs- & Transportservice
Umzugsunternehmen gründen: Einstieg, Gehalt & Perspektiven
Wie wird man Umzugsunternehmer? Einstieg, Gehalt, Aufgaben und Verdienstmöglichkeiten 2026 – von Privatumzug über Firmenumzug bis Spedition.
Der Beruf Umzugshelfer/Spediteur verbindet handwerkliches Können mit modernen Technologien. Hier erfahren Sie alles über Aufgaben, Ausbildung, Verdienstmöglichkeiten und Zukunftsperspektiven.
Was macht ein Umzugshelfer/Spediteur? Die wichtigsten Aufgaben
- Möbel, Kartons und Hausrat sicher verpacken und transportieren
- Möbel ab- und aufbauen
- Schwertransporte (Klavier, Tresor, Aquarium)
- LKW beladen und ladungssichern
- Halteverbotszonen beantragen
- Kalkulation, Angebotserstellung und Kundenberatung
Ausbildung und Qualifikation
| Ausbildung/Einstieg | Kein spezifischer Ausbildungsberuf – Quereinstieg üblich |
| Abschluss | Fachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice (3 Jahre IHK) |
| Voraussetzungen | Körperliche Fitness, Zuverlässigkeit, Führerschein C/CE für LKW |
| Weiterqualifikation | Verkehrsleiter-Qualifikation (für gewerbliche Güterbeförderung ab 3,5 t Pflicht) |
Gehalt und Verdienst
| Karrierestufe | Gehalt 2026 |
|---|---|
| Einsteiger/Geselle | 2.000–3.000 € brutto/Monat (Umzugshelfer) |
| Meister/Teamleiter | 2.800–3.800 € (Vorarbeiter/Teamleiter) |
| Selbstständig | 50.000–200.000 € Jahresumsatz |
Wichtige Werkzeuge und Ausstattung
- LKW 3,5 t oder 7,5 t mit Ladebordwand
- Rollwagen und Sackkarre
- Möbeltransportgurte und Spanngurte
- Umzugsdecken und Schutzfolien
- Außenaufzug/Möbellift (für Großaufträge)
Typischer Tagesablauf
So sieht ein typischer Arbeitstag aus:
| Uhrzeit | Tätigkeit |
|---|---|
| 07:00–07:30 | Arbeitsvorbereitung, Material- und Werkzeugcheck |
| 07:30–09:30 | Haupttätigkeiten im Bereich Umzugsunternehmer |
| 09:30–09:45 | Frühstückspause |
| 09:45–12:00 | Fortsetzung der Facharbeiten |
| 12:00–12:30 | Mittagspause |
| 12:30–15:30 | Qualitätskontrolle, Fertigstellung |
| 15:30–16:00 | Dokumentation, Aufräumen, nächsten Tag vorbereiten |
Spezialisierungsmöglichkeiten
Nach der Ausbildung können Sie sich spezialisieren:
- Privatumzüge: Komplettservice vom Einpacken bis zum Aufbau
- Firmenumzüge: Büros, Praxen, Lager verlagern — größere Projekte
- Klaviertransporte: Schwertransporte mit Spezialtechnik — Premium-Service
- Internationale Umzüge: Übersee-Container, Zollabwicklung, Lagerung
Weiterbildung und Karriere
| Weiterbildung | Dauer | Effekt |
|---|---|---|
| Geprüfter Umzugsspeditionskaufmann | 3 Jahre | Kaufmännische Qualifikation |
| AMÖ-Zertifizierung | 1–3 Tage | Qualitätssiegel der Umzugsbranche |
| Berufskraftfahrer C/CE | 1–3 Monate | LKW-Führerschein für große Umzüge |
| Betriebswirt | 1–2 Jahre | Unternehmensführung |
Vorteile und Herausforderungen
| ✅ Vorteile | ⚠️ Herausforderungen |
|---|---|
| Keine Meisterpflicht | Extrem körperliche Arbeit |
| Hohe Nachfrage (Menschen ziehen ständig um) | Lange Arbeitstage (Umzug muss fertig werden) |
| Flexible Arbeitszeiten | Wochenendarbeit üblich |
| Schneller Einstieg mit wenig Kapital möglich | Haftungsrisiko für Transportschäden |
Zukunftsaussichten
Stabiler Markt: Menschen ziehen immer um. Trend zu Full-Service-Umzügen (Packen, Transportieren, Einräumen) wächst. Online-Plattformen (Movinga, Umzugsauktion) verändern die Kundengewinnung.
Häufige Fragen
Kann man ein Umzugsunternehmen ohne Ausbildung gründen?
Grundsätzlich ja, aber: Für gewerblichen Güterverkehr mit Fahrzeugen >3,5 t brauchen Sie eine Güterkraftverkehrserlaubnis und einen Verkehrsleiter.
Was verdient ein Umzugshelfer?
Angestellt: 13–18 €/h. Selbstständig als Umzugsunternehmer: Je nach Teamgröße und Region 50.000–200.000 € Jahresumsatz.
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