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Photovoltaik / PV

PV-Module, Speicher, Monitoring und Netzanbindung.

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Photovoltaik: Solarstrom vom eigenen Dach

Photovoltaik ist die Schlüsseltechnologie für private Energieunabhängigkeit. Die Erzeugung von eigenem Strom auf dem Dach wird immer attraktiver: Sinkende Modulpreise, steigende Stromkosten und smarte Speichertechnologie machen Solaranlagen zur lohnenden Investition. Moderne PV-Systeme versorgen Haushalt und E-Auto mit sauberem Strom – zu Gestehungskosten von unter 10 Cent pro Kilowattstunde.

Die Technologie hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht. Hocheffiziente Module, intelligente Speichersysteme und Energiemanager, die den Eigenverbrauch optimieren, bilden ein ausgeklügeltes Gesamtsystem. Ein erfahrener PV-Fachbetrieb plant nicht nur die technische Anlage, sondern berät auch zu Förderungen, Wirtschaftlichkeit und dem Zusammenspiel mit Wärmepumpe, Wallbox und Haushaltgeräten.

Komponenten einer modernen PV-Anlage

Eine zeitgemäße Photovoltaikanlage besteht aus mehreren aufeinander abgestimmten Komponenten. Die richtige Konfiguration entscheidet über Ertrag und Wirtschaftlichkeit.

Solarmodule sind das Herzstück der Anlage. Monokristalline Module sind heute Standard – sie bieten die höchste Effizienz pro Fläche (20-22%). Bifaziale Module können zusätzlich reflektiertes Licht von der Rückseite nutzen und steigern den Ertrag um bis zu 15%. Vollschwarze Module in eleganter Optik passen auch zu anspruchsvoller Architektur.

Wechselrichter wandeln den Gleichstrom der Module in nutzbaren Wechselstrom um. Moderne hybrid-tüchtige Wechselrichter steuern zusätzlich den Speicher und ermöglichen bei Stromausfall sogar Notstromversorgung. String-Wechselrichter sind Standard im Privatbereich, während Mikro-Wechselrichter bei komplexen Dachformen oder Verschattung Vorteile bieten.

Stromspeicher haben die Photovoltaik revolutioniert. Lithium-Eisenphosphat-Batterien (LFP) bieten hohe Sicherheit und lange Lebensdauer (6.000+ Ladezyklen). Typische Kapazitäten im Einfamilienhaus liegen bei 5-15 kWh. Der Speicher puffert den tagsüber erzeugten Überschuss für die Abend- und Nachtstunden.

Energiemanager ist das Gehirn des Systems. Er steuert, welcher Verbraucher wann mit Solarstrom versorgt wird, wann der Speicher geladen wird und wann ins Netz eingespeist wird. Intelligente Systeme lernen die Verbrauchsmuster und optimieren automatisch.

Wallbox lädt das Elektroauto idealerweise mit überschüssigem Solarstrom. Viele moderne Wallboxen können direkt vom Energiemanager gesteuert werden und laden nur, wenn genügend PV-Strom verfügbar ist. So nutzen Sie kostenlosen Sonnenstrom für Mobilität.

Monitoring ermöglicht die Überwachung per Smartphone-App. Sie sehen jederzeit, wie viel Strom produziert und verbraucht wird, wie voll der Speicher ist und ob alle Komponenten einwandfrei arbeiten. Fehler werden sofort erkannt.

Eigenverbrauch vs. Einspeisung: Die Wirtschaftlichkeit

Die Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage hängt maßgeblich vom Eigenverbrauchsanteil ab. Die Rechnung ist einfach: Selbst genutzter Strom spart 30-40 Cent pro kWh, eingespeister Strom bringt nur etwa 8 Cent.

Ohne Speicher liegt der typische Eigenverbrauchsanteil bei 25-35 Prozent. Tagsüber wird produziert, aber die meiste Energie wird morgens und abends verbraucht. Der Großteil des erzeugten Stroms fließt ins Netz.

Mit Speicher steigt der Eigenverbrauch auf 60-80 Prozent. Der überschüssige Tagesstrom wird zwischengespeichert und abends genutzt. Je größer der Speicher, desto höher der Eigenverbrauch – aber auch die Investitionskosten.

Mit E-Auto lassen sich Eigenverbrauchsquoten von über 90 Prozent erreichen. Das Auto als "rollender Speicher" nimmt große Mengen Solarstrom auf. Wichtig: Das Ladeverhalten muss auf die Sonnenstunden abgestimmt werden.

Wirtschaftlichkeitsberechnung Beispiel: Eine 10-kWp-Anlage produziert 10.000 kWh pro Jahr. Bei 70% Eigenverbrauch und 30 Cent Strompreis spart sie 2.100 Euro jährlich. Die Amortisation liegt bei 8-12 Jahren, die Gesamtersparnis über 25 Jahre bei 30.000-50.000 Euro.

PV-Anlage planen: Die entscheidenden Faktoren

Eine sorgfältige Planung maximiert den Ertrag und minimiert Probleme. Folgende Faktoren sind entscheidend:

Dachausrichtung beeinflusst den Ertrag erheblich. Süddächer liefern den höchsten Ertrag (100%), Ost-/Westdächer etwa 80-90%. Der Vorteil von Ost-West-Anlagen: Die Erzeugung verteilt sich besser über den Tag und passt oft besser zum Verbrauchsprofil.

