Bodenleger
Bodenleger werden: Ausbildung, Gehalt & Aufgaben 2026
Was macht ein Bodenleger? Aufgaben, Ausbildung, Gehalt und Karrierechancen 2026 – von Parkett über Vinyl und Laminat bis Teppich und Designboden.
Der Beruf Bodenleger verbindet handwerkliches Können mit modernen Technologien. Hier erfahren Sie alles über Aufgaben, Ausbildung, Verdienstmöglichkeiten und Zukunftsperspektiven.
Was macht ein Bodenleger? Die wichtigsten Aufgaben
- Verlegen von Parkett (schwimmend und verklebt)
- Verlegen von Vinyl, Designboden und Laminat
- Teppichboden und textile Beläge verlegen
- Untergrundprüfung und -vorbereitung (Ausgleichsmasse)
- Parkett schleifen, versiegeln und ölen
- Sockelleisten und Übergangsprofile montieren
Ausbildung zum Bodenleger
| Ausbildungsdauer | 3 Jahre (dual) |
| Abschluss | Bodenleger/in (HwO) |
| Voraussetzungen | Kniearbeit tolerieren, Genauigkeit, handwerkliches Geschick |
| Meisterprüfung | Bodenlegermeister oder Parkettlegermeister (zulassungsfreies Handwerk – Meister optional) |
Gehalt und Verdienst als Bodenleger
| Karrierestufe | Gehalt 2026 |
|---|---|
| Geselle/in | 2.300–3.200 € brutto/Monat |
| Meister/in | 3.200–4.000 € brutto/Monat |
| Selbstständig | 35.000–80.000 € Jahresumsatz |
Wichtige Werkzeuge und Ausstattung
- Parkettschleifmaschine und Randschleifer
- Handkreissäge mit Führungsschiene
- Teppichmesser und Nahtschneider
- CM-Messgerät für Restfeuchteprüfung
- Zahnspachtel und Klebstoffdosiergerät
Typischer Tagesablauf
So sieht ein typischer Arbeitstag aus:
| Uhrzeit | Tätigkeit |
|---|---|
| 07:00–07:30 | Arbeitsvorbereitung, Material- und Werkzeugcheck |
| 07:30–09:30 | Haupttätigkeiten im Bereich Bodenleger |
| 09:30–09:45 | Frühstückspause |
| 09:45–12:00 | Fortführung der Arbeiten, Spezialtätigkeiten |
| 12:00–12:30 | Mittagspause |
| 12:30–15:30 | Qualitätskontrolle, Fertigstellungsarbeiten |
| 15:30–16:00 | Dokumentation, Aufräumen, nächsten Tag vorbereiten |
Spezialisierungsmöglichkeiten
Nach der Ausbildung können Sie sich in diesen Bereichen weiterentwickeln:
- Parkett & Holzböden: Verlegung, Schleifen und Versiegelung von Parkett — Premium-Segment
- Designbeläge & Vinyl: LVT, Klick-Vinyl und Designböden — schnell wachsender Markt
- Industrieböden: PVC, Kautschuk und Linoleum für Gewerbe und Industrie
- Sportböden: Turnhallen, Fitnessstudios — Spezialwissen mit guten Margen
Weiterbildung und Karriere
| Weiterbildung | Dauer | Effekt |
|---|---|---|
| Parkettlegermeister | 6–12 Monate | Betriebsgründung, Ausbildungsberechtigung |
| Estrich-Facharbeiter | 3–6 Monate | Untergrundvorbereitung selbst ausführen |
| Sachverständiger | 1–2 Jahre | Gutachten bei Mängeln erstellen |
| Betriebswirt HWK | 1–2 Jahre | Unternehmensführung |
Vorteile und Herausforderungen
| ✅ Vorteile | ⚠️ Herausforderungen |
|---|---|
| Ganzjährig Arbeit (innen) | Kniearbeit belastet Gelenke |
| Kreative Gestaltungsmöglichkeiten | Staub beim Schleifen |
| Sichtbare Ergebnisse | Lösemittel bei Klebern |
| Gute Verdienstmöglichkeiten | Zeitdruck bei Sanierungen |
Zukunftsaussichten
Vinyldesignböden und großformatige Fliesen-Optik boomen. Renovierungswelle bei Altbauten schafft Nachfrage. Parkettschleifen als Service wächst durch Nachhaltigkeitstrend (Aufarbeitung statt Neukauf).
Häufige Fragen zum Beruf Bodenleger
Braucht man als Bodenleger einen Meister?
Nein, Bodenleger ist ein zulassungsfreies Handwerk. Sie können sich auch ohne Meisterbrief selbstständig machen. Ein Meister steigert aber Ansehen und Verdienstmöglichkeiten.
Was verdient ein Bodenleger?
Angestellt: 2.300–3.200 € brutto. Erfahrene Parkettleger mit eigenem Betrieb verdienen deutlich mehr, besonders bei Spezialisierung auf Massivparkett oder Restaurierung.
Was verdient ein Bodenleger?
Geselle: 2.400–3.200 € brutto. Meister: 3.200–4.500 €. Parkettleger verdienen durch Spezialisierung oft mehr als klassische Bodenleger.
Ist Bodenleger ein Zukunftsberuf?
Ja — Renovierung und energetische Sanierung sorgen für konstante Nachfrage. Designböden sind ein Wachstumsmarkt.
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