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Haustechnik

Geothermie

GeothermieNutzung der Erdwärme zum Heizen und Kühlen von Gebäuden über Erdsonden oder Flächenkollektoren

1 Min. Lesezeit

Was ist Geothermie?

Geothermie nutzt die konstante Temperatur des Erdreichs (ab 10 m Tiefe ca. 10 °C) zum Heizen im Winter und optional zum Kühlen im Sommer. Die Wärme wird über eine Sole-Wasser-Wärmepumpe auf Heiztemperatur gebracht.

Erdsonde vs. Flächenkollektor

KriteriumErdsondeFlächenkollektor
Tiefe50–150 m1,2–1,5 m
FlächenbedarfMinimal (Bohrloch)1,5–2× Heizfläche
GenehmigungWasserrechtlich erforderlichMeist nicht nötig
JAZ4,0–5,03,5–4,5
Kosten15.000–25.000 €8.000–15.000 €
KühlungPassive Kühlung möglichEingeschränkt
Lebensdauer50+ Jahre40+ Jahre

Kosten Gesamtsystem (Richtwerte 2026)

PositionErdsondeKollektor
Bohrung/Erdarbeiten8.000–15.000 €3.000–6.000 €
Wärmepumpe8.000–14.000 €8.000–14.000 €
Installation2.000–4.000 €2.000–4.000 €
Pufferspeicher1.000–2.500 €1.000–2.500 €
Gesamt19.000–35.500 €14.000–26.500 €
BAFA-Förderung30–70 %30–70 %

Häufige Fragen zu Geothermie

Was kostet Geothermie für ein Einfamilienhaus?
Mit Erdsonde 19.000–35.500 €, mit Flächenkollektor 14.000–26.500 €. Abzüglich BAFA-Förderung (30–70 %) sinken die Kosten auf 6.000–25.000 €.
Braucht man eine Genehmigung für Geothermie?
Für Erdsonden: ja, eine wasserrechtliche Genehmigung ist erforderlich (Untere Wasserbehörde). Für Flächenkollektoren in der Regel nicht.
Wie tief muss eine Erdsonde sein?
Typisch 50–150 m, abhängig vom Wärmebedarf und der Geologie. Pro Bohrmeter werden ca. 40–60 W Entzugsleistung gewonnen.