Dachneigung ist weniger kritisch als oft gedacht. Optimal sind 30-35 Grad, aber auch flachere (ab 10 Grad) oder steilere Dächer (bis 60 Grad) funktionieren gut. Flachdächer werden mit Aufständerung optimal ausgerichtet.

Verschattung ist der größte Ertragskiller. Schornsteine, Bäume, Nachbargebäude oder Satellitenschüsseln können massive Einbußen verursachen. Module in Reihenschaltung werden durch ein einzelnes verschattetes Modul komplett ausgebremst. Hier helfen Optimierer oder Mikro-Wechselrichter.

Dachzustand sollte vor der PV-Installation geprüft werden. Eine PV-Anlage bleibt 25-30 Jahre auf dem Dach. Wenn in diesem Zeitraum eine Dachsanierung ansteht, macht es Sinn, sie vorzuziehen – die Demontage und Remontage der Anlage ist aufwendig und teuer.

Netzanschluss muss beim Netzbetreiber angemeldet werden. Bei größeren Anlagen kann eine Verstärkung des Hausanschlusses nötig sein. Ihr Installateur übernimmt die Anmeldung.

Kosten und Förderung 2025

Die Preise für PV-Anlagen sind in den letzten Jahren deutlich gefallen. Gleichzeitig gibt es attraktive Fördermöglichkeiten.

PV-Anlage ohne Speicher (5-10 kWp) kostet 1.200-1.600 Euro pro kWp installiert. Eine 10-kWp-Anlage liegt also bei 12.000-16.000 Euro.

Stromspeicher kosten 600-1.200 Euro pro kWh Kapazität. Ein 10-kWh-Speicher liegt bei 6.000-12.000 Euro.

Komplettpaket 10 kWp mit 10 kWh Speicher kostet typischerweise 20.000-28.000 Euro brutto – wobei der Nullsteuersatz seit 2023 die Mehrwertsteuer entfallen lässt.

Förderung: Die wichtigste Entlastung ist der Nullsteuersatz (0% MwSt auf PV-Anlagen, Speicher und Installation). Zusätzlich gibt es regionale Programme einzelner Bundesländer und Kommunen. Die Einspeisevergütung liegt bei etwa 8 Cent/kWh – relevant wird sie nur für den nicht selbst genutzten Strom.

Balkonkraftwerke: Der Einstieg in die Solarwelt

Für Mieter und Eigentumswohnungsbesitzer sind Stecker-Solargeräte eine attraktive Alternative. Mit bis zu 800 Watt (künftig 960 Watt) lassen sich 600-1.000 kWh pro Jahr erzeugen – genug für die Grundlast aus Kühlschrank, WLAN-Router und Standby-Geräten.

Die Anmeldung ist vereinfacht, der Einbau oft in Eigenregie möglich. Kosten liegen bei 500-1.000 Euro für ein Komplettsystem. Die Amortisation erfolgt innerhalb von 3-5 Jahren.

Den richtigen PV-Fachbetrieb finden

Die Wahl des Installateurs ist entscheidend für Qualität und langfristige Funktion. Achten Sie auf:

  1. Fachbetrieb – Eingetragener Elektro-Meisterbetrieb ist Voraussetzung
  2. Erfahrung – Mindestens 50-100 installierte Anlagen als Referenz
  3. Herstellerunabhängigkeit – Beratung zu verschiedenen Marken statt Bindung an einen Anbieter
  4. Service nach Kauf – Wartungsangebote, Erreichbarkeit bei Störungen
  5. Transparentes Angebot – Detaillierte Aufschlüsselung aller Komponenten und Leistungen

Ihre Vorteile

  • Unabhängigkeit von steigenden Strompreisen
  • Staatliche Förderung und günstige Kredite
  • Wertsteigerung der Immobilie
  • Umweltfreundliche Energieerzeugung
  • Speicher für Eigenverbrauchsoptimierung
  • E-Auto mit eigenem Solarstrom laden

Kosten & Preise 2025

LeistungPreisspanne
PV-Anlage 5 kWp (ohne Speicher)7.000€ - 12.000€
PV-Anlage 10 kWp (mit Speicher)18.000€ - 28.000€
Stromspeicher 10 kWh6.000€ - 12.000€
Wallbox (11 kW)500€ - 1.500€
Balkonkraftwerk (800 W)500€ - 1.000€
Wartung (jährlich)100€ - 200€

Häufige Fragen

Wie viel Strom produziert eine PV-Anlage?

In Deutschland erzeugt 1 kWp etwa 900-1.100 kWh pro Jahr. Eine 10 kWp-Anlage liefert also 9.000-11.000 kWh – genug für einen 4-Personen-Haushalt mit E-Auto.

Lohnt sich ein Stromspeicher?

Ja, wenn Sie tagsüber wenig Strom verbrauchen. Der Speicher erhöht den Eigenverbrauch von 30% auf bis zu 70%. Die Amortisation dauert 8-12 Jahre.

Wie lange hält eine PV-Anlage?

Module haben 25-30 Jahre Leistungsgarantie, halten oft 30-40 Jahre. Wechselrichter müssen nach 10-15 Jahren getauscht werden. Speicher halten 10-15 Jahre.

Welche Förderung gibt es 2025?

Die wichtigste Förderung ist der Nullsteuersatz (seit 2023). Für Speicher und Wallboxen gibt es regionale Programme. Die Einspeisevergütung liegt bei ca. 8 Cent/kWh.

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