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Werbetechnik & Beschriftung

Werbetechniker werden: Ausbildung, Gehalt & Aufgaben 2026

Was macht ein Schilder- und Lichtreklamehersteller? Ausbildung, Gehalt und Karrierechancen 2026 – von Fahrzeugbeschriftung über Leuchtreklame bis Digitaldruck.

10 Min Lesezeit
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Der Beruf Schilder- und Lichtreklamehersteller verbindet handwerkliches Können mit modernen Technologien. Hier erfahren Sie alles über Aufgaben, Ausbildung, Verdienstmöglichkeiten und Zukunftsperspektiven.

Was macht ein Schilder- und Lichtreklamehersteller? Die wichtigsten Aufgaben

  • Fahrzeugbeschriftung und Vollfolierung
  • Firmenschilder gestalten und fertigen (Alu-Dibond, Acryl)
  • Leuchtreklame und LED-Buchstaben herstellen und montieren
  • Schaufenster- und Glasfolierung
  • Digitaldruck (Großformat, Roll-ups, Banner)
  • Gestaltung und Satz mit Adobe Illustrator/Photoshop

Ausbildung und Qualifikation

Ausbildung/Einstieg3 Jahre (dual)
AbschlussSchilder- und Lichtreklamehersteller/in (HwO)
VoraussetzungenKreativität, gestalterisches Talent, technisches Geschick, Höhentauglichkeit
WeiterqualifikationSchilder- und Lichtreklamehersteller-Meister (zulassungsfrei seit 2020)

Gehalt und Verdienst

KarrierestufeGehalt 2026
Einsteiger/Geselle2.200–3.200 € brutto/Monat
Meister/Teamleiter3.200–4.000 € brutto/Monat
Selbstständig40.000–120.000 € Jahresumsatz

Wichtige Werkzeuge und Ausstattung

  • Schneidplotter (Roland, Summa, Graphtec)
  • Großformatdrucker (Epson, Mimaki, HP Latex)
  • Laminiermaschine
  • Heißluftföhn und Rakel für Folienverklebung
  • Adobe Creative Suite (Illustrator, Photoshop, InDesign)

Typischer Tagesablauf

So sieht ein typischer Arbeitstag aus:

UhrzeitTätigkeit
07:00–07:30Arbeitsvorbereitung, Material- und Werkzeugcheck
07:30–09:30Haupttätigkeiten im Bereich Schilder- und Lichtreklamehersteller
09:30–09:45Frühstückspause
09:45–12:00Fortsetzung der Facharbeiten
12:00–12:30Mittagspause
12:30–15:30Qualitätskontrolle, Fertigstellung
15:30–16:00Dokumentation, Aufräumen, nächsten Tag vorbereiten

Spezialisierungsmöglichkeiten

Nach der Ausbildung können Sie sich spezialisieren:

  • Fahrzeugbeschriftung: Firmenfahrzeuge folieren und beschriften — Hauptgeschäft
  • Lichtwerbung: LED-Schilder, Leuchtkästen, Leuchtbuchstaben
  • Messebau & Displays: Werbebanner, Messestände, Roll-Ups
  • Digitaldruck & Foliengestaltung: Großformatdruck, Schaufensterfolierung

Weiterbildung und Karriere

WeiterbildungDauerEffekt
Schilderherstellermeister6–12 MonateBetriebsgründung
Mediengestalter Digital3 JahreGrafikdesign, Layout, Druckvorstufe
Werbetechniker3–6 MonateSpezialtechniken Werbung
Betriebswirt HWK1–2 JahreUnternehmensführung

Vorteile und Herausforderungen

✅ Vorteile⚠️ Herausforderungen
Kreative ArbeitFeinarbeit erfordert Geduld
Gute Auftragslage (Werbung braucht jedes Unternehmen)Höhenarbeit bei Schildermontage
Mischung aus Werkstatt und MontageZeitdruck vor Messen und Events
Moderne Technologien (Digitaldruck, Plotter)Konkurrenz durch Online-Druckereien

Zukunftsaussichten

LED-Technik, digitale Werbedisplays und Fahrzeugfolierung wachsen. Print bleibt am POS relevant. Kreativität + Technik machen den Beruf abwechslungsreich und zukunftssicher.

Häufige Fragen

Braucht man als Werbetechniker Designkenntnisse?

Unbedingt: Die meisten Kunden erwarten Gestaltung UND Fertigung. Adobe Illustrator und Photoshop sind Pflicht-Tools. Viele lernen das in der Ausbildung.

Kann man sich als Folierungsbetrieb selbstständig machen?

Ja, seit 2020 ohne Meisterpflicht. Startinvestition: Plotter + Druckmaschine ca. 10.000–20.000 €. Fahrzeugfolierung ist ein wachsendes Segment mit guten Margen